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H1 Am Ziel

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Der TV Oyten löst durch einen überzeugenden Heimsieg gegen Habenhausen II das Ticket für die Oberliga

Die Handballer des TV Oyten machten am Himmelfahrtstag den letzten Schritt. Sie besiegten Habenhausen II und feierten anschließend den Aufstieg in die Oberliga. (Foto: Björn Hake)

Vier Minuten vor dem Abpfiff hatten die Verbandsliga-Handballer des TV Oyten ihre Auswechselbank umfunktioniert. Wo sonst die Ersatzspieler sitzend darauf warten, auf das Feld geschickt zu werden, sprangen am Himmelfahrtstag jene Männer auf und ab und jubelten wild. Fast musste man befürchten, dass das Holz dem Druck nicht mehr standhalten würde. Der Grund für die unbändige Freude: Der TVO lag zu diesem Zeitpunkt in seinem Heimspiel gegen den ATSV Habenhausen II uneinholbar vorne. Der letzte noch fehlende Sieg für den Aufstieg in die Oberliga war unter Dach und Fach. Dass bis zum Schlusspfiff auf beiden Seiten noch einige Tore fielen, wurde zur Randnotiz. Viel mehr fieberten die Oytener dem Abpfiff entgegen. Als dieser ertönte, stürmten sie das Feld. Die Pestalozzihalle wurde zum Tollhaus. Übrigens: Der TV Oyten besiegte seine Gäste aus Bremen mit 37:26 (18:12).

Ganz nebenbei revanchierte sich der Spitzenreiter der Verbandsliga. Denn im April war es die Drittliga-Reserve aus Habenhausen, die dem TVO die erste Saisonniederlage beigebracht hatte. Damals agierten die Habenhauser in der Hinni-Schwenker-Halle gallig und giftig. Davon war nun im zweiten Duell recht wenig zu erkennen. Vor allem in der zweiten Halbzeit ergaben sie sich ihrem Schicksal und gönnten den Gastgebern scheinbar ihr Schaulaufen.

Dieses hatten sich die Oytener jedoch auch redlich verdient. Denn das Team der Trainer Lars Müller-Dormann und Marc Winter zeigte eindrucksvoll, warum es nach dieser Saison die Verbandsliga nach oben verlässt. Angetrieben von den beiden starken Rückraumspielern Noah Dreyer und Robin Hencken sowie dem überzeugenden Keeper Jonas Lüdersen, steuerten die „Vampires“ dem Sieg entgegen. Der Erfolg sollte in Durchgang zwei zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr geraten. Oyten spielte sich quasi in einen Rausch und in der 44. Minute lagen die Hausherren erstmals mit zehn Toren vorne. Noah Dreyer hatte per Siebenmeter das 27:17 markiert.

Lediglich in der Anfangsphase war der TVO-Sieben die Aufregung anzumerken. Daher hielten die Gäste aus Bremen bis zur 20. Minute auch mit. Zu diesem Zeitpunkt stand es 9:9. Zur Pause – mit einer Sechs-Tore-Führung im Rücken – deutete sich der Sieg des TV Oyten und der damit verbundene Aufstieg jedoch an. „Das war insgesamt ein blitzsauberer Auftritt“, sagte Lars Müller-Dormann im Moment des Triumphs in gewohnt nüchterner Art. Der Coach gab zu, dass er nicht zwingend mit solch einem souveränen Sieg gerechnet habe. „Die letzten Spiele haben aber schon gezeigt, dass sich die Jungs wieder gefangen haben“, meinte er.

Marc Winter hatte hingegen keinerlei Zweifel am Erfolg: „Im Training war richtig Zug drin. Die Jungs wollten es heute unbedingt schaffen. Das hat man ihnen angemerkt.“ Ein wenig Kritik äußerte Marc Winter jedoch: „Zu Anfang verschießen wir leider ein paar Dinger. Eigentlich hätten wir es überhaupt nicht spannend machen müssen.“ Doch die Anfangsphase war dann auch bei ihm schnell vergessen und der großen Freude gewichen.

Das Oberliga-Ticket – Oytens Handball-Männer sind demnächst zum ersten Mal seit der Saison 2008/2009 wieder viertklassig – ist seit Himmelfahrt gebucht. Doch das soll es noch nicht gewesen sein. „Unsere komplette Mission haben wir noch nicht erfüllt. Dieser Sieg war auch ein großer Wink in Richtung TSV Bremervörde“, sagte Noah Dreyer mit Blick auf den ärgsten Verfolger. Marc Winter drückte es noch deutlicher aus: „Jetzt wollen wir auch Meister werden.“ Den Titel kann der TVO am kommenden Sonntag mit einem Heimsieg gegen das Schlusslicht HSG Hunte-Aue Löwen II (Anpfiff: 15 Uhr) perfekt machen. Tritt der künftige Oberligist erneut so stark auf wie am Donnerstag, steht der nächsten Feier nichts im Wege.

Quelle: Achimer Kurier  –  Autor: Florian Cordes

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