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H1 Die Routine macht den Unterschied

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Die SG Achim/Baden gewinnt ein packendes Nachbarschaftsduell gegen den TV Oyten

Vor einem begeisterten Publikum feierten die Handballer der SG Achim/Baden den Derbysieg beim TV Oyten und gleichzeitig einen erfolgreichen Start in die Oberliga-Saison.

Eine hitzige Stimmung in der Halle, intensive Zweikämpfe, knifflige Schiedsrichterentscheidungen und ein Außenseiter, der sich partout nicht abschütteln lassen wollte. Das Derby zwischen dem Aufsteiger TV Oyten und der SG Achim/Baden hatte alles, was ein Derby benötigt. Garniert wurde das packende Duell der beiden Nachbarn dann noch mit einer Spannung, die bis in die Schlussphase anhielt. In den finalen Minuten der Partie zeigten sich die Achimer cleverer und starteten schlussendlich mit einem 30:26 (15:12)-Erfolg in die neue Saison der Handball-Oberliga.

Von Anfang an war in der Begegnung mächtig Feuer drin. Und in der dritten Minute hatten die Oytener mächtig Glück, dass einer ihrer wichtigsten Spieler nicht mit einer Roten Karte bestraft wurde: Timo Blau beging gegen Lars Auth ein hartes Foul, als dieser einen Tempogegenstoß lief. Der Abwehrchef des TVO sah nur eine Zweiminutenstrafe. Auch die beiden Oytener Trainer Lars Müller-Dormann und Marc Winter wussten, dass Timo Blau in dieser Szene auch gut und gerne hätte die Rote Karte sehen können.

Robin Hencken (am Ball) traf an seinem Geburtstag viermal für den TV Oyten. Für den Heimsieg reichte es am Ende nicht. (Foto: Björn Hake)

So aber blieb Blau dabei. Und er erlebte wie die anderen Spieler eine Begegnung, die lange im Gedächtnis bleiben würde. Dies liegt zu einem großen Teil auch an den Gastgebern. Die Oytener waren zwar als klarer Außenseiter gegen den etablierten Oberligisten aus der Weserstadt ins Rennen gegangen, sie machten es der SG aber äußerst schwer.

Florian Schacht, der ausgerechnet in seinem Wohnort seine Premiere als Oberliga-Coach feierte, hatte jedoch schon mit einem engen Spiel gerechnet. „Uns war klar, dass Oyten alles geben wird. Insgesamt haben wir aber eine gute Mannschaftsleistung gezeigt. Ich denke, am Ende hat die Routine gewonnen.“

Die Routine in Person ist bei der SG Achim/Baden Florian Block-Osmers. Der Regisseur der Gäste behielt auch in der Schlussphase die Nerven und steuerte sein Team zum Sieg. Seine ganze Übersicht zeigte er rund zwei Minuten vor dem Abpfiff. Die Schiedsrichter zeigten bereits passives Spiel an, der SG blieb nur noch ein Pass. Block-Osmers behielt die Nerven und spielte den Ball auf den freistehenden Malte Meyer. Der Kreisläufer traf zum 27:24. Als kurz darauf Hendrik Budelmann auf 28:24 für die Gäste stellte, war das hochspannende Derby entschieden. Den Schlusspunkt setzte Marvin Pfeiffer wenige Sekunden, bevor die Schlusssirene in der Pestalozzihalle ertönte.

Bis zum Sieg war es aber eben ein weiter Weg. Mitte der zweiten Halbzeit führten die Gäste zwar mit fünf Treffern – Kevin Podien traf in Minute 39 zum 20:15 für die SG –, doch Oyten ließ sich nicht komplett abschütteln. Neun Minuten vor dem Abpfiff war der Aufsteiger wieder auf zwei Tore dran. Noah Dreyer markierte das 21:23 aus Sicht der Gastgeber. In den finalen Minuten setzte sich die Erfahrung dann aber durch.

Die beiden Trainer des TVO, Marc Winter (rechts) und Lars Müller-Dormann, waren trotz der Niederlage stolz auf ihre Mannschaft. (Foto: Björn Hake)

Der Auftritt hinterließ bei Müller-Dormann und Winter nach ihrem ersten Oberligaspiel mit dem TVO jedoch etwas – und zwar großen Stolz. „Die Jungs haben gesehen, dass sie in der Oberliga mithalten können. Wir haben viel Potenzial mit Luft nach oben. Am Ende hat man aber gesehen, dass wir noch eine junge Mannschaft sind“, sprach auch Winter den Aspekt an, dass die SG Achim/Baden über wesentlich mehr Erfahrung verfügt.

Und was sagte der Mann, der am Ende die Ruhe bewahrte und sein Team zum Sieg führte? „Es war ein typisches Derby. Es lief nicht alles rund bei uns, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr“, sagte Florian Block-Osmers, der einst mit dem TV Oyten in der Jugend große Erfolge feierte. Vor dem Spiel wurde er von seinem ehemaligen Mitspieler an diese Zeiten erinnert. „Patrick Denker hat mir vor dem Spiel geschrieben, dass er mir in unserem alten Wohnzimmer viel Glück wünscht.“ Das hatte die SG Achim/Baden in der Tat – und eben den größeren Erfahrungsschatz auf ihrer Seite.

Quelle: Achimer Kurier  –  Autor: Florian Cordes

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