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D2 Vor Saisonstart: Neu-Coach Sebastian Kohls fordert Flexibilität beim TV Oyten II

31. August 2022 | 2. Damen

Voller Vorfreude auf die neue Saison, oben von links: Spielertrainerin Nina Schnaars, Dietke Gronewold, Julia Otten, Trainer Sebastian Kohls. Unten: Jaane Meyer, Theresa Beet. Es fehlen: Freija Hartmann und Lina Schidzig.( Foto: Verein)

Mit einem neuen Trainerduo starten die Handballerinnen des TV Oyten II in die Landesliga. Sebastian Kohls, der das Team zusammen mit Nina Schnaars anleitet, peilt einen Platz in der Spitze an. Dabei setzt der erfahrene Coach auf einen gesunden Mix von routinierten und talentierten Spielerinnen. In erster Linie Flexibilität fordert er von ihnen.

Nach dem Zwangsabstieg aus der Handball-Oberliga hat es bei den Damen des TV Oyten II schon einen gewissen personellen Aderlass gegeben. Für Sebastian Kohls, der in dieser Saison gemeinsam mit Nina Schnaars den Landesligisten trainiert, kein Grund, um kleine Brötchen zu backen. „Natürlich wollen wir bis zum Ende in Schlagdistanz bleiben. Und wenn sich die Möglichkeit zum Aufstieg bietet, dann wollen wir auch zuschlagen!“

Seine Zuversicht zieht der 45-jährige Kohls in erster Linie aus der Tatsache, dass die erste Sieben definitiv Oberliga-Ansprüchen genügt. „Darüber hinaus stehen viele junge Spielerinnen im Kader, die bei uns den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen sollen“, verdeutlicht Oytens Trainer.

Sehr erfreulich ist für Kohls, dass er über viele Spielerinnen verfügt, die extrem flexibel sind. „Bis auf die Torhüterinnen und Kreisläuferin Mareike Schlegel gibt es keine, die auf eine bestimmte Position festgenagelt ist. Ich kann somit viel rotieren und will unser Spiel auch dahingehend anlegen“, liegt für Oytens Trainer darin die Hauptaufgabe in der Vorbereitung.

„Musterprofi“ Nina Schnaars in der Führungsrolle

„Machen wir unsere Hausaufgaben und spielen einen guten und schnellen Handball, dann sollte der Gegner damit genug zu tun haben“, will sich Kohls im Vorfeld der Begegnungen auch gar nicht so sehr mit dem jeweiligen Kontrahenten beschäftigen. Dabei lässt der 45-Jährige schon im Vorfeld keine Zweifel daran, dass für ihn der Tempohandball weiterhin oberste Prämisse genießt: „Natürlich muss auch eine defensive Deckung zu unserem Repertoire gehören. Aber wir wollen außerdem zwei sehr sportliche Varianten einstudieren, mit denen wir hoch decken und den Gegner unter Druck setzen wollen. Die daraus resultierenden Ballgewinne sollen uns nach Möglichkeit über die erste Welle viele einfache Tore ermöglichen.“

Neu im Kader der TVO-Reserve sind nur Spielerinnen aus den eigenen Reihen. Dabei kommt Nina Schnaars eine Sonderrolle zu. Die Allrounderin, die Kohls als fitteste Spielerin und „Musterprofi“ bezeichnet, bastelt derzeit nicht nur an ihrer B-Lizenz, sondern ist gleichzeitig Spielertrainerin. „Auch in der Oberliga würde Nina vielen noch etwas vormachen. Daher freue ich mich, dass sie an meiner Seite ist. Auch auf dem Feld kann und wird sie eine Führungsrolle übernehmen“, erwartet Kohls einiges von der 27-Jährigen, die gemeinsam mit Julia Otten aus der dritten Mannschaft hochrückt.

Ebenfalls neu ist ein Quartett aus der A-Jugend, die der TVO-Trainer ebenfalls betreut. Darunter sind mit Jaane Meyer und Dietke Gronewold jedoch zwei Spielerinnen, die Ende des Jahres für eine längere Zeit ins Ausland gehen. Dazu kommen Freija Hartmann und Lina Schidzig. „Ihnen gehört die Zukunft. Leider fehlt ihnen aufgrund des Lockdowns ein Jahr in ihrer Entwicklung. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass sie alle noch über jede Menge Potenzial verfügen. Sie sollen nun von den Etablierten lernen und dann in die neuen Rollen hineinwachsen“, sieht Kohls für sich und Schnaars auch einen großen Ausbildungsauftrag.

Neu ist auch Theresa Beet. Allerdings zieht es auch die junge Torhüterin, die in den vergangenen beiden Jahren in der ersten Mannschaft trainiert und gespielt hat, ebenfalls noch ins Ausland. „Dann wird es für uns auf der Torhüterposition natürlich etwas dünn, da Carlotta Hohaus auf sich allein gestellt ist. Aber vielleicht ergibt sich ja noch etwas“, hält Kohls weiterhin Augen und Ohren offen.

Talente aus dem Oberliga-Kader in der Hinterhand

Qualitativ ist der TVO-Kader bestens gerüstet für die Landesliga. Doch dafür fehlt es in der Breite. Dessen ist sich auch das Oytener Trainerduo bewusst. „Wir verfügen nicht über einen Stamm von 14 Spielerinnen. Aber es gibt ja immer die Möglichkeit, dass wir auf junge Spielerinnen aus dem Oberligateam zurückgreifen können“, denkt Kohls da beispielsweise an Lena Prütt, Sarah Kennerth oder Kim-Laura Schmelz. „Dazu gibt es Möglichkeiten in der eigenen A-Jugend. Daher sollten wir in personeller Hinsicht keine Probleme bekommen.“

Bis die Saison am Sonnabend, 10. September, mit dem Auswärtsspiel bei der SG VfL Wittingen/Stöcken beginnt, sieht das TVO-Trainerduo die größte Aufgabe darin, „dass wir eine Hierarchie und einen gewissen Spielstil in unsere Mannschaft bekommen. Zumal wir jede Menge Führungsspielerinnen in unseren Reihen haben“, denkt Kohls da neben Nina Schnaars an Kim Pleß, Mareike Schlegel oder Lisa-Marie Gerling.

„Sie müssen und sollen die jüngeren Spielerinnen führen. Dabei müssen wir so flexibel aufgestellt sein, dass Jeder genau weiß, was er wann und von welcher Position aus zu tun hat. Gelingt uns das, sind wir für jeden Gegner nur ganz schwer auszurechnen und sollten definitiv eine gute Rolle spielen können.“

Der TV Oyten II im Stenogramm
Zugänge:
Theresa Beet (eigene 1. Damen), Julia Otten, Nina Schnaars (beide eigene 3. Damen), Dietke Gronewold, Freija Hartmann, Jaane Meyer, Lina Schidzig (alle eigene A-Jugend)
Abgänge:
Leonie Schulte, Sarah Kennerth (beide eigene 1. Damen), Alena Böttjer, Paula Rux (beide ATSV Habenhausen), Charlotte Schumacher (Karriereende), Cora Schumacher, Tony Schluroff (beide Pause)
Restkader:
Lisa-Marie Gerling, Carlotta Hohaus, Mareen Köster, Charlotte Kramer, Kim Pleß, Mareike Schlegel, Jahne Wendt
Trainer:
Sebastian Kohls, Nina Schnaars (neu für Carolin Sunder)
Physiotherapeutin:
Jana Garbrecht
Saisonziel: Platz 1 bis 3
Favoriten: Keine Angabe

Quelle: Achimer Kreisblatt  –  Autor: Kai Caspers

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