Packendes Derby mit verdientem Sieger

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Die SG Achim/Baden gewinnt auch das zweite Duell gegen den TV Oyten in dieser Saison

Die Freude musste einfach raus. Gerade war die Schlusssirene ertönt, da gab es aufseiten der SG Achim/Baden kein Halten mehr. Die Spieler des Handball-Oberligisten bildeten einen Jubelkreis und feierten den Derbysieg gegen den TV Oyten ausgelassen. „Die Nummer eins im Kreis sind wir“ schallte es durch die Achimer Gymnasiumhalle. Die Zuschauer in der nahezu voll besetzten Halle hielt es zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr auf ihren Sitzen. Sie applaudierten nicht nur den SG-Spielern, sondern auch den Gästen. Denn der TV Oyten trug mit dazu bei, dass die Besucher ein packendes und ansehnliches Spiel zu sehen bekamen. Am Ende machte wie im ersten Vergleich in dieser Saison die Routine den Unterschied. Die SG gewann das Nachbarschaftsduell vor einer stimmungsvollen Kulisse verdient mit 35:25 (17:13).

Mittendrin in der Jubeltraube war Florian Schacht. Der Trainer der SG Achim/Baden freute sich über den Derbysieg. „Ich konnte reinwerfen, wen ich wollte. Alle waren gut“, lobte Schacht seine Mannschaft. Es habe Spaß gemacht, sich das Spiel anzugucken, fügte der SG-Coach hinzu. Beim TV Oyten war die Enttäuschung unmittelbar nach der Partie groß. „Wenn eine junge, nervöse Mannschaft gegen so eine routinierte Mannschaft spielt, kommt so ein Ergebnis zustande“, meinte TVO-Coach Marc Winter. Sein Trainerkollege Lars Müller-Dormann pflichtete ihm bei: „Wir haben das Spiel schon in der ersten Halbzeit verloren. Da mussten wir schon hinterherrennen.“

Als Knackpunkt der Partie bezeichnete Marc Winter die 41. Minute. Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber mit 22:19. Robin Hencken hatte per Siebenmeter die große Chance, den 20. Oytener Treffer zu erzielen. Doch der Rückraumspieler vergab. Zuvor hatte die Schacht-Sieben innerhalb von 23 Sekunden zwei Zeitstrafen bekommen. Zunächst musste Tobias Freese vom Feld, anschließend erwischte es seinen Teamkollegen Florian Block-Osmers. „Die doppelte Unterzahl haben wir gut gelöst“, sagte Florian Schacht. Die Weserstädter zogen anschließend davon. Dank fünf Treffer in Serie führte die SG komfortabel mit 27:19 (45.). Da halfen auch zwei Auszeiten der Gäste nicht.

Die Schacht-Sieben, die den ersten Vergleich in dieser Saison mit 30:26 gewann, erwischte einen guten Beginn. Kevin Podien traf in der sechsten Minute zweimal und stellte auf 5:2. Winter und Müller-Dormann sahen sich dazu gezwungen, bereits zu diesem Zeitpunkt die erste Auszeit zu nehmen. Doch so richtig wollte es bei den „Vampires“ nicht laufen. Die Deckung der Gastgeber stand gut. Und wenn mal ein Ball durchkam, war SG-Torhüter Sebastian Bohling zur Stelle. Zweimal hatten die Oytener kurz vor Ende der ersten Halbzeit die Chance, auf drei Treffer heranzukommen. Einmal landete der Ball über dem Tor, beim zweiten Versuch führte ein Fehlpass zum 16. Gegentreffer.

Im zweiten Durchgang legten die „Vampires“ zunächst eine kleine Aufholjagd hin. Doch nach den fünf SG-Treffern in Serie war die Partie praktisch entschieden. Für lautstarken Jubel sorgte der Treffer von Tobias Freese zum 28:21, den der Rückraumspieler auf Vorlage von Kevin Podien per Kempa-Trick erzielte (47.). In der 52. Minute markierte Lars Auth das 30. Tor für die SG Achim/Baden. Die Gastgeber spielten die Partie anschließend souverän herunter.

Als die Begegnung entschieden war, wechselte Schacht munter durch. Im Tor durfte sich Fabian Klaus noch mit der einen oder anderen Parade auszeichnen. „Man hat schon gemerkt, dass wir die breitere Bank haben. Wir konnten gut durchwechseln, das hat uns zum Ende Körner verschafft“, stellte Florian Schacht zufrieden fest. Marc Winter richtete bereits den Blick nach vorne. „Da lernen wir draus. Wir halten jetzt die Klasse und freuen uns dann auf Derby Nummer drei und vier in der nächsten Saison“, sagte der Oytener Coach.

Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt für die „Vampires“ nach wie vor fünf Punkte. Die SG Achim/Baden hat dagegen den sechsten Sieg in Folge eingefahren und den vierten Platz in der Tabelle untermauert. Für die Schacht-Sieben steht als nächstes das Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten HSV Hamburg an. Am 11. Februar wird die Stimmung in der Achimer Gymnasiumhalle sicherlich ähnlich gut sein wie beim Derby.

Quelle: Achimer Kurier  –  Autor: Maurice Reding

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