
TV Oyten verpasst die Überraschung gegen Tabellenführer Garrel knapp
7. Dezember 2025 | 1. Damen
In der Handball-Regionalliga wollte der Trainer des TV Oyten, Thomas Cordes, mit seinen Spielerinnen dem BV Garrel im Heimspiel „das Leben schwer machen“, hatte er im Vorfeld angekündigt. Und das ist dem Team auch gelungen, wenngleich bei den „Vampires“ in dieser Partie nicht alles funktioniert hat. Mit 21:24 (14:14) mussten sich die Gastgeberinnen am Ende geschlagen geben. Ein knappes und frustrierendes Ergebnis für den TVO, das hauptsächlich einigen Offensivproblemen in der zweiten Halbzeit geschuldet war.
Insbesondere in der ersten Spielhälfte sah Trainer Cordes seine Mannschaft „auf Augenhöhe“. Bis zum 11:11 in der 22. Minute durch die besonders im Angriff stark aufspielende Lisa-Marie Gerling wechselten die Tore zwischen den beiden Teams hin und her. Gerling leitete mit ihrem Treffer eine starke Phase der „Vampires“ ein, in der zuerst Isabel Schengalz und dann zweimal Maja Hidde den Ball ins Netz warfen. Der Trainer des BV Garrel schien wohl auf die Bremse treten zu wollen und nahm eine Auszeit. Auf der Tribüne begannen schon die ersten Oytener Fans an das Wunder zu glauben – die erste Niederlage für den bisher ungeschlagenen Tabellenführer.
Torflaute vor der Pause
Der TVO kehrte nach der kurzen Pause ohne Isabel Schengalz, Dreh- und Angelpunkt des Oytener Angriffsspiels, zurück auf den Platz. Eine Maßnahme, die Trainer Cordes habe ergreifen müssen, „weil 60 Minuten durchspielen einfach zu hart“ gewesen wären, wie er nach Abpfiff erklärte. Und ohne die quirlige Spielmacherin schien in der Offensive ein wenig Esprit zu fehlen. Während die Uhr unaufhaltsam weiter in Richtung 30. Minute lief, landete der Ball einfach nicht mehr im Tor der Gäste. Das lag zum einen am fehlenden Quäntchen Glück, zum anderen aber auch an einer starken Leistung der Garreler Torhüterin Mareen Rump. Nach einer starken Parade ihrerseits schaltete der Tabellenführer schnell und setzte mit einem langen Ball Isabel Gerken in Szene, die allein vor dem Oytener Tor die Nerven behielt und den 13:14-Anschlusstreffer erzielte. Robyn Rußler besiegelte mit ihrem Ausgleichstreffer den 14:14-Halbzeitstand.
Nicht nur hatten die „Vampires“ vor der Pause eine Drei-Punkte-Führung verschenkt, sie kamen auch zumindest in der Offensive nicht gut in die zweite Spielhälfte hinein. Doch war der Beginn dieses Durchgangs ohnehin eher etwas für Taktikfreunde, um es positiv auszudrücken: Während der ersten zehn Minuten fielen lediglich vier Tore. Das Spiel wurde etwas ruppiger, wie besonders Isabel Schengalz zu spüren bekam. Konnte sie sich in der 33. Minute noch mit einer Mischung aus Geschick und Robustheit durch die gegnerische Abwehr schieben, um das 15:15 zu erzielen, landete sie zwei Minuten später beim nächsten Versuch äußerst unsanft auf dem Steißbein und blieb für eine kurze Zeit am Boden liegen. Es war nicht das erste und auch nicht das letzte Mal in diesem Spiel, dass sie einstecken musste.
Abwehr hält TVO im Spiel
Die Gastgeberinnen blieben im weiteren Verlauf des Spiels oftmals glücklos vorm Tor. Mal fehlten ein paar Zentimeter, mal lag es an BVG-Torhüterin Mareen Rump – das Team von Thomas Cordes vergab seine Chancen. Allerdings blieb die Partie durch eine starke Abwehrleistung spannend, und zwar auch für den Tabellenführer. Ab Minute 55, als Emily Winkler zum 22:19 für die Gäste traf, sprangen Oytens Trainer und Spielerinnen jubelnd nach jedem Treffer auf. Denn Lisa-Marie Gerling (56.) und Lena Prütt (57.) verkürzten noch einmal auf 21:22 und machten die Gästebank nervös, bevor Emily Fischer (58.) und Isabel Gerken (60.) dem BV Garrel den 24:21-Endstand bescherten.
„Das hätte man gewinnen können“, meinte Trainer Thomas Cordes. „Wir haben mit drei Toren Differenz verloren, obwohl wir nur 24 kassiert haben.“ Doch seien seine Spielerinnen „aus Angriffssicht nicht gut in die zweite Halbzeit gekommen“. Trotz des Frusts über die knappe Niederlage zeigte er sich aber sehr zufrieden über die Defensivleistung seiner Mannschaft: „Das nehmen wir zumindest positiv mit.“
Quelle: Weser Kurier, Autor: Raffael Hackmann
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