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D1 Abschlussschwäche bleibt unbestraft

7. Februar 2022 | 1. Damen

Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten drehen Fünf-Tore-Rückstand gegen die HG OKT und dürfen weiter hoffen

Linkshänderin Lena Janssens erzielte nach dem Seitenwechsel wichtige Tore für den TV Oyten. (Foto: Björn Hake)

Die schwache Chancenverwertung zieht sich bei den Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten wie ein roter Faden durch die Saison. Im Heimspiel gegen die HG OKT am Sonntagnachmittag ließen die „Vampires“ einmal mehr gute Möglichkeiten liegen. Doch dieses Mal wurde das Team von Trainer Marc Winter für die Abschlussschwäche nicht bestraft. Weil die Deckung gleichzeitig leidenschaftlich verteidigt hat, setzte sich der TVO knapp mit 22:20 (10:14) gegen die Gäste aus Schleswig-Holstein durch.

Marc Winter pustete nach dem Abpfiff erst einmal kräftig durch. Während der 60 Minuten war der Coach hin und wieder der Verzweiflung nahe, weil sein Team beste Chancen nicht nutzte. Die Folge war, dass den „Vampires“ in Halbzeit eins nur zehn Tore gelangen. Gleich zu Beginn scheiterten die beiden Außenspielerinnen Laura Sposato und Lena Janssens mehrfach – teilweise hatte das Duo Pech, teilweise waren die Würfe schwach. Nach dem Seitenwechsel waren es aber eben auch Sposato und Janssens, die den TV Oyten mit ihren Toren zurück ins Spiel brachten. Janssens markierte unter anderem die Tore 14 und 15 der Gastgeberinnen. Linksaußen Sposato brachte ihr Team kurz darauf mit einem Doppelpack auf ein Tor an die HG OKT heran (17:18) und traf wenig später zur 19:18-Führung (47.).

Trainer glaubt an sein Team

Zuvor hatten die „Vampires“ phasenweise mit fünf Toren im Rückstand gelegen. So auch in der 36. Minute mit 12:17. Dennoch hatte Marc Winter den Glauben an seine Sieben zu diesem Zeitpunkt nicht verloren. „Denn wir sind schnell wieder reingekommen. Schon zur Pause hatte ich das Gefühl, dass wir nur deshalb mit vier Toren zurücklagen, weil wir mal wieder unsere Chancen nicht genutzt haben“, sagte der TVO-Trainer. In der Kabine hätten seine Spielerinnen und er sich einen kleinen Plan erarbeitet. „Wir wollten zunächst bis auf zwei Tore herankommen, dann ausgleichen und beim Abpfiff selbst mit zwei Toren führen. Dass das dann auch so aufging, ist natürlich super“, sagte Winter mit einem Augenzwinkern.

Einen Plan hatte sich zwischen den beiden Halbzeit auch Oytens Torwart-Trainer Sören Boettcher zurechtgelegt. „Fenja Hassing war in der ersten Halbzeit ganz gut drauf. Sören meinte aber, dass wir Romina Kahler einwechseln sollen, weil sie als Keeperin besser gegen den OKT-Rückraum spielen würde“, erklärte Winter. „Damit hat Sören mich schon überrascht.“ Boettcher sollte mit seiner Einschätzung jedoch Recht behalten. Denn Kahler hatte großen Anteil daran, dass der TVO zunächst eine erfolgreiche Aufholjagd hinlegte und dann die beiden Punkte einfuhr.

Der Weg dorthin war jedoch von Hektik geprägt. Beide Angriffsreihen taten sich schwer. Zudem wurden auf beiden Seiten einige Siebenmeter verworfen. 52 Sekunden machte Oyten aber den dritten Saisonsieg perfekt. Katrin Salkic, die eigentlich zum Stamm der Oberliga-Mannschaft der „Vampires“ gehört, traf für die Winter-Sieben zum 22:19. Winter wollte nach Spielende nicht ausschließen, dass Salkic auch künftig in der 3. Liga aufläuft. Ihre Erfahrung kann das Team definitiv gebrauchen.

Durch den Heimsieg dürfen die „Vampires“ weiter auf Platz sechs und den damit verbundenen Klassenerhalt hoffen. Sechs Punkte ist der Rang entfernt, mit dem der TVO der Abstiegsrunde entgehen würde. Dass der Glaube nicht verloren ist, ließ Marc Winter durchklingen: „Heute haben die Mädels super verteidigt. Wenn sie jetzt noch ihre Chancen nutzen, kann ich wesentlich ruhiger nach vorne schauen.“

Auf dem sechsten Platz liegt aktuell der VfL Oldenburg II. Das Team von der Hunte sollte am kommenden Sonnabend Gastgeber für Oyten sein. Das Spiel muss aber verlegt werden, weil es bei der Bundesliga-Reserve laut Marc Winter mehrere Corona-Fälle gibt. Daher haben die „Vampires“ einer Verlegung zugestimmt.

Quelle: Achimer Kurier  –  Autor: Florian Cordes

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