Die Zeit der Zurückhaltung ist vorbei

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Als Tabellenführer gehen die Damen der TV Oyten Vampires ins neue Jahr. Und diese Position soll unbedingt gehalten werden, da die Rückkehr in die dritte Liga das erklärte Ziel ist.

Ausgerechnet im letzten Heimspiel des Jahres ist die Serie bei den Damen des Handball-Oberligisten TV Oyten Vampires gerissen. Hatte sich das Team von Kai Freese bis dato in eigener Halle keine Blöße gegeben, setzte es beim 27:29 gegen den ATSV Habenhausen die ersten Flecken auf der noch blütenweißen Weste. Trotzdem gehen die Vampires als Tabellenführer ins neue Jahr und wollen diesen Platz bis zum Saisonende unbedingt verteidigen.

Daran lässt Kai Freese dann auch keine Zweifel. Hatte der TVO-Trainer bislang in erster Linie die Weiterentwicklung der Mannschaft für ihn als oberste Prämisse aufgegeben, ist es nun vorbei mit der Zurückhaltung. „Im Gespräch mit Michael Hidde (sportlicher Leiter des TVO, Anmerkung der Redaktion) hat dieser mir klar zu verstehen gegeben, dass die Rückkehr in die dritte Liga das erklärte Ziel des Vereins ist. Aber dafür müssen dann auch die nötigen Strukturen da sein“, lässt Freese wissen. Dabei verweist Oytens Trainer in erster Linie auf die Tatsache, dass die Halle in den ersten drei Wochen der Sommerferien für seine Mannschaft nicht zur Verfügung steht. „Sollten wir dann tatsächlich in der dritten Liga spielen, müssen wir doch eine ordentliche Vorbereitung absolvieren können. Die Jugend muss ebenfalls vernünftig ausgebildet werden. Ob die Duschen dann zur Verfügung stehen, ist mir völlig egal. Aber wir müssen doch zumindest unseren Sport ausüben können“, hofft Freese, dass der TVO-Vorstand dieses Dilemma noch mit der Gemeinde klären kann. Apropos klären: Der Verein hat Freese zwar signalisiert, dass er die Zusammenarbeit gerne fortführen würde, doch noch ist es nicht amtlich. „Ich gehe aber davon aus, dass wir das noch vor Weihnachten erledigt haben. Zumal ich ein großes Interesse daran habe, dass es hier für mich weitergeht. Denn ich finde in Oyten Voraussetzungen vor, die ich vorher nicht gehabt habe“, erklärt der 49-Jährige.

Trainer Kai Freese will jetzt schon die Weichen für die kommende Saison stellen

Neben der eigenen Personalie ist es für Kai Freese jedoch von weit größerer Bedeutung, dass bereits jetzt die Weichen für die kommende Saison gestellt werden. „Es ist für uns bislang zwar gut gelaufen, aber wir haben seit Saisonbeginn mit großen personellen Problemen zu kämpfen. Ich glaube, dass ich seit August nicht einmal annähernd meinen gesamten Kader im Training hatte. Das macht es für mich natürlich unheimlich schwierig, da ich ja auch etwas in einzelnen Stufen entwickeln will“, sagt Freese. „Aber das hat bislang noch nicht so geklappt, wie ich es mir vorstelle. Nein, da hängen wir noch etwas hinterher.“ Aus diesem Grund kam die Niederlage für Oytens Trainer gegen Habenhausen auch nicht wirklich überraschend. „Zum einen verfügt Habenhausen über eine gute Mannschaft und zum anderen war es für mich die logische Konsequenz der vergangenen Wochen.“

Dennoch ist der 49-Jährige zuversichtlich, dass die angepeilten Ziele erreicht werden können. „Setzen wir unsere Entwicklung fort, dann spielen wir auch bis zum Ende ganz oben mit. Und das wäre für den Verein schon sehr wichtig, da es letzte Saison durch den Abstieg aus der dritten Liga ja einen gewissen Domino-Effekt mit dem Zwangsabstieg der zweiten und dritten Mannschaft gegeben hat. Wäre es dazu nicht gekommen, wäre vielleicht auch die eine oder andere Spielerin geblieben.“ Daher passt es Freese auch sehr gut ins Konzept, dass mit Sarah Seidel (wir berichteten) bereits der erste Neuzugang für die Rückrunde feststeht. „Sarah war für mich eine absolute Wunschspielerin. Daher bin ich froh, dass es im dritten Anlauf nun endlich geklappt hat. Schließlich müssen wir künftig auf Kathleen Hertes verzichten. Sie zieht zu ihrem Freund Miro Schluroff, der für den VfL Gummersbach in der Bundesliga spielt“, so der Coach der Vampires. „Aber für einige Spiele wird sie uns noch zur Verfügung stehen. Das hat sie mir zugesichert.“ Darüber hinaus hofft Freese, dass  ihm im neuen Jahr endlich auch wieder Linkshänderin Madita Woltemade, die bislang in dieser Saison noch kein einziges Punktspiel absolviert hat, zur Verfügung steht. Denn mit den Einsätzen von Linksaußen Laura Sposato und Kreisläuferin Sabine Peek rechnet Freese nicht in naher Zukunft.

„Daher bin ich froh, dass die Zusammenarbeit mit Sebastian Kohls (Trainer des TV Oyten II, Anmerkung der Redaktion) wunderbar klappt. Da gibt es keine Reibereien und die Unterstützung ist vorbildlich. Und am Ende schaffen dann hoffentlich beide Teams den anvisierten Aufstieg.“

Hoffnungen ruhen auf der Rückkehr von Madita Woltemade

Doch bis es so weit ist, liegt noch ein hartes Stück Arbeit vor Kai Freese und den Vampires. „Ich gehe schon davon aus, dass es spannend bleiben wird und die Teams, die wir aktuell da oben finden, auch bis zum Saisonende um den Titel mitspielen werden“, hat Freese dabei in erster Linie Friedrichsfehn/Petersfehn im Blick. Zumal der Tabellenzweite aktuell sogar noch einen Minuspunkt weniger auf dem Konto hat. Aber auch die HSG Hunte-Aue Löwen dürften laut Oytens Trainer weiterhin eine gute Rolle spielen. „Die Mannschaft ist nicht nur sehr gut besetzt, sondern lebt auch noch von der Aufstiegseuphorie und ist zudem sehr heimstark. Somit haben wir da im Januar gleich ein richtig dickes Brett zu bohren“, richtet Freese seinen Blick schon mal voraus.

Quelle: Achimer Kreisblatt – Autor: Kai Caspers

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