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H2 Der TV Oyten II geht hoch in die Landesliga

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Mit einer klaren Mission sind die Handballer des TV Oyten nach Hagen gefahren. Dort sollte das Team den Aufstieg in die Landesliga eintüten. Die Mannschaft erfüllte ihre Mission letztlich souverän.

Robin Hencken war als Verstärkung mit nach Hagen gefahren. Er verletzte sich aber im ersten Spiel. (Foto: Björn Hake)

Nach dem Oberliga-Aufstieg der ersten Mannschaft des TV Oyten ist nun auch der Reserve der „Vampires“ der Sprung in die nächst höhere Liga gelungen. Der von Spielertrainer Sören Blumenthal trainierte TV Oyten II hat sich am Sonntag in Hagen in der Relegation zur Landesliga gegen drei Konkurrenten durchgesetzt. Dank der Siege gegen den Hagener SV (20:17), ATSV Habenhausen III (24:14) und zum Abschluss gegen die HSG LiGra (23:17) verlässt der TVO die Regionsoberliga nach oben.

Die Reserve hat mit dem Aufstieg zudem die Hoffnung von Marc Winter erfüllt. Der Coach der ersten Mannschaft hatte vor dem letzten Saisonspiel des Verbandsligateams erklärt, dass der TV Oyten II unbedingt aufsteigen solle. Denn für die Spieler, die in der neuen Saison in der Oberliga weniger zum Zug kommen, wäre es wesentlich besser, in der Landesliga Spielpraxis zu sammeln und nicht auf Regionsebene.

Sören Blumentahl und sein Team traten die Fahrt nach Hagen also mit einem klaren Auftrag an. „Es war unser Plan aufzusteigen“, verdeutlichte der Spielertrainer. Um das angepeilte Ziel zu verfolgen, wurde der Kader mit einigen jungen Spielern aus der ersten Mannschaft verstärkt, die in dieser Saison souveräner Verbandsligameister geworden ist. Neben Timo Blau und Leonard Fischer war auch Robin Hencken dabei. Für den Rückraumspieler war das Aufstiegsturnier aber bereits nach dem ersten Spiel beendet. „Er hat sich einen Daumen ausgekugelt“, berichtete Sören Blumenthal, der extra für die Relegation einen sehr erfahrenen Handballer zum TVO gelotst hat. Abwehrspezialist Fabian Rojahn sollte den Blau-Roten bei der Mission Aufstieg helfen. Rojahn stand bis Mitte der Saison noch beim Drittliga-Absteiger ATSV Habenhausen im Kader.

Trotz des verstärkten Kaders wusste Sören Blumenthal, dass der Aufstieg kein Selbstläufer werden würde. „Wir wussten ja gar nicht so recht, wie stark unsere Gegner sind. Das waren durchaus alles Wundertüten“, sagte der Spielertrainer. Dass Blumenthal mit seiner Einschätzung so falsch nicht gelegen hat, musste die TVO-Reserve gleich im ersten Spiel feststellen. In diesem traf Oyten auf den Hagener SV. Der HSV hat sich in dieser Saison die Meisterschaft in der Regionsoberliga Elbe Weser gesichert. „Und wir haben uns anfangs schon erschrocken. Denn Hagen hat eine gute Deckung gespielt und war souverän im Angriff“, schilderte Blumenthal. Im Laufe des zweiten Durchgangs bekam Oyten Hagen aber in den Griff und legte mit dem 20:17-Erfolg den Grundstein für den späteren Aufstieg.

Viel Zeit zum Verschnaufen blieb der Blumenthal-Sieben nach dem Auftaktsieg nicht. Denn der Spielplan wollte es so, dass sie direkt wieder ran musste. Der zweite Gegner war der ATSV Habenhausen III. Das Team aus der Landesklasse war laut Blumenthal mit einem dezimierten Gegner angereist. „Und der ATSV sollte sich dann auch als – in Anführungsstrichen – leichtester Gegner entpuppen.“ Große Probleme hatte der TVO nicht, um den zweiten Grundstein zu legen.

Im letzten Spiel gegen die HSG LiGra – der souveräne Meister der Bremenliga – ging es dann um alles. Den wesentlich besseren Start erwischte das Team aus Lilienthal und Grasberg. Nach sechs Spielminuten hatte die HSG vier Tore erzielt, der TVO keines. Blumenthal hatte zu diesem Zeitpunkt genug gesehen. Er nahm eine frühe Auszeit, um seine Truppe wachzurütteln. Mit Erfolg: Oytens Reserve drehte das Spiel und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Beim Stand von 17:12 – zehn Minuten vor dem Abpfiff – deutete sich der Sieg und der damit verbundene Aufstieg an.

Bevor dieser gefeiert wurde, nahm Sören Blumenthal kurz vor dem Schluss eine weitere Auszeit. Diese wurde genutzt, um Oytens Keeper Miron Biruski zu verabschieden. Er werde seine Laufbahn beenden und die Landesliga nicht mit angehen, erklärte Sören Blumenthal: „Normalerweise nimmt man bei einer klaren Führung ja keine Auszeit mehr. Ich habe das aber mit LiGras Trainer Clemens Böschen abgesprochen, weil wir Miron diesen Moment schenken wollten.“ Genauso wie der Keeper will auch Blumenthal nun seine Schuhe an den Nagel hängen. Er will sich in der kommenden Saison allein auf seine Arbeit als Trainer konzentrieren.

Quelle: Achimer Kurier  –  Autor: Florian Cordes

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