1. Damen absolviert ein Trainingslager in Rostock

19. August 2025 | 1. Damen

Die Regionalliga-Handballerinnen des TV Oyten absolvieren ein erfolgreiches Trainingslager in Rostock.

Es muss nicht immer die eigene Halle sein, in der trainiert wird. Diesen Gedanken hatte Thomas Cordes. Daher hat sich der Coach mit den Regionalliga-Handballerinnen des TV Oyten nun auf den Weg nach Rostock gemacht. Dort absolvierte er mit den „Vampires“ ein mehrtägiges Trainingslager. Allerdings sollte währenddessen nicht nur der sportliche Bereich verbessert werden.

Warum Rostock das Ziel war: Im Grunde sind die Oytenerinnen aus alter Verbundenheit nach Mecklenburg-Vorpommern gefahren. Denn der Rostocker HC – auch Dolphins genannt – war vor einiger Zeit für ein Trainingslager in Oyten zu Gast. „Der Kontakt zum Rostocker Trainer Dominic Buttig bestand seitdem. Der Besuch der Dolphins ist daher nicht in Vergessenheit geraten. Nun haben wir von den Rostockern die nötige Infrastruktur für ein Trainingslager erhalten. Wir mussten uns daher um nicht mehr allzu viel kümmern“, erklärt Cordes das Zustandekommen der Reise gen Ostsee. Ein guter Kontakt zu Buttig besteht zu Oytens Trainer auch deshalb, weil der Dolphins-Coach einst beim SV Werder Bremen tätig war.

So sah das Trainingspensum aus: Wenn die Regionalliga-Saison Mitte September beginnt, soll das Cordes-Team auf den Punkt fit sein. Und die Tage in Rostock sollen dabei helfen, damit dies auch gelingt. Der Übungsleiter der „Vampires“ hat seine Spielerinnen, die sich seit nunmehr eineinhalb Wochen wieder im Hallentraining mit dem Ball befinden, zu vier Einheiten gebeten. „Zuletzt haben die Mädels sehr viel im athletischen Bereich gearbeitet. Nun rückt das Handballerische wieder in den Vordergrund“, sagt Cordes.

Es wurde in Rostock aber nicht nur trainiert. Ein Testspiel bildete ebenso einen Programmpunkt. In dieser Partie trafen die Oytenerinnen nicht auf die Rostock Dolphins. Gegner war der SV Warnemünde. Das Team ist Teil der Regionalliga Ostsee-Spree. „Rostock ist ein Zweitligist. Da wir noch nicht so lange wieder im Hallentraining sind, wollten wir nicht gleich im ersten Test auf einen Zweitligisten treffen“, schildert Cordes.

Die Begegnung mit Warnemünde sei über drei Drittel gelaufen. Beim Schlusspfiff stand es 27:32 aus Oytener Sicht. Mit dem Auftritt seiner Sieben war Cordes trotz der Fünf-Tore-Niederlage einverstanden. „Wir haben im letzten Drittel sehr viel rotiert. Wir wollten aufpassen, dass es zu keiner Überbelastung kommt“, sagt der Trainer. Durch die vielen Wechsel ging der Spielfluss ein wenig verloren. Zudem haben dem TVO bei dem Testspiel einige wichtige Spielerinnen gefehlt: Maja Hidde, Marie Majewski und Lisa Gerling waren ebenso nicht im Kader wie Lisa Rajes.

Oytens Königstransfer – Rajes kehrte vom Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe zu den „Vampires“ zurück – musste aufgrund eines Infekts passen. „Lisa war zu Beginn der Vorbereitung voll dabei. Sie hat sich vor zwei Wochen aber diesen Infekt eingefangen“, sagt Cordes. Der Trainer erwartet aber noch in dieser Woche, dass die Linkshänderin ins Training zurückkehrt.

Worauf ebenfalls der Fokus lag: Die sportliche Entwicklung war ein Aspekt, auf dem in Rostock der Fokus lag. Es gab aber auch noch einen anderen. „Die Grundidee war, dass die Mädels über mehrere Tage als Team zusammen sind. Wir haben uns ja schon verjüngt und ein wenig verändert. Die Mädels sollten daher mehr zueinanderfinden und sich besser kennenlernen“, nennt Cordes den weiteren Gedanken, der hinter der Reise nach Rostock steckte.

Dass das Team in Rostock unter sich gewesen sei, habe den erhofften Effekt hervorgebracht. Die Mannschaft sei enger zusammengerückt. „In Sachen Teambuilding haben uns die Tage auf jeden Fall weitergebracht“, sagt Thomas Cordes. Dazu beigetragen habe auch Sarah Seidel. Die Rückraumspielerin hatte sich in der vergangenen Saison eine schwere Knieverletzung zugezogen. Ob sie ein Comeback geben wird, ist weiterhin offen. „Wir haben die Abmachung, dass sie erst einmal fit werden und Vertrauen zurückgewinnen soll. Aber auch so ist sie zurzeit für das Team sehr wertvoll.“ Der Mannschaftsgeist soll am kommenden Wochenende weiter gestärkt werden. „Dann fährt das Team zum Beachhandball nach Cuxhaven.“

Wie es nun weitergeht: Während die Tage in Cuxhaven der Kategorie „Spaß haben“ zugerechnet werden dürfen, wird es bei den weiteren Terminen in den kommenden Wochen ernster zugehen. Neben den Trainingseinheiten werden die „Vampires“ mehrmals ihre Form überprüfen. Bereits an diesem Donnerstag steht die Cordes-Crew der HSG Heidmark gegenüber. Zudem trift der TVO auf ein Team aus Altona.

Im Rahmen eines „Vampires-Tags“ am 17. August treffen die Handballerinen aus Oyten auf den TSV Hahlen. Am 30. August nehmen Cordes und Co. dann noch an einem Vorbereitungsturnier in Neerstedt teil. „Das wird für uns ein guter Abschluss der Vorbereitung“, schaut der Trainer voraus. In die Saison starten die Oytenerinnen am 14. September mit dem Auswärtsspiel gegen den TV Jahn Hollenstedt. Ursprünglich sollte die Saison mit einem Heimspiel gegen den TuS Komet Arsten beginnen. Auf Wunsch der Bremerinnen wurde das Derby aber in den Oktober verlegt.

Quelle: Achimer Kurier, Autor: Florian Cordes

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