
TV Oyten: Ein Platz unter den ersten Fünf soll herausspringen
10. September 2025 | 1. Herren
Viele Wege führen bekanntlich zum Ziel. Mal ist der Weg einfacher, mal etwas steiniger. Letzteres erfuhren die Handballer des TV Oyten in der vergangenen Oberliga-Saison am eigenen Leib. Eine völlig verkorkste Vorbereitung mit zahlreichen Verletzungen ließ nichts Gutes erahnen. Die Spielzeit nahm mit dem sechsten Platz in der Nord-Staffel aber dann doch noch ein versöhnliches Ende. In der Saison 2025/2026 wollen sich die „Vampires“ nochmals steigern. Ein Platz unter den ersten Fünf ist das erklärte Ziel.
Trainer Lars Müller-Dormann setzt dabei auf eine eingespielte Mannschaft. Leistungsträger wie Timo Blau, Robin Hencken oder Marc Lange tragen schon seit etlichen Jahren das „Vampires“-Trikot und haben die Aufstiege von der Landesliga bis in die Oberliga miterlebt. Lediglich drei Spieler haben den TV Oyten verlassen. Die Abgänge von Rückraumspieler Jakob Naumann und Torhüter Jonas Lüdersen, die es beide in die Regionalliga zur HSG Nienburg zog, wiegen allerdings schwer. Lüdersen war ein echter Rückhalt zwischen den Pfosten und Naumann war eine Soforthilfe, als er kurz nach Beginn der vergangenen Serie von der SG Achim/Baden verpflichtet wurde. Zudem hat Roberto Cagliani den TVO verlassen.
Den drei Abgängen stehen drei Zugänge gegenüber. Von der SG Achim/Baden ist Rechtsaußen Bjarne Langner nach Oyten gewechselt. Mit Bjarne Langner und Malte Emigholz sei man auf dieser Position gut aufgestellt, sagt Lars Müller-Dormann. Zudem sind Mika Eilers und Timon Meyer neu dabei. Beide sind noch sehr junge Spieler. Während Eilers von der HSG Verden-Aller kam, läuft Meyer normalerweise noch für die A-Jugend des TSV Daverden auf. Ein Doppelspielrecht macht es möglich, dass er auch für den TV Oyten im Herrenbereich Spiele bestreiten kann. Von Timon Meyer und Mika Eilers ist Lars Müller-Dormann angetan. „Timon ist spielintelligent und schnell“, sagt der TVO-Coach, der den Linkshänder eventuell im Rückraum spielen lassen will. „Und Mika entwickelt sich sensationell. Er ist Rückraumspieler, kann aber auch auf Linksaußen spielen“, erklärt Müller-Dormann.
Für den Trainer wird es die erste Saison beim TV Oyten sein, in der er die erste Herren nicht gemeinsam mit Marc Winter coacht. Jahrelang bildeten die beiden Übungsleiter ein unzertrennbares Duo. Doch im Januar gab der TVO bekannt, dass die Zusammenarbeit mit Winter zum Ende der Saison 2024/2025 endet. Müller-Dormann verlängerte hingegen seinen Vertrag. Kurz vor Ende der vergangenen Serie verkündeten der TVO und Winter das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit. „Am Anfang war es ungewohnt“, sagt Lars Müller-Dormann mit Blick auf das alleinige Coachen ohne Marc Winter. „Aber ich hatte ja zwei Spiele zum Eingewöhnen.“
Durchwachsene Testspielergebnisse
In der Vorbereitung haben sich die „Vampires“ den Feinschliff für die neue Saison geholt. Unter anderem testete der TVO gegen den ASC 09 Dortmund, der ebenfalls in der Oberliga spielt. 34:34 trennten sich beide Teams. Außerdem nahm die Mannschaft von Müller-Dormann am Erima-Cup in Neerstedt teil. Gegen den Regionalligisten TV Cloppenburg verloren die Oytener über zweimal 20 Minuten mit 21:24. Auch gegen den künftigen Klassenkonkurrenten SG Bremen-Ost setzte es eine Niederlage, die mit 21:23 knapp ausfiel. Zudem gab es ein 22:22-Unentschieden im Spiel gegen den Gastgeber TV Neerstedt. „Ich habe alle Spiele genutzt, um Sachen auszuprobieren, und wenig auf das Ergebnis gesetzt“, macht Müller-Dormann deutlich, dass für ihn die Ergebnisse nur zweitrangig gewesen sind. Aus jedem Spiel habe der Coach etwas mitnehmen können.
Quelle: Weser Kurier, Autor: Maurice Reding
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