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D1 Es geht zweimal gen Osten

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Für die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten beginnt in der kommenden Woche die ganz heiße Saisonphase

Trainer Marc Winter (Mitte) und sein Team haben in der Staffel A der 3. Liga den sechsten Platz und somit vorzeitigen Klassenerhalt deutlich verpasst. (Foto: Björn Harke)

Platz sechs – das war der Rang, den in der 3. Liga der Frauen alle Teams mindestens angepeilt haben. Denn in allen Staffeln bedeutet dieser Platz das Gleiche: den direkten Klassenerhalt. Der TV Oyten hat in der Staffel A den avisierten sechsten Rang verpasst. Das Team um die Trainer Marc Winter und Lars Müller-Dormann muss eine Ehrenrunde einlegen. Oder anders gesagt: Die „Vampires“ müssen den Erhalt der Drittklassigkeit über die Abstiegsrunde, die am 30. April/1. Mai beginnen soll, sicherstellen. Vor dem Beginn der entscheidenden Spiele zeigt sich, dass ein schwieriger Weg auf den TV Oyten wartet.

So lief die Vorrunde für den TV Oyten: Der Kader, mit dem Winter und Müller-Dormann in die Spielzeit gegangen sind, war vielversprechend. Denn die Trainer lotsten Spielerinnen zum TVO, die über Zweitliga-Erfahrung verfügen – unter anderem Lena Janssens und Lotta Heinrich. Gleich das erste Spiel ließ auch aufhorchen: Die „Vampires“ siegten am 4. September 2021 bei der Bundesliga-Reserve des Buxtehuder SV. Der nächste Punktgewinn ließ lange auf sich warten. Erst am 7. November beim 29:29 gegen den SC Alstertal-Langenhorn holte der TVO den dritten Saisonpunkt. Zudem gewann Oyten im Dezember gegen den SV Werder Bremen II. Das Spiel wurde wegen des Rückzugs der Bremerinnen mittlerweile annulliert. Schlussendlich gewannen die Oytenerinnen in der Vorrunde drei Partien und spielten zweimal unentschieden. Eine viel zu schwache Ausbeute, um Platz sechs zu ergattern. Verantwortlich für das Verpassen dieses Ziels war unter anderem die schwache Wurfquote, die sich durch die gesamte Vorrunde gezogen hat. In etlichen Spielen vergab der TVO zu viele Chancen und verpasste somit ein besseres Abschneiden.

Das wurde aus dem Protest des TSV Wattenbek: Eine weitere Partie des TVO wurde ursprünglich unentschieden gewertet: das Auswärtsspiel Ende März gegen den TSV Wattenbek. Offiziell endete die Begegnung 33:33. Allerdings legte der TSV Protest ein, weil ein 34. Treffer der Gastgeberinnen nicht ins Spielprotokoll aufgenommen worden war. Dem Einspruch wurde vom Deutschen Handballbund (DHB) stattgegeben. Wiederholt wird das Duell allerdings nicht, teilte DHB-Pressesprecher Tim Oliver Kalle mit: „Oyten hat inzwischen auf das Spiel gegen Wattenbek verzichtet. Das Spiel ist für Oyten als verloren gewertet worden.“ Zudem muss der TVO eine Strafe zahlen, weil er nicht nach Wattenbek fährt. Große Auswirkungen hätte ein Wiederholungsspiel ohnehin nicht gehabt. Denn der TSV Wattenbek hatte wenige Tage nach dem TVO-Spiel und dem Einlegen des Einspruchs ohnehin den Klassenerhalt perfekt gemacht.

Das sind die kommenden Gegner der „Vampires“: In der Gruppe 1 der Abstiegsrunde bekommt es Oyten mit zwei neuen Gegnern zu tun. Zweimal treten die „Vampires“ in der heimischen Pestalozzihalle an, zweimal in der Fremde. Zu beiden Auswärtsspielen fahren Winter und Co. gen Osten. Die Gegner in der Runde heißen Pfeffersport Berlin sowie HV Chemnitz. Berlin belegte in der Staffel B Rang acht, das Team aus Chemnitz wurde Neunter. Aus der Staffel A wurden neben dem TVO der TSV Altenholz sowie SFN Vechta der Gruppe 1 zugeordnet. Von den fünf Mannschaften lösen nur die beiden Erstplatzierten das Drittliga-Ticket. Für die drei anderen geht es runter in die Oberliga.

So sieht die Ausgangslage in der Abstiegsrunde aus: Oyten muss gegen Vechta und Altenholz kein erneutes Mal antreten, weil die Resultate aus diesen Vergleichen während der Vorrunde mitgenommen werden. Gegen Vechta verloren die „Vampires“ beide Begegnungen. Aus den Partien gegen Altenholz holte die Mannschaft insgesamt 2:2 Punkte. Mit 2:6 Zählern geht der TVO als Tabellenvierter in die Abstiegsrunde. Das Klassement führt Vechta (7:1) vor Berlin (4:0) und Altenholz (3:5) an. Chemnitz geht mit 0:4 Zählern ins Rennen, hat aber wie Pfeffersport in den kommenden Wochen sechs Spiele zu absolvieren. Die Ausgangslage zeigt: Der Weg zum Klassenerhalt wird für den TVO nicht einfach. Grundvoraussetzung dürfte sein, dass die Winter-Sieben ihre vier Spiele gewinnt. Zudem muss die Konkurrenz Schützenhilfe leisten. Für die „Vampires“ stehen zunächst die beiden Heimspiele an: Pfeffersport Berlin gastiert am 1. Mai in Oyten, Chemnitz kommt laut des vom DHB veröffentlichten Spielplans zwei Wochen später in die Pestalozzihalle.

Das würde ein Abstieg des TV Oyten mit sich ziehen: Sollte der TV Oyten am Ende der Saison den Gang in die Oberliga antreten müssen, hätte dies auch Auswirkungen auf die zweite Mannschaft. Denn die Regularien des Handball-Verbandes Niedersachsen lassen es nicht zu, dass zwei Mannschaften des gleichen Vereins in der Oberliga antreten. Der TV Oyten II, der in dieser Spielzeit in der Oberliga Niedersachsen antritt und dort eine gute Rolle spielt, müsste demnach runter in die Landesliga. Zudem wäre ein Abstieg der „Vampires“ fast schon historisch: Denn letztmals musste das erste Frauenteam des TVO die dritthöchste Spielklasse nach der Saison 2001/2002 nach unten verlassen.

Quelle: Achimer Kurier  –  Autor: Florian Cordes

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