
TV Oyten feiert gegen Rosdorf einen Arbeitssieg
16. November 2025 | 1. Damen
Wer auf einen handballerischen Leckerbissen gehofft hatte, der war am Sonnabend in der Pestalozzihalle falsch aufgehoben. Dort empfingen die Regionalliga-Frauen des TV Oyten den MTV Rosdorf. Nach zwei Niederlagen in Serie, bei denen die TVO-Handballerinnen in der Offensive überhaupt nicht zu überzeugen wussten, ging es gegen den Aufsteiger einzig und allein darum, die Partie zu gewinnen. Dieses Vorhaben sollte gelingen: Die „Vampires“ gewannen das Duell mit 30:28 (17:16). Glanzpunkte setzte die erfolgreiche Mannschaft von Trainer Thomas Cordes während der 60 Minuten kaum.
Coach Cordes wusste nach dem Schlusspfiff nur zu genau, in welche Kategorie der Erfolg seines Teams einsortiert werden muss. Der Übungsleiter bezeichnete das gewonnene Spiel als einen klassischen Arbeitssieg. Genau das sei nach den zuletzt zwei schlechten Auftritten aber auch zu erwarten gewesen, unterstrich Cordes. Eine gewisse Verunsicherung sei nach den Niederlagen gegen den Wilhelmshavener HV (22:27) und die SG Friedrichsfehn/Petersfehn (20:23) nun einmal vorhanden gewesen. „Qualitativ war das Spiel sicher nicht hochklassig. Aber das war heute auch nur zweitrangig“, stellte Cordes in den Vordergrund, dass ihm die zwei Punkte wesentlich wichtiger waren. „Zudem war klar, dass wir gegen Rosdorf nicht so durchrauschen. Das ist ein Gegner, der auch etwas kann.“
Frühzeitige Entscheidung verpasst
Allerdings waren die Oytenerinnen selbst dafür verantwortlich, dass der Aufsteiger aus Südniedersachsen so lange im Spiel geblieben ist. So führten die „Vampires“ im Laufe der ersten Halbzeit phasenweise mit vier Toren. In die Pausenbesprechung ging es dann aber mit einem hauchzarten Ein-Tore-Vorsprung für die Cordes-Crew. Nach dem Seitenwechsel bestand für Oyten mehrfach die Chance, sich entscheidend abzusetzen. Doch immer, wenn die Möglichkeit bestand, wurden in der Offensive Fehler produziert. Freie Würfe landeten nicht im Tor oder der Ball wurde bereits im Spielaufbau verloren.
Insgesamt zeigte sich Oyten im Angriff zwar verbessert. Dass der Sieg aber auf wackeligen Beinen stand, war vor allem der Deckungsarbeit geschuldet. Mit der war Cordes nicht einverstanden. „Wir haben uns zuletzt im Training sehr auf den Angriff konzentriert“, sagte Oytens Trainer. Dies konnte laut Cordes ein Grund dafür sein, dass sein Team gegen Rosdorf „schlecht verteidigt“ hat. Daher sei es umso wichtiger gewesen, dass Larissa Gärdes im Tor nach anfänglichen Problemen zu ihrer Form gefunden habe. „Es ist natürlich schön, dass Larissa zu einem wichtigen Faktor wird, wenn die Deckungsarbeit nicht so klappt“, sagte Cordes.
Weil die Defensive löchrig war und im Angriff eine vorzeitige Entscheidung verpasst wurde, gingen die beiden Kontrahenten mit einem ganz knappen Zwischenergebnis in die ganz heiße Phase der Begegnung. Drei Minuten vor dem Schlusspfiff führte der TV Oyten mit 29:28. Und dies auch nur, weil Larissa Gärdes zuvor einen Gegenstoß der Gäste-Sieben parierte. Zwei Minuten vor dem Abpfiff war es dann die junge Svea Helmke, die die „Vampires“ dem Sieg ein großes Stück näher brachte. Sie traf per Gegenstoß zum 30:28. Zuvor hatte die sechsfache Torschützin Anna-Lena Meyer – genauso häufig traf Jasmin Johannesmann für Oyten – in der Deckung den Ball erobert und schickte Helmke auf die Reise.
Die letzte Aktion der Begegnung gehörte Larissa Gärdes. Dreizehn Sekunden vor dem Schlusspfiff parierte sie einen Siebenmeter und avancierte damit final zur Matchwinnerin. Wenig später ertönte der Abpfiff, schnell bildete sich eine Oytener Jubeltraube und Thomas Cordes atmete tief durch: „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben. Dass es nicht schön wird, war eigentlich klar.“
Quelle: Weser Kurier, Autor: Florian Cordes
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