
TV Oyten: Robin Hencken über den starken Start und seine Torausbeute
13. November 2025 | 1. Herren
Robin Hencken klingt ziemlich entspannt. Wenn der Handballer über die bisherige Saison des TV Oyten in der Oberliga Nord spricht, tut er das mit einer regelrechten Gelassenheit. Und das aus gutem Grund. Die aktuelle Spielzeit läuft für Hencken und seine Mitspieler bestens. Von sieben Spielen haben die „Vampires“ fünf gewonnen. Vom VfL Horneburg trennte sich der TVO in einem wahren Thriller remis, im Auswärtsspiel gegen den TuS Haren setzte es die bisher einzige Saisonniederlage. Mit einer Bilanz von 11:3 Punkten stehen die Oytener auf einem starken dritten Tabellenplatz. Es läuft bei der Mannschaft von Trainer Lars Müller-Dormann – und daran hat Robin Hencken einen großen Anteil.
Der Rückraumspieler kommt in seinen sechs Einsätzen auf 65 Tore. Das macht im Schnitt 10,83 Treffer pro Partie. Kein Spieler der Oberliga Nord hat eine bessere Trefferquote. Dass Hencken die Torschützenliste anführt, ist vor allem seinen Mitspielern nicht entgangen. „Das stecken mir die Jungs öfters mal“, sagt der Handballer im Gespräch mit unserer Zeitung schmunzelnd. Den Fokus nur auf sich zu legen, ist aber nicht das Ding von Hencken. Natürlich mache es ihm Spaß, viele Aktionen zu bekommen, sagt er. „Aber es ist auch dem schmalen Kader geschuldet und dass ich viel Spielzeit bekomme.“ Außerdem seien einige Siebenmeter-Tore dabei gewesen.
13 Tore im vergangenen Heimspiel
Am vergangenen Wochenende stellte Robin Hencken ein weiteres Mal unter Beweis, wie wichtig er für das Team ist. 13 Treffer erzielte der Rückraumspieler, zwei davon per Siebenmeter. Hencken trug damit maßgeblich dazu bei, dass der TV Oyten sein Heimspiel gegen den OHV Aurich II noch gewann. Lange Zeit sah es nicht danach aus, denn die Oytener lieferten erst im Schlussdrittel ab und drehten das Spiel zu ihren Gunsten. Es war nicht das erste Mal, dass der TVO in dieser Saison Anlaufzeit benötigte. In Haren spielte das Team eine schlechte erste Halbzeit und verlor am Ende. Im Heimspiel gegen die TSG Hatten-Sandkrug machten die „Vampires“ den Sieg dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit perfekt.
Warum sich die Mannschaft gerade zu Beginn einer Partie schwertut, ist auch Robin Hencken ein Rätsel. „Das ist eine gute Frage. Letztes Spiel waren es die Einstellung und die Spannung“, versucht der Handballer eine Erklärung zu finden. Die Ausfälle von Timo Blau und Michel Schack müssten ebenfalls berücksichtigt werden. „Gerade Timo als Kapitän, der die Mannschaft mitzieht“, verdeutlicht Hencken, wie wichtig der Kreisläufer für das Team ist. Der Rückraumspieler erhofft sich in den kommenden Wochen eine Besserung. „Wir müssen das besser hinbekommen, und zwar ab der ersten Sekunde. Ich sehe uns als starke Oberliga-Mannschaft. Es wäre schön, wenn man Spiele auch mal deutlich für sich entscheidet. Das wäre der nächste Schritt“, sagt Hencken.
Den richtigen Weg haben die Oytener mit ihrem starken Saisonstart bereits eingeschlagen. In der vergangenen Serie verlief der Auftakt gänzlich anders. Nach vier Spieltagen stand der TVO mit 1:7 Punkten da, erst im fünften Anlauf gelang der erste Sieg. „Letztes Jahr hatten wir viele Verletzte“, erinnert sich Hencken, der selbst auf der langen Verletztenliste gestanden hat. Im Rückraum klaffte aufgrund der Ausfälle sowie der Abgänge von Noah Dreyer und Leonard Fischer eine große Lücke. Das Zusammenspiel mit Last-Minute-Neuzugang Jakob Naumann musste sich erst finden. Die Saison verlief mit Platz sechs aber noch zufriedenstellend. „Dieses Jahr sind wir als eingespielte Mannschaft an den Start gegangen. Wir kennen die Liga ganz gut“, erklärt Hencken den überzeugenden Saisonstart.
Spitzenspiel gegen Bremen-Ost
Mit ihrer Ausbeute von 11:3 Zählern sind die „Vampires“ punktgleich mit dem zweitplatzierten VfL Horneburg. Tabellenführer SG Bremen-Ost ist mit 12:2 Punkten ebenfalls in Reichweite. Die Oytener profitierten am vergangenen Wochenende davon, dass sie selbst ihr Spiel gewannen und Horneburg und Bremen-Ost patzten. An diesem Wochenende genießen Hencken und Co. ein spielfreies Wochenende. Erst am 23. November geht es mit einem Heimspiel gegen den TSV Bremervörde weiter. Am 29. November folgt das Spitzenspiel bei der SG Bremen-Ost.
An der bisherigen Zielsetzung – ein Platz unter den ersten Fünf – halten die Oytener trotz der bisher so gut laufenden Spielzeit fest. „Wir wollen schon besser als letztes Jahr abschneiden. Da sind wir auf einem guten Weg“, findet Hencken. Wohin die Reise für den TV Oyten geht, könne man Richtung Ende des Jahres sehen, sagt Hencken. „Bremen-Ost wird ein Gradmesser. Die kennen wir noch aus der Vorbereitung. Wir haben Bock darauf.“ Wenn es nach dem Handballer geht, kann es so erfolgreich weitergehen wie bisher.
Quelle: Weser Kurier, Autor: Maurice Reding
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