TV Oyten macht es beim Heimsieg gegen Bremervörde unnötig spannend

23. November 2025 | 1. Herren

Als die finale Spielminute angebrochen war, wurde es in der Pestalozzihalle noch einmal hektisch. Die Handballer des TV Oyten mussten im Oberliga-Heimspiel gegen den TSV Bremervörde binnen weniger Sekunden zwei Gegentore schlucken. Plötzlich hatten die „Vampires“ nur noch zwei Treffer Vorsprung. Bis zur Schlusssirene landete der Ball aber nicht mehr im Oytener Tor, sodass der Erfolg in trockenen Tüchern war. Der TVO bezwang seinen Gegner aus dem Landkreis Rotenburg mit 32:30 (17:13) und steht in der Tabelle auf Platz zwei.

Dass noch mal solch eine Spannung aufkam, hatten sich die Gastgeber selbst zuzuschreiben. Denn zwischen der 38. und der 46. Minute hatte sich die Mannschaft von Trainer Lars Müller-Dormann in ihrer stärksten Phase einen Elf-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Timo Precht stellte mit seinem Treffer auf 28:17 (46.). „Das war sensationell. Wir haben Bälle geklaut und die Tore gemacht. Aber wir machen dann nicht so weiter. So wird es noch mal spannend“, ärgerte sich Lars Müller-Dormann nach der Partie ein Stück weit, dass seine Mannschaft die Partie nicht in Ruhe zu Ende spielte.

Als Malte Emigholz in der 51. Minute zum 29:21 traf, war der Vorsprung der Hausherren immer noch komfortabel. Doch Bremervörde steckte nicht auf und holte Treffer um Treffer auf. Benjamin Coordes stellte in der 59. Minute auf 28:31 aus Sicht der Gäste. Timo Precht markierte zwar kurz darauf das 32:28 für den TVO, doch Bremervörde war anschließend noch zwei weitere Male erfolgreich. In der finalen Viertelstunde der Partie kam die Sieben von Müller-Dormann damit nur noch zu vier Toren. Dass es nicht noch enger wurde, lag an Oytens Torhüter Julius Timm, der sein Team mit mehreren starken Paraden vor weiteren Gegentreffern bewahrte. „Wir können uns noch bei ihm bedanken, dass er Würfe gehalten hat. Sonst wäre es noch spannender geworden“, sagte Müller-Dormann.

Oytens Coach hatte sich für das Heimspiel gewünscht, dass seine Mannschaft von Beginn an da ist. In den vorherigen Spielen brauchten die „Vampires“ immer eine gewisse Anlaufzeit, um in die Partie zu finden. Ähnlich verlief es auch gegen Bremervörde. „Wir haben ein bisschen gebraucht, aber es war nicht so schlimm wie in den vorherigen Spielen. Wir waren im Angriff präsenter“, stellte Müller-Dormann fest.

Oyten dreht Partie nach Rückstand

Nach einem 6:9-Rückstand sowie dem Ausfall von Timo Blau – der Kreisläufer kugelte sich bei seiner ersten Aktion auf der Platte den Finger aus und konnte nicht mehr weiterspielen – kämpften sich die „Vampires“ zurück. Der sechsfache Torschütze Michel Schack traf in der 16. Minute zum 11:11. Nach zwei Toren von Robin Hencken, der insgesamt neunmal traf und damit treffsicherster Werfer des TVO war, sowie einem Treffer von Malte Emigholz führten die Gastgeber wenig später mit 14:11. Bis zur Halbzeit hatte sich das Team von Müller-Dormann einen Vier-Tore-Vorsprung herausgeworfen.

In der zweiten Halbzeit bauten die Oytener den Vorsprung immer weiter aus. Die Angriffe wurden konsequent abgeschlossen, zudem ließ die Deckung nur wenig zu. Doch nach der Elf-Tore-Führung schlichen sich immer mehr Fehler ins Spiel der Gastgeber ein. Am Ende stand jedoch der anvisierte Heimsieg. „Jetzt haben wir unser Spitzenspiel“, richtete Müller-Dormann den Blick auf das kommende Wochenende. Am Sonnabend treten die „Vampires“ zum Topspiel beim Tabellenführer SG Bremen-Ost an.

Quelle: Weser Kurier, Autor: Maurice Reding

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