TV Oyten gewinnt, doch die Einstellung stimmt lange Zeit nicht

9. November 2025 | 1. Herren

Hinsichtlich der Deckungsarbeit haben die Oberliga-Handballer des TV Oyten am Sonntagnachmittag in ihrem Heimspiel gegen den OHV Aurich II 40 Minuten lang eine ziemlich schwache Leistung präsentiert. Erst mit Beginn des letzten Drittels der 60-minütigen Spielzeit steigerte sich der TVO in der Abwehr entscheidend. Und so drehte Oyten die Begegnung noch. Die Sieben von Trainer Lars Müller-Dormann gewann mit 37:34 (18:22).

Durch den Erfolg hat der TV Oyten, der aktuell auf Rang drei steht, die Ausrutscher der direkten Konkurrenten an der Tabellenspitze genutzt. Denn Spitzenreiter SG Bremen-Ost verlor bereits am Sonnabend beim TV Schiffdorf, der VfL Horneburg – momentaner Zweiter – unterlag am Sonntag auswärts dem Wilhelmshavener HV II. Müller-Dormann hatte somit mehrere Gründe, einmal kräftig durchzuatmen. Die Konkurrenten patzten, seine eigene Sieben zog den Kopf noch aus der Schlinge. Vor allem mit Blick auf die ersten 30 Minuten kam Oytens Trainer zu einem klaren Urteil: „Die erste Halbzeit ist derzeit nicht unsere.“ Damit spielte Müller-Dormann auch auf die Partien gegen den TuS Haren und die TSG Hatten-Sandkrug an, in denen die „Vampires“ im jeweiligen ersten Durchgang ebenfalls nicht überzeugten. Wobei die Angriffsleistung – wenngleich der TVO einige gute Chancen ungenutzt ließ – den Coach zufrieden stimmte.

Coach appelliert an die Einstellung

Die 22 Gegentore in Halbzeit eins störten Müller-Dormann aber massiv. Dementsprechend laut soll es während der Pausenbesprechung in der Kabine geworden sein. „Ob es in der Halbzeit jedes Mal so eine Rappelei geben muss, weiß ich nun wirklich nicht“, sagte Müller-Dormann, der seine Sieben bereits vor dem Spiel darauf eingeschworen hat, dass vor allem die Einstellung entscheidend sei. „Aber da redet man sich den Mund manchmal auch fusselig, dass es dieses Mal nicht auf die Taktik ankommt.“

Die Einstellung sei auch deshalb so wichtig gewesen, weil die Auricher nur mit einem ganz kleinen Aufgebot in der Pestalozzihalle angekommen sind. Neben Trainer Sören Rossow hatten nur ein zweiter Torhüter sowie ein Wechselspieler für das Feld Platz auf der Bank der Gäste genommen.

Dieser dünn besetzte Kader machte seine Sache jedoch sehr gut. Die Auricher Drittliga-Reserve nutzte die großen Lücken, die in der Abwehr des TV Oyten immer wieder auftauchten, konsequent aus. Dank einer großen Effizienz im Angriff führten die Ostfriesen beim Seitenwechsel verdient mit 22:18. Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff lagen die Hausherren sogar mit fünf Toren zurück – 21:26. Langsam brach nun aber auch die Zeit an, in der die Oytener die richtige Einstellung fanden und in der Abwehr aggressiver zu Werke gingen.

Die Steigerung spiegelte sich dann auch in den Spielständen wider. Oyten ließ den Rückstand zusammenschmelzen und kam in der 43. Spielminute durch den 13-fachen Torschützen Robin Hencken zum Ausgleich – 28:28. Ole Lübbers traf kurz darauf zum 29:28 für die Blau-Roten. Fünf Minuten vor Spielende führte Oyten weiterhin mit einem Tor (33:32). In dieser Phase hätten die Gastgeber die Partie längst entschieden haben können. „Wir können davor eigentlich wegziehen, machen dann aber vorne unsere Fehler“, sagte Müller-Dormann.

Schlussendlich ging es für den TVO aber gut aus. Der junge Mika Eilers machte den Sieg mit dem Treffer zum 36:34 (59.) endgültig perfekt. Oytens Trainer ließ nach Spielende jedoch nicht unerwähnt, dass der kleine Kader der Gäste eine Rolle gespielt habe. „In der zweiten Halbzeit stehen wir in der Abwehr zwar besser. Aber Aurich baut natürlich auch ab. Mit nur sieben Feldspielern bist du irgendwann durch. Wir hatten mehr Kräfte.“

Quelle: Weser Kurier, Autor: Florian Cordes

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