
TV Oyten schlägt Bremen-Ost im Topspiel und ist neuer Tabellenführer
30. November 2025 | 1. Herren
Der TV Oyten hat das Gipfeltreffen in der Handball-Oberliga der Männer bei der SG Bremen-Ost mit 30:29 (15:16) gewonnen. Die „Vampires“ haben dadurch die Gastgeber von der Tabellenspitze verdrängt. Acht Sekunden vor der Schlusssirene war es geschafft: Mit dem Treffer von Linksaußen Mattis Brüns war das Topspiel zugunsten der Gäste entschieden. „Spitzenreiter, Spitzenreiter!“ skandierten die Spieler von Lars Müller-Dormann wenig später ausgelassen im Kreis vor ihren mitgereisten Fans. „Das war eine sensationelle Mannschaftsleistung. Ich kann und will heute keinen Spieler herausheben. Alle haben einen mega Job gemacht“, war der Trainer des TV Oyten nach dem Erfolg an seiner alten Wirkungsstätte als Spieler mächtig stolz auf seine Crew. Müller-Dormann hatte mit einem intensiven Spiel gerechnet – das bekamen die rund 250 Zuschauer in der Sporthalle in Arbergen dann auch geboten.
Timon Timmermann markierte 36 Sekunden vor Spielende für die Ost-Bremer vom Kreis den 29:29-Ausgleich. Doch wie über die gesamte Spielzeit hinweg behielten die Gäste die Nerven. Nach einer Auszeit von Müller-Dormann – 19 Sekunden waren noch zu spielen – spielte der TVO seinen letzten Angriff in Überzahl ruhig und konzentriert zu Ende. Letztlich wurde Brüns mit seinem fünften Treffer zum Matchwinner und versetzte dem starken Aufsteiger und früheren Regionalligisten den Knock-out.
Strittige Schiedsrichterentscheidungen
Die SG Bremen-Ost hatte sich in der Deckung gut auf TVO-Shooter Robin Hencken eingestellt – dabei aber die Rechnung ohne Michel Schack und Marc Lange gemacht. Während Hencken ohne Feldtor blieb, erzielten Lange (6) und Schack (9) zusammen die Hälfte der TVO-Treffer. Mitte der ersten Halbzeit stellte das Rückraum-Duo in Unterzahl auf 9:6 (15.) für die Gäste. Beim 11:11 (21.) stand es zum zweiten Mal nach dem 2:2 (4.) unentschieden. Die turbulente Schlussphase des ersten Durchgangs wurde dann von den Schiedsrichtern beeinflusst. Zweimal lag das Gespann Jandt/von der Linde dabei innerhalb weniger Sekunden zum Nachteil des TVO daneben. Zunächst erhielt Ole Lübbers einen Stoß in den Rücken. Doch anstatt eines Freiwurfs für Oyten pfiffen die Unparteiischen Schrittfehler gegen Marc Lange. Wenig später kassierte Lübbers in der Deckung eine harte Zweiminutenstrafe – die zweite für den Mann aus dem Innenblock der 6:0-Deckung.
Doch die Kreisverdener überstanden auch diese kritische Phase. Mit einem 15:16-Rückstand aus Sicht des TV Oyten ging es in die Pause. „Wir haben allen Widrigkeiten getrotzt“, merkte Lars Müller-Dormann zufrieden an. Oytens Coach stellte zu Beginn der zweiten Hälfte seine Abwehr auf eine 5:1-Formation um und nahm so den rotgefährdeten Lübbers aus der Schusslinie. Timo Precht übernahm den Job als vorgezogene Störspitze. Lange und Lübbers trafen nach dem Wechsel zum 17:16 (33.) für den neuen Primus. Die Führung behauptete der TVO bis zum 23:22 (47.). In der Schlussphase stemmten sich die ohne Abwehrchef Timo Blau (Fingerverletzung), Max Sell (Fußbruch) und Timon Meyer (Bänderriss) angetretenen Gäste gegen die drohende Niederlage, als die SG Bremen-Ost beim 25:24 (52.) die Führung übernommen hatte, und die Partie zugunsten der Hausherren zu kippen drohte. „Irgendwann lassen die Kräfte auch einmal nach. Wir haben uns aber einfach nicht abschütteln lassen“, konstatierte Müller-Dormann. Schack und Hencken per Siebenmeter drehten den Hit erneut – 29:28 (59.). In der Crunchtime hielt zudem TVO-Keeper Julius Timm die Blau-Roten mit einigen Glanzparaden im Spiel.
„Ein Unentschieden hätte heute wahrscheinlich auch jeder genommen“, resümierte SG-Coach Luke Pehling nach der zweiten Niederlage im neunten Spiel. „Wir hatten die Chance, mit zwei, drei Toren wegzuziehen, machen dann aber die Dinger nicht. Oytens Torwart hält in den entscheidenden Phasen den einen Ball mehr als unsere Keeper. So steht man dann am Ende mit leeren Händen da – aber für die Zuschauer war es ein spannendes Spiel. Beide Teams haben gezeigt, dass sie zu Recht in der Tabelle oben stehen.“
Quelle: Weser Kurier, Autor: Jürgen Prütt
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