Großer Kampfgeist wird belohnt

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Die HSG Verden-Aller trotzt im Derby gegen den TV Oyten II allen Widerständen

Bei Oliver Schaffeld und den Handballern der HSG Verden-Aller herrschte vor dem Landkreisderby in der Landesliga gegen den TV Oyten II nicht die beste Stimmung. Nur mit Mühe hatte der Coach aus der Reiterstadt eine spielfähige Truppe zusammenbekommen, nachdem auch noch Haupttorschütze Kevin Bröcker krankheitsbedingt passen musste. Eine Spielverlegung war für die Gäste keine Option gewesen.

Nach der Schlusssirene war die Freude im Lager der Hausherren dann umso größer: Die HSG Verden-Aller hatte allen personellen Widrigkeiten getrotzt und die „Vampires“ um ihren Trainer Sören Blumenthal mit 28:27 (14:14) niedergerungen. Mit nun 6:14 Zählern gehen die Gastgeber auf Tabellenrang acht in die Rückrunde. Der TV Oyten II (2:18) verbringt den Jahreswechsel auf dem letzten Rang.

Es sei eine „krasse kämpferische Vorstellung“ seiner Mannschaft gewesen, meinte Oliver Schaffeld. Acht Spieler hatte Verdens Trainer zusammenbekommen, darunter mit Eric Böhlke ein Last-Minute-Zugang. „Eric hat zuletzt für den Landesligisten MTV Dannenberg gespielt und uns in der Notsituation spontan geholfen“, erläuterte Schaffeld. Der Kontakt zu dem ehemaligen Akteur des TSV Intschede war über Juri Wolkow zustande gekommen.

Lob vom Gegner

Der Rivale aus dem Südkreis habe verdientermaßen gewonnen, zeigte sich Sören Blumenthal als fairer Verlierer. „Die Verdener habe eine tolle Moral gezeigt. Bei uns sind einige Jungs das Spiel angesichts der dünnen Personaldecke des Gegners wohl doch zu luschig angegangen.“ Hauptmanko sei die Abwehr gewesen, resümierte Sören Blumenthal. „Wir agieren zu offensiv und lassen den Angreifern der HSG zu viel Platz“, sagte er.

Blumenthal bat um Verständnis, dass er dem Wunsch auf Verlegung nicht zugestimmt hatte. „Bei uns sind einige Spieler in der Woche nicht da und auch Fynn Mosel kann nur sporadisch an einigen wenigen Terminen helfen“, konstatierte Oytens Trainer. Blumenthal musste auf Jonas Schoof, Marcel Vornholt, Dominic Steinhoff und Dennis Metz verzichten. Dennoch hatte der Coach der Gäste noch 14 Akteure in den Spielbogen eingetragen, darunter erstmals in dieser Saison Sören Hassing. „Sören hat wieder Lust und steigt zur Rückrunde wieder ein“, freut sich Blumenthal über eine weitere Alternative im Kampf gegen den Abstieg.

Juri Wolkow und Thorge Wischmann hatten am Sonnabend die 2:0-Führung des TV Oyten II durch Timo Precht und Sören Reelfs wettgemacht (2:2/4.). Fortan war es eine ausgeglichene erste Hälfte. Per Siebenmeter erzielte Oytens Maximilian Sell den 14:14-Halbzeitstand. Basis für den späteren Sieg der HSG Verden-Aller war eine starke Phase der Schaffeld-Sieben zu Beginn der zweiten Hälfte: Nach einem Treffer von Sascha Genee leuchtete in der 47. Spielminute eine kaum für möglich gehaltene 25:20-Führung der Gastgeber von der Anzeigetafel der Aller-Weser-Halle.

Timo Precht brachte die Gäste in der Schlussphase noch einmal auf 27:26 (59.) heran, Genee konterte für die HSG in Unterzahl zum 28:26. Zuvor hatte Verdens Jesper Ahrens die Rote Karte gesehen. „Am Ende bringen wir den Sieg dann über die Ziellinie“, freute sich Oliver Schaffeld. Die HSG Verden-Aller hatte nicht nur in dem Derby, sondern auch im dritten Vergleich in dieser Saison mit einem direkten Rivalen ihre Hausaufgaben gemacht. Zuvor waren bereits die Heimspiele gegen den MTV Eyendorf II und den TSV Daverden II an die Domstädter gegangen.

Nach der kurzen Winterpause kehren beide Teams mit Auswärtsspielen auf die Platte zurück: Der TV Oyten II gastiert am Freitag, 20. Januar, beim VfL Fredenbeck III. Die HSG Verden-Aller bekommt es tags darauf in der Achimer Gymnasiumhalle mit Spitzenreiter SG Achim/Baden II zu tun.

Quelle: Achimer Kurier  –  Autor: Jürgen Prütt

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