Sieg gegen Delmenhorst – der TV Oyten bleibt der Gejagte

14. Dezember 2025 | 1. Herren

Ernsthaft gewackelt hat der TV Oyten am Sonntag in der Pestalozzihalle nicht. Allerdings benötigte der Handball-Oberligist in seinem letzten Heimspiel des Jahres eine gewisse Anlaufzeit, um die HSG Delmenhorst entscheidend abzuschütteln. Gegen die Gäste, die sich tapfer wehrten, siegten die „Vampires“ schlussendlich mit 36:33 (17:16). Ins finale Oberligaspiel des Jahres 2025 geht der TVO somit als Tabellenführer. Kommenden Sonntag geht es für Oyten zum Wilhelmshavener HV II.

Lars Müller-Dormann wunderte sich nicht darüber, dass die Delmenhorster es seiner Mannschaft nicht einfach machten. Der Trainer des TV Oyten hatte fest damit gerechnet, dass die HSG ein unangenehmer Gegner wird. „Gegen griffige Teams, wie Delmenhorst eines ist, tun wir uns meist schwer. Zudem sind wir jetzt der Gejagte. Jeder will den Tabellenführer schlagen und geht noch ein bisschen heißer ins Spiel“, sagte Oytens Übungsleiter über die Motivation des Gegners.

HSG liegt meist knapp vorne

Besonders im ersten Durchgang waren die Gäste, die sich im gesicherten Tabellenmittelfeld tummeln, mehr als auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter: Nach der 1:0 für Oyten – Ole Lübbers markierte den ersten Treffer des Duells – waren es meist die von Jonas Meißner gecoachten Delmenhorster, die knapp mit einem Tor führten.

In der Schlussphase wechselte die Führung jedoch zu den Gastgebern: Michel Schack traf zunächst zum 15:15 und kurz darauf zum 16:15 für den TVO. Marcel Cuda gelang zwar postwendend der Ausgleich, die Seiten wurden dann aber mit einer Ein-Tore-Führung für die Hausherren getauscht. Marc Lange erzielte eine Minute vor dem Pausenpfiff das 17:16 für den Spitzenreiter.

Der setzte sich in der 37. Minute erstmals mit drei Toren ab – 23:20. Torschütze war erneut Marc Lange. Dass die Oytener in dieser Phase eine kleine Lücke gerissen haben, lag auch an einer Entscheidung von Meißner: Er ließ zu Beginn der zweiten Halbzeit seine Abwehr sehr offensiv decken. „Die offensive Deckung war in den letzten Spielen unser Prunkstück. Wir wussten, dass Oyten damit gut klarkommen könnte, wollten es dennoch probieren. Leider hat es nicht so gefruchtet“, sagte der HSG-Coach. Die im Eins-gegen-eins starken Oytener nutzten den Platz und zogen leicht davon.

„Eigentlich sind offensive Deckungen nicht so unser Ding. Aber wir haben es zuletzt relativ oft trainiert. Die Jungs haben es gut gemacht, wir sind allerdings noch nicht da, wo wir eigentlich sein wollen. Aber sie haben sich endlich auch mal ohne den Ball viel bewegt“, sagte Lars Müller-Dormann, der zudem Niklas van den Berg lobte. Der Keeper kam im Laufe des ersten Durchgangs für Stammtorhüter Julius Timm zwischen die Pfosten und entschärfte in Halbzeit zwei einige freie Würfe der Gäste.

Gastgeber behalten die Ruhe

Als die Lücke gerissen war, sollte sie sich auch nicht mehr schließen, wenngleich die Delmenhorster sich auch nicht komplett abschütteln lassen wollten. So brachte Mattis Tolck die Meißner-Sieben in der 55. Minute noch einmal auf 30:32 heran. Der TV Oyten ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Michel Schack und Marc Lange stellten schnell auf 34:30 (57.) und beseitigten damit letzte Zweifel am Heimsieg.

Der Erfolg sei verdient ausgefallen, beurteilte Jonas Meißner das Resultat. „Oyten hat gezeigt, warum sie Tabellenführer sind. Sie sind mit einer großen Selbstverständlichkeit aufgetreten und haben mehr Zweikämpfe gewonnen – sowohl vorne als auch hinten.“

Quelle: Weser Kurier, Autor: Florian Cordes

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