Die „Vampires“ sind Meister

22. Mai 2023 | 1. Damen

Handballerinnen des TV Oyten machen durch Heimsieg gegen Tostedt den Titel perfekt

Sabine Peek brachte es auf den Punkt. „3. Liga, wir sind wieder da“, rief die Kreisläuferin des TV Oyten nach dem Heimspiel gegen den MTV Tostedt ins Mikrofon. Zuvor hatten die Oberliga-Handballerinnen des TVO einige Spielerinnen verabschiedet, die in der neuen Saison nicht mehr für das Team auflaufen. Doch viel wichtiger: Die „Vampires“ gewannen am Sonntag gegen den MTV Tostedt mit 27:16 (11:9). Durch diesen Sieg haben die Oytenerinnen den ersten Platz verteidigt und kehren ein Jahr nach dem Abstieg als Meister der Oberliga Nordsee in die 3. Liga zurück. „Sehr gut.“ Mit diesen zwei Worten beantwortete Carolin Sunder die Frage, wie es sich denn nun anfühle, die Meisterschaft am letzten Spieltag eingetütet zu haben.

Der Sieg gegen Tostedt war auch vonnöten, um den Erfolg feiern zu dürfen. Denn die beiden Titelkonkurrenten des TVO – die SG Friedrichsfehn/Petersfehn und HSG Hunte-Aue Löwen – hatten vorgelegt und ihre finalen Saisonspiele gewonnen. Da dies nun auch der Sunder-Sieben gelungen ist, steht das Trio mit jeweils 40:12 Punkten auf den drei ersten Tabellenplätzen. Der TV Oyten hat sich indes Rang eins geschnappt, da er sich im direkten Vergleich gegen beide Teams durchgesetzt hat.

Der Gegner wehrt sich lange Zeit

Das Resultat gegen Tostedt fiel am Ende zwar deutlich aus, doch einen Spaziergang zum Titel legte der TV Oyten keineswegs zurück. Die Gäste präsentierten sich lange Zeit als unangenehmer Gegner, der sich einfach nicht abschütteln lassen wollte. Dass der Abstand zur Halbzeit zwischen den beiden Teams nur zwei Tore betrug, war aber auch der schwachen Chancenverwertung der Gastgeberinnen geschuldet. „Im Angriff hat man doch bei allen die Nervosität gesehen“, hatte Carolin Sunder beobachtet, die auch bei sich eine gewisse Aufregung gespürt hat. „Das ist aber ja auch vollkommen normal.“

Lena Janssens erzielte in ihrem letzten Spiel für das erste Frauenteam des TV Oyten einen Treffer (Foto: Michael Galian)

Rund zehn Minuten nach dem Seitenwechsel hing der MTV Tostedt dem TV Oyten noch immer im Nacken. Doch in den folgenden Minuten entschieden die „Vampires“ das Spiel. Hinten wurde stark gedeckt und vorne nutzten die Spielerinnen von Sunder ihre Chancen konsequent. Die Folge: In Spielminute 50 führte Oyten mit 23:15. Die Meisterschaft war zu diesem Zeitpunkt eingetütet. In den letzten Sekunden des Spiels zeigte sich das auch auf der Einsatzbank. Die Auswechselspielerinnen hüpften auf dieser und stürmten nach dem Schlusspfiff auf das Feld. Ausgiebig genossen die Oytenerinnen die ersten Augenblicke als neuer Oberliga-Meister und Drittliga-Rückkehrer.

Dass das letzte Saisonspiel lange Zeit eine zähe Angelegenheit war, verwunderte Carolin Sunder keineswegs. „Ich habe schon erwartet, dass es schwierig wird und Tostedt nicht zu uns kommt und uns den Titel schenkt.“ Schlussendlich habe die Deckung aber erneut überzeugt, sagte Sunder. „Wir haben die beste Abwehr der Liga. Das macht mich unheimlich stolz.“

Hinter der Abwehr, die Sunder so stolz machte, stand auch gegen Tostedt Bryana Newbern im Tor. Sie wird in der neuen Saison nicht mehr zum Team gehören. Verabschiedet wurden ebenso Lena Janssens, Kathleen Hertes und Pia Franke. Mit Letzterer geht die Haupttorschützin. Franke zieht es beruflich nach Hamburg. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte sie. Besonders glücklich ist sie darüber, dass sie die „Vampires“ mit solch einem Erfolg verlässt: „Wir haben unser großes Ziel erreicht, das wir uns vor der Saison gesteckt haben. Es sah zwar lange nicht danach aus, dass wir Meister werden. Aber wir haben noch rechtzeitig die Kurve bekommen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die Konkurrenz hat glücklicherweise auch noch Punkte liegen gelassen.“

Quelle: Achimer Kurier – Autor: Florian Cordes

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