Handball-Oberliga: TV Oyten setzt auf einen eingespielten Kader und peilt mindestens Platz sechs an

10. September 2025 | 1. Herren

Oyten – Mit drei Abgängen und drei Neuzugängen verlief die Transferperiode beim TVO ungewöhnlich ruhig. „Unser Kader ist gut aufgestellt. Daher bin ich überzeugt davon, dass wir eine ähnliche Rolle wie in der vergangenen Saison spielen können“, erklärte Müller-Dormann, der insbesondere die verletzungsfreie Vorbereitung hervorhob. Anders als in den Vorjahren blieb das Team von größeren Ausfällen verschont, was dem Coach ein positives Fazit ermöglichte: „Natürlich hat immer mal wieder der eine oder andere gefehlt. Aber das ist in der heutigen Zeit nicht zu ändern und den jungen Leuten auch schwer zu vermitteln. Dennoch konnten wir immer vernünftig trainieren, sodass ich dem Auftakt positiv entgegenblicke.“

Zum Saisonstart wartet mit dem Auswärtsspiel bei Titelaspirant HSG Hunte-Aue Löwen eine anspruchsvolle Aufgabe auf die Oytener. Das erste Heimspiel bestreiten die „Vampires“ gegen die Drittliga-Reserve des VfL Fredenbeck. Müller-Dormann sieht darin eine Herausforderung: „Als gestandener Oberligist sollten wir unser Heimspiel gegen einen Aufsteiger schon gewinnen. Aber es ist ja nie so ganz klar, wer da am Ende auch noch aus der ersten Mannschaft mit aufläuft.“

„Unser Kader ist gut aufgestellt. Daher bin ich überzeugt davon, dass wir eine ähnliche Rolle wie in der vergangenen Saison spielen können.“

Oytens Trainer Lars Müller-Dormann

In Sachen Spielphilosophie setzt der TVO wieder einmal auf Tempo und Variabilität. „Wir werden auch weiterhin einen schönen und schnellen Ball spielen. Das ist natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass wir mit Ausnahme von Robin Hencken im Rückraum über keinen echten Shooter verfügen. Das setzt natürlich voraus, dass wir eine gute Deckung stellen“, so Müller-Dormann. Nach dem Abgang von Jakob Naumann zur HSG Nienburg musste der Trainer in der Vorbereitung verstärkt an einer offensiveren Abwehrvariante arbeiten. „Das hat auch schon sehr gut funktioniert, sodass wir je nach Gegner variieren können.“

Stenogramm

Neuzugänge: Bjarne Langner (SG Achim-Baden), Mika Eilers (HSG Verden-Aller), Timon Meyer (Doppelspielrecht A-Jugend TSV Daverden)

Weggänge: Jonas Lüdersen, Jakob Naumann (HSG Nienburg), Roberto Cagliani (Verletzungsbedingt aufgehört)

Restkader: Julius Timm, Niklas van den Berg, Henning Grobler; Robin Hencken, Timo Blau, Marc Lange, Dominik Gang, Malte Emigholz, Ole Lübbers, Timo Precht, Jarnis König, Michel Schack, Maximilian Sell, Mattis Brüns

Trainer: Lars Müller-Dormann (wie bisher)

Torwart-Trainer: Bastian Bormann

Fitness-Trainer: Pascal Maluvius

Physiotherapeut: Eckart Reincke

Saisonziel: Platz fünf

Favoriten: TV Neerstedt, HSG Hunte-Aue Löwen, TV Schiffdorf

Im Tor sieht Müller-Dormann sein Team trotz des Wechsels von Jonas Lüdersen nach Nienburg gut aufgestellt. Neben Julius Timm hat sich Niklas van den Berg nach Verletzungspause zurückgemeldet, und Youngster Henning Grobler steht als dritter Keeper bereit, soll aber vor allem in der Reserve Spielpraxis sammeln. „Er muss spielen. Dennoch gehe ich davon aus, dass er immer mal wieder bei uns aushelfen muss, da die beiden Polizisten aus dienstlichen Gründen sicherlich nicht immer zur Verfügung stehen werden“, so der Coach.

HSG Hunte-Aue Löwen – TV Oyten (Fr., 20 Uhr)

Gleich zum Saisonauftakt gilt es für die Oytener ein ziemlich dickes Brett zu bohren. Denn die Löwen zählt Lars Müller-Dormann mit zu den Titelaspiranten. „Ich erwarte hoch motivierte Gastgeber, die unseren deutlichen Sieg aus der vergangenen Saison sicher nicht vergessen haben. Da müssen wir schon alles abrufen, wenn wir etwas Zählbares mitnehmen wollen“, ist der TVO-Trainer überzeugt. Dass die Löwen über jede Menge Qualität verfügen, ist laut Müller-Dormann unbestritten. Nicht von ungefähr durften sie vergangene Saison bis zur Weihnachtspause als Tabellenzweiter noch auf den Aufstieg in die Regionalliga hoffen. Doch in der Rückrunde lief bei der HSG nicht mehr viel zusammen. Müller-Dormann: „Das wird dieses Mal sicher nicht passieren. Denn mit Heiner Thiemann ist das HSG-Urgestein auf die Trainerbank zurückgekehrt.“ Verzichten müssen die Oytener zum Auftakt neben Maximilian Sell auch auf Kapitän und Abwehrchef Timo Blau.

Zu den Neuzugängen zählen Bjarne Langner (SG Achim/Baden), der als Linkshänder die rechte Außenbahn verstärkt, Mika Eilers (HSG Verden-Aller), der im Rückraum eingesetzt werden soll, sowie Timon Meyer (TSV Daverden), der als Perspektivspieler gilt. „Mika ist sehr talentiert, hat sich bereits super entwickelt und macht richtig Spaß“, lobt Müller-Dormann den Youngster. Für Meyer, Jahrgang 2007, sieht der Trainer vor allem langfristiges Potenzial.

Angesichts des kleinen Kaders ist Müller-Dormann dank der guten Arbeit von Fitness-Trainer Pascal Maluvius besonders froh über die Fortschritte im athletischen Bereich: „Die Jungs sind alle deutlich athletischer geworden. Aber das ist auch wichtig für unser kräftezehrendes Spiel. Bleiben wir von größeren Verletzungen unserer Schlüsselspieler verschont, sollten wir unsere Ziele in jedem Fall erreichen können. Aber das sehen wir dann. Jetzt sind wir erst einmal froh, dass es losgeht!“

Quelle: Kreiszeitung, Autor: Kai Caspers

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