TV Oyten: Coach Thomas Cordes sieht sein Team im Abstiegskampf

13. Dezember 2025 | 1. Damen

Für das letzte Pflichtspiel des Jahres hat der TuS Komet Arsten noch einmal ordentlich aufgefahren. Ausgestattet mit einigen Trommeln und einem kleinen Megafon hatte sich eine Gruppe junger Männer auf der Tribüne der Sporthalle der Heimmannschaft positioniert. Der Auftrag: Sie wollten die Regionalliga-Handballerinnen des TuS Komet gegen den TV Oyten lautstark unterstützen. Es herrschte dann auch echte Derbystimmung im Bremer Süden. Der Beistand der Fans sollte Arsten helfen. Komet gewann das Duell gegen Oyten mit 26:25 (13:13) und hat sich somit fürs Erste in der Tabelle am Nachbarn aus Niedersachsen vorbeigeschoben.

Während die Bremerinnen frenetisch den Derbysieg feierten, bestimmte bei den Gästen vor allem eine Gefühlslage: die pure Enttäuschung. Durchaus niedergeschlagen wirkte nach den 60 intensiven Minuten allen voran Oytens Trainer Thomas Cordes. Er sprach davon, dass der TuS Komet Arsten die Partie verdient gewonnen habe. Allerdings ärgerte er sich vor allem darüber, dass die „Vampires“ in der Hansestadt eine gute Möglichkeit verpasst haben, sich von der unteren Tabellenregion ein wenig zu entfernen. „Jetzt aber stecken wir wieder mit drin im Abstiegskampf“, sprach Cordes wenige Tage vor Weihnachten deutliche Worte.

Oyten ist nun Achter

Sowohl der TV Oyten als auch Arsten hatten im Derby die Chance, das Punktekonto im letzten Spiel des Jahres – zugleich bildete es den Rückrundenauftakt – auszugleichen. Gelungen ist es dem TuS Komet, bei dem die frühere Oytenerin Madita Woltemade gegen ihr Ex-Team vier Tore erzielte. Arsten verbringt die Pause über den Jahreswechsel mit 12:12 Punkten auf Rang sechs, Oyten steht mit 10:14 Zählern auf Platz acht.

Allerdings waren die Gäste lange Zeit drauf und dran, die Punkte mit über die Landesgrenze zu nehmen. Nachdem der TVO in Halbzeit eins phasenweise mit vier Toren im Hintertreffen gewesen ist, kämpften sich die Gäste zurück. Daher wurden mit einem ausgeglichenen Zwischenresultat die Seiten gewechselt. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit erspielte sich die Cordes-Sieben einen Zwei-Tore-Abstand. „Leider ist es uns aber nicht gelungen, mal deutlicher zu führen“, bedauerte Cordes, dass die Chancen für einen größeren Vorsprung nicht genutzt wurden.

Unter anderem in der 53. Minute hätte Oyten seinen Vorsprung auf drei Tore schrauben können: Nachdem Sarah Kennerth den Ball von Rechtsaußen kompromisslos zum 24:22 ins TuS-Tor jagte, hatte sie kurz darauf das 25:22 auf der Hand. Sie scheiterte per Gegenstoß aber an Arstens Keeperin Merle Theilig. Anschließend folgte das, was sich zuvor überhaupt nicht andeutete: Oyten entglitt das Spiel.

Kennerth verpasst den Ausgleich

Nach dem Tor zum 23:24 sah Oytens Abwehrchefin Lena Prütt ihre dritte Zeitstrafe. TVO-Spielerin Isabel Schengalz bekam kurz darauf ebenfalls eine Zweiminutenstrafe aufgebrummt. Zuvor hatte Arsten ausgeglichen. Auch die beiden nächsten Treffer gehörten den Gastgeberinnen und sie führten plötzlich mit 26:24. Spätestens da war der Lärm in der Halle ohrenbetäubend. Endgültig kochte die Stimmung wenige Sekunden vor Schluss über: Sarah Kennerth hatte für Oyten noch einmal verkürzt und hätte sogar ausgleichen können. Bei einem Siebenmeter – die Linkshänderin führte den Strafwurf 24 Sekunden vor dem Schlusspfiff aus – scheiterte sie aber erneut an Theilig. Die Keeperin rettete ihrem Team den Derbysieg.

„Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe. Wir waren die Mannschaft, die mehr Fehler produziert hat. Und Arsten wollte den Sieg irgendwie auch mehr“, meinte ein geknickter Thomas Cordes. Er verdeutlichte damit, dass Arsten in seinen Augen verdient gewonnen habe. Weil sein Team aber lange führte, „haben wir ein Spiel verloren, das wir nicht verlieren müssen.“

Quelle: Weser Kurier, Autor: Florian Cordes

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