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D1 Handballerinnen des TV Oyten schlagen ein neues Kapitel auf

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Die vergangene Saison war für den TV Oyten frustrierend und gipfelte im Abstieg aus der 3. Liga. Mit einem neuen Coach soll bei den TVO-Frauen in der Oberliga wieder eine bessere Zeit anbrechen.

Anna-Lena Meyer (am Ball) ist mit dem TV Oyten aus der 3. Liga abgestiegen. Jetzt geht sie mit den „Vampires“ die Oberliga Nordsee an. (Foto: Björn Hake)

Böswillig betrachtet war diese Szene noch einmal ein Symbolbild der vergangenen Saison: Beim Luxat-Cup, dem Vorbereitungsturnier der Handballerinnen des TV Oyten, schaltete sich noch vor dem geplanten Ende automatisch das Hallenlicht aus. In der Vorsaison ging auch für die „Vampires“ quasi das Licht aus – und zwar in Form des Abstiegs aus der 3. Liga. Erstmals seit 20 Jahren ist ein erstes Frauenteam des TVO wieder viertklassig. Der Abstieg ist nun aber abgehakt. Mit dem neuen Coach Kai Freese sollen in der Oberliga Nordsee wieder bessere Zeiten anbrechen. Das Wort Wiederaufstieg vermeidet der Nachfolger der beiden Trainer Marc Winter/Lars Müller-Dormann jedoch, in den Mund zu nehmen – zumindest noch.

„Derzeit wissen wir noch gar nicht so richtig, was wir erreichen wollen. Vom Wiederaufstieg zu sprechen, ergibt aber überhaupt keinen Sinn. Damit würde man zu viel Druck auf die Mannschaft aufbauen“, warnt Kai Freese davor, dass von dem Team die Drittliga-Rückkehr auf Anhieb erwartet wird. Die Leistungen beim Luxat-Cup stimmen den neuen TVO-Trainer allerdings positiv. Das Turnier hat dem Coach, der vor seiner Amtszeit in Oyten viele Jahre erfolgreich die Handballerinnen der SFN Vechta trainierte, eines gezeigt: Seine neue Mannschaft befindet sich auf einem guten Weg.

LEHREN AUS DEM ABSTIEG ZIEHEN

Eine genaue Platzierung nennt Freese als Saisonziel nicht. Viel mehr gehe es ihm fürs Erste darum, wieder Dinge aufzubauen, die durch den Abstieg verloren gegangen sind – besonders das Selbstvertrauen. „Eigentlich gewinnt man Selbstvertrauen nur über Siege. Wir haben aber auch viele Gespräche geführt. Ob der Abstieg aus den Köpfen raus ist, wird sich im Laufe der Hinrunde zeigen. Nach hinten schauen, sollten wir aber nicht mehr. Wir schlagen jetzt ein neues Kapitel auf. Man muss aus dem Abstieg aber die Lehren ziehen“, sagt Freese.

Eine dieser Lehren ist, dass Freese die Deckungsarbeit der „Vampires“ stärken will. „In der letzten Saison hat die Mannschaft viel zu viele Gegentore kassiert. Damit kann die 3. Liga nicht gehalten werden“, blickt der Coach dann doch noch einmal zurück auf die von Misserfolgen geprägte Vorsaison. Neben der 6:0-Abwehr will Kai Freese in Oyten eine 5:1-Deckung etablieren. „Wir haben da in den vergangenen Wochen viel rumprobiert. Es ist ein langer Prozess, damit eine Abwehrvariante richtig funktioniert. Das sah beim Luxat-Cup aber schon gut aus“, hat Freese zuletzt Verbesserungen in der Defensivarbeit gesehen.

Kai Freese ist beim TV Oyten der neue Mann auf der Trainerbank. (Foto: Focke Strangmann)

Vor allem eine Spielerin, die in der Vorsaison gar nicht Teil des Kaders war, hat Kai Freese während der Vorbereitung überzeugt: Lena Prütt. „Sie habe ich zuletzt im Deckungszentrum eingesetzt. Da investieren wir sehr viel Zeit. Lena macht ihren Job wirklich gut“, sagt der Trainer. Allerdings will der Trainer keine seiner Spielerinnen hervorheben. „Alle wollen in dieser Saison etwas erreichen“, sagt er. „Die Mädels haben mich toll aufgenommen. Sie sind offen für neue Ideen und saugen alles auf, was wir im Training machen. Daher können wir in der Oberliga auch eine gute Rolle spielen.“ Unzufriedenheit klingt definitiv anders.

TAUSCH IM TOR

Als positiv empfindet Kai Freese zudem, dass er mit seiner Co-Trainerin Carolin Sunder und Athletiktrainerin Alexandra Sunder zwei Frauen in seinem Trainerstab hat, die ebenso für den Neustart beim TV Oyten stehen. Mit ihnen coacht der Vechtaer eine Mannschaft, deren Gesicht sich im Vergleich zur Abstiegssaison ein wenig verändert hat. Prominentester Abgang beim TVO ist Romina Kahler. Sie hat ihre Laufbahn fürs Erste beendet und fungiert nun als Torwarttrainerin bei ihrem Heimverein TV Neerstedt.

Für die langjährige Stammkeeperin wurde mit Bryana Newbern jedoch adäquater Ersatz geholt. Sie schließt die Lücke problemlos. „Zudem ist das Gerüst der Mannschaft geblieben. Dass man ein paar Leute nach einer Saison verliert, ist doch normal. Aber keine Spielerin hat den Verein nach dem Abstieg im Stich gelassen“, hebt Kai Freese die positive Einstellung seines neuen Teams hervor. Diese soll dabei helfen, damit die „Vampires“ die von Kai Freese genannte „gute Rolle“ spielen. Und wer weiß, vielleicht muss der neue Mann auf der TVO-Bank im Laufe der Saison doch darüber nachdenken, das Wort Wiederaufstieg in den Mund zu nehmen.

Info
Zugänge: Bryana Newbern, Lena Prütt (eigene A-Jugend), Leonie Schulte (TV Oyten II), Sarah Kennerth (TV Oyten II), Kim-Laura Schmelz (eigene A-Jugend)
Abgänge: Romina Kahler (Torwarttrainerin TV Neerstedt), Theresa Beet (TV Oyten II), Nathalie Meinke (Handballpause), Lotta Heinrich (Handballpause), Jana Stoffel (Laufbahnende), Emily Winkler (BV Garrel), Katrin Salkic (ATSV Habenhausen), Tabea Webner (Handballpause)
Restkader: Fenja Hassing – Anna-Lena Meyer, Madita Woltemade, Pia Franke, Laura Sposato, Isabel Schengalz, Kathleen Hertes, Lena Janssens, Sabine Peek, Marie Schote, Jasmin Johannesmann
Trainer: Kai Freese (neu)
Co-Trainerin: Carolin Sunder (neu)
Torwarttrainer: Sören Boettcher
Athletiktrainerin: Alexandra Sunder
Physio: Jana Garbrecht
Mannschaftsarzt: Matthias Muschol
Saisonziel: Entwicklung der jungen Spielerinnen fördern und neue Spielsysteme entwickeln
Favoriten: Wilhelmshavener HV, SG SV Friedrichsfehn/TuS Petersfehn

Quelle: Achimer Kurier  –  Autor: Florian Cordes

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