
Regionalliga: Fehlerhafte TV Oyten Vampires kassieren 35:41 gegen Hannoverschen SC
21. September 2025 | 1. Damen
Schon frühzeitig (9.) sah sich Thomas Cordes zu einer Auszeit genötigt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchte es der Trainer des Handball-Regionalligisten TV Oyten Vampires mit einigen personellen Wechseln, um für neue Impulse zu sorgen. Die verfehlten jedoch ihre Wirkung. Nach einer enttäuschenden Leistung setzte es dann letztlich auch eine verdiente 35:41 (13:17)-Niederlage gegen den keinesfalls überzeugenden Hannoverschen SC.
Auch wenn Thomas Cordes nicht zu hart mit seinem jungen Team ins Gericht gehen wollte, fand er nach einem für ihn wilden Spiel im Anschluss dennoch einige deutliche Worte. „Irgendwie waren wir von Beginn an nicht richtig auf dem Parkett. Das war mir alles zu fahrig und viel zu fehlerbehaftet. Daher sind wir von Beginn an der Musik hinterhergelaufen. Und das ist dann gegen so eine Truppe nicht aufzuholen“, konstatierte der TVO-Coach. Dabei hatte es zunächst den Anschein, als sollte seine Mannschaft nach der frühen Auszeit endlich ihren Rhythmus finden. Nach dem 5:8 (12.) glich die neunfache Torschützin Jasmin Johannesmann mit einem Dreierpack zum 8:8 (14.) aus. Und es wäre sogar noch mehr drin gewesen, da die favorisierten Gäste alles andere als zu überzeugen wussten. „Aber in den Phasen, in denen wir sogar in Führung hätten gehen können, leisten wir uns einfach zu viele unnötige Fehler. Auch in der Deckung waren wir immer wieder einen Schritt zu langsam“, spielte Cordes unter anderem auf die starken Außenspielerinnen der Gäste an. Das wusste in erster Linie Carina Neumann, mit 15 Treffern beste Torschützin, zu nutzen. Zwar war beim 12:13 (27.) noch alles im Lot, doch überhastete Abschlüsse sowie technische Fehler führten zum 13:17-Rückstand zur Pause.
„Irgendwie waren wir von Beginn an nicht richtig auf dem Parkett. Das war mir alles zu fahrig und viel zu fehlerbehaftet.“
Nach dem Wechsel sahen sich die Vampires schnell einem 15:22 (36.) gegenüber, ehe sie durch Jana Lüdersen, Lena Prütt und Sarah Kennerth auf 18:22 verkürzten. Den Lauf der Gastgeberinnen stoppte der HSC-Coach mit einer Auszeit und ließ fortan im eigenen Angriff mit einer siebten Feldspielerin agieren. Dabei kamen immer wieder die Außenspielerinnen zu freien Würfen und wussten die TVO-Torhüterinnen Shiva Esser und Hanna Hinrichs, die beide keinen guten Tag erwischt hatten, in schöner Regelmäßigkeit zu bezwingen. Spätestens mit dem 33:27 (52.) hatten die Gäste dann auch für die Vorentscheidung gesorgt. Zumal die Vampires gegen einen keinesfalls übermächtigen Gegner weiterhin zu fehlerhaft agierten. Cordes: „Hannover war letztlich konsequenter. Wir hingegen waren einfach nicht handlungsschnell genug. Das muss besser werden.“ Dennoch gab es einen kleinen Lichtblick zum Abschluss. Obwohl die Partie schon verloren war, wollte Jasmin Johannesmann den Ball nach dem Abpfiff einfach dem Schiedsrichter geben. Nein, Oytens Kreisläuferin fasste sich ein Herz und traf tatsächlich mit einem abgefälschten Neunmeter noch zum Endstand. Auch wenn das nichts mehr änderte.
Quelle: Kreiszeitung, Autor: Kai Caspers
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