TV Oyten kommt über den Kampf zum Heimsieg gegen Stade/Fredenbeck

25. Januar 2026 | 1. Damen

Thomas Cordes hatte da so eine Vorahnung. Der Trainer der Regionalliga-Handballerinnen des TV Oyten prognostizierte ein enges Heimspiel seiner Mannschaft gegen die HSG Stade/Fredenbeck. Cordes sollte mit dieser Einschätzung richtig liegen. Beide Teams lieferten sich am Sonnabend in der Pestalozzihalle ein Duell auf Augenhöhe. In den entscheidenden Momenten waren die „Vampires“ aber auf den Punkt da und ließen sich auch von einer Roten Karte nicht aus dem Konzept bringen. Daher gewann der TVO die Partie auch verdient mit 28:23 (14:13) und feierte damit den zweiten Heimsieg im zweiten Heimspiel im Jahr 2026.

Als die Schlusssirene ertönte, war der Jubel bei den Oytenerinnen groß. Schnell bildete sich die obligatorische Jubeltraube. Auch bei Thomas Cordes entwich die Anspannung in Freude. „Ich bin zufrieden, dass wir die Punkte geholt haben. Dickes Lob an die Mannschaft“, sagte ein zufriedener Oytener Coach im Anschluss an die Partie. Cordes lieferte auch gleich den Grund mit, warum seine Mannschaft die Platte als Sieger verließ und nicht die Gäste. „Es war entscheidend, dass wir gut gekämpft haben“, sagte der Übungsleiter und traf damit den Nagel auf den Kopf.

Wichtige Spielerinnen fehlen

Die Oytenerinnen hatten mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Mit Anna-Lena Meyer fehlte Cordes eine seiner wichtigsten Spielerinnen. Auch Jana Lüdersen musste passen. Zudem waren Jasmin Johannesmann und Lena Prütt nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Die Cordes-Sieben fing die Ausfälle aber als Team auf. Auch wenn im Angriff mit Ballverlusten und einigen Fehlwürfen längst nicht alles gelang, war den „Vampires“ der Wille keineswegs abzusprechen.

Angeführt von einer starken Sarah Kennerth, die für drei der ersten vier Oytener Tore verantwortlich war, lieferten die Gastgeberinnen ihren Gästen von Beginn an einen großen Kampf. Da sich auch die Spielerinnen der HSG Stade/Fredenbeck immer wieder Fehler erlaubten, blieb die Partie sehr lange offen. Der knappe Halbzeitstand von 14:13 zugunsten der Oytenerinnen war ein Beleg dafür.

Kennerth sieht die Rote Karte

In der 44. Minute hätte das Spiel kippen können: Kennerth sah von den Schiedsrichtern die Rote Karte, nachdem sie sich in den Wurf von HSG-Spielerin Leandra Gätzschmann gestellt hatte. 19:19 stand es zu diesem Zeitpunkt. Die Hinausstellung der Linkshänderin wurde für den TVO jedoch nicht zum Knackpunkt. „Kenny war bis dahin ein Garant. Wir haben das als Team super aufgefangen. Hut ab vor der Mannschaft“, lobte Cordes sein Team. Trotz Unterzahl gelang Maja Hidde das Tor zum 20:19 (45.).

In der entscheidenden Phase der Partie lieferte die Cordes-Sieben ab und zog entscheidend davon. Zweimal Maja Hidde sowie Lina Schlenker machten mit ihren Toren aus einem knappen 22:21 eine komfortable 25:21-Führung (56.). Jasmin Johannesmann stellte in der 58. Minute auf 26:22. Lina Schlenker vergab zwar in der drittletzten Spielminute den 27. Treffer, doch Torhüterin Larissa Gärdes verhinderte mit einer starken Parade das 23. Gegentor. Erst in der Schlussminute trafen die Gäste zum 23:26 aus ihrer Sicht. Doch Lina Schlenker und Lena Prütt schraubten das Ergebnis noch zum 28:23-Endstand etwas in die Höhe.

Auch wenn sein Team die Partie gewann, sah Thomas Cordes in einigen Punkten Verbesserungsbedarf. „Im Angriffsspiel können wir effektiver sein. Wir lassen in der ersten Halbzeit vier klare Dinger liegen. In der zweiten Halbzeit war es viel Kampf und wir lassen Gelegenheiten aus. So hält man das Spiel lange offen“, zählte Oytens Coach auf. Unter dem Strich stand jedoch ein Sieg, der Cordes und sein Team glücklich machte.

Quelle: Weser Kurier, Autor: Maurice Reding

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