
Dämpfer für den Tabellenführer: TV Oyten unterliegt in Wilhelmshaven
21. Dezember 2025 | 1. Herren
Einer Mannschaft war es bisher gelungen, den TV Oyten in dieser Saison zu bezwingen. Der TuS Haren fügte dem Tabellenführer der Handball-Oberliga Nord Anfang November die bislang einzige Pleite zu. Seit Sonntag gibt es mit dem Wilhelmshavener HV II ein zweites Team. Denn an der Nordseeküste setzte es für die von Lars Müller-Dormann trainierten Oytener die zweite Saisonniederlage. Nach einer 14:10-Halbzeitführung mussten sich die „Vampires“ mit 26:27 geschlagen geben.
Trotz der Niederlage geht der TVO als Tabellenführer in die Winterpause. Dass es keinen Wechsel an der Spitze gab, hing aber nur damit zusammen, dass der Tabellenzweite SG Bremen-Ost das Spitzenspiel beim Dritten VfL Horneburg verlor. Das interessierte Lars Müller-Dormann jedoch recht wenig. Der Trainer des TV Oyten wählte nach der Partie deutliche Worte. „Es war ein schlechtes Spiel von uns. Wir sind von Anfang an pomadig aufgetreten. Die Einstellung hat nicht zu 100 Prozent gestimmt“, kritisierte Müller-Dormann die Mannschaft.
Kein Zugriff in der Deckung
Dass die Oytener mit einer Vier-Tore-Führung in die Halbzeit gingen, hing für den Coach vor allem mit dem Gegner zusammen. „Wir führen nicht, weil wir viel besser machen, sondern weil die die Bälle weggeschmissen haben“, sagte Müller-Dormann. Im zweiten Durchgang wurden Robin Hencken und Marc Lange von den Wilhelmshavenern in Manndeckung genommen. Die Maßnahme des Gegners zeigte Wirkung, denn Oyten kam nicht mehr zu vielen Toren. „In der Deckung haben wir keinen Zugriff gekriegt“, monierte Müller-Dormann.
Die Schlussphase der Partie verlief äußerst spannend. In der vorletzten Spielminute führte Wilhelmshaven mit 26:25. Robin Hencken hatte die Chance, auf 26:26 zu stellen, scheiterte jedoch per Siebenmeter (59.). Es war der dritte verworfene Siebenmeter des Rückraumspielers, der dennoch insgesamt zehnmal traf. Wilhelmshaven stellte in der Schlussminute auf 27:25. Das 26. Oytener Tor von Malte Emigholz sieben Sekunden vor Ende kam zu spät. „Das war heute nichts und ist ärgerlich, weil es nicht hätte sein müssen“, sagte ein unzufriedener Lars Müller-Dormann angesichts der Pleite.
Quelle: Weser Kurier, Autor: Maurice Reding
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