Warum Sebastian Heller nun das Trikot des TV Oyten trägt

29. Januar 2026 | 1. Herren

Zwischen den Handball-Abteilungen des TV Oyten und des ATSV Habenhausen sind viele Verbindungen vorhanden – in personeller Hinsicht. Es gibt einige Sportler, die in ihrer Laufbahn für beide Klubs aufgelaufen sind. Vor allem ist da Lars Müller-Dormann. Der Trainer der Oytener Oberliga-Männer schaut auf eine lange ATSV-Vergangenheit zurück, sowohl als Coach als auch als Spieler. Der Liste der Verbundenheit wurde nun ein weiterer Name hinzugefügt: Sebastian Heller.

Der Geschäftsführer der Habenhauser Sportmarketing GmbH spielte in der Vorsaison noch für die ATSV-Reserve in der Verbandsliga auf. Nun streift er sich das Oytener Trikot über. Am vergangenen Wochenende absolvierte er seine Premiere im Team von Müller-Dormann. Nun steht für Heller und sein neues Team ein Heimspiel-Doppelpack auf dem Programm.

Erster Einsatz gegen Fredenbeck II

Der ein oder andere Beobachter der Handballszene im Raum Bremen dürfte nicht schlecht gestaunt haben, weil der Name Sebastian Heller am vergangenen Wochenende im Kader des TV Oyten auftauchte. Beim 35:35 im Auswärtsspiel gegen den VfL Fredenbeck II markierte der Linkshänder spät einen Treffer. Zuvor hatte er eine Woche mit seinem neuen Team trainiert. Dass es in der Geestlandhalle zur Heller-Premiere im „Vampires“-Trikot kam, ist dann auch der Verbundenheit zu verdanken. Denn in seinen ersten Herrenjahren beim ATSV Habenhausen habe er schon unter Coach Lars Müller-Dormann gespielt, erinnert sich der heute 35-jährige Heller.

An diese gemeinsame Zeit scheint sich nun Oytens Trainer erinnert zu haben. „Wir hatten dann kurz Kontakt und haben ihn gefragt, ob er uns helfen möchte. Wir mussten ja irgendwas im Rückraum machen“, spricht Müller-Dormann den Hauptgrund an, warum es zur kurzfristigen Verpflichtung Hellers kam. Rückraumspieler Michel Schack hat sich vor wenigen Wochen einen Mittelhandbruch zugezogen. Ob er in dieser Saison – nach der Spielzeit verlässt er Oyten in Richtung SG Achim/Baden – noch einmal zum Einsatz kommt, ist mehr als fraglich.

Ein Freund leitet den Wechsel ein

Zudem ist Oytens Keeper Julius Timm nicht ganz unschuldig an Hellers Entscheidung. Beide Handballer sind gut befreundet. „Wir waren abends gemeinsam unterwegs. Er hat mir dann davon erzählt, dass es in Sachen Personal in Oyten schwierig ist“, sagt Heller über das Zustandekommen seines Engagements. „Julius hat mich dann gefragt, ob ich nicht einfach mal Bock hätte, mitzutrainieren.“ Es folgten ein Gespräch mit Müller-Dormann und schließlich ein erstes Training.

Linkshänder Heller, der wie Michel Schack im rechten Rückraum seine Stammposition hat, war sofort angetan. „Die Jungs haben mich super aufgenommen. Daher musste ich dann auch nicht lange zögern, um zuzusagen“, erzählt Heller. Für den Routinier, der einst auch das Trikot des TSV Daverden getragen hat, ging es im Training und in der Partie gegen Fredenbeck auch darum, erst einmal wieder richtig in Schwung zu kommen. Denn sein zuvor letzter Einsatz auf dem Handballfeld datierte vom 17. Mai 2025. Damals schloss er mit dem ATSV Habenhausen II auswärts gegen den Wilhelmshavener SSV die Verbandsliga-Saison 2024/2025 erfolgreich ab.

Danach hängte er seine Schuhe erst einmal an den Nagel, und nun ist er beim Oberligisten aus Oyten ältester Spieler im Team. Seine Zusage gilt bis Ende der Saison. „Das ist der Plan. Alles andere wird sich dann aber zeigen. Wenn meine Dienste weiter benötigt werden sollten, kann man über alles sprechen“, schaut Heller schon einmal ein wenig voraus. Müller-Dormann ist jedenfalls froh, dass er nun auf den erfahrenen Rückraumspieler setzen kann. „Dass sich Sebastian uns angeschlossen hat, ist schon eine glückliche Fügung.“

Doppelspieltag in der Pestalozzihalle

Nach nun zwei Wochen im Training hebt Sebastian Heller hervor, dass er weiterhin daran arbeite, „mich zurechtzufinden“ und die Mannschaft noch besser kennenzulernen. Gelegenheit dazu hat er am kommenden Wochenende. Denn für den TV Oyten steht ein Doppel-Heimspieltag an. Am Sonnabend empfängt die Sieben von Müller-Dormann ab 18 Uhr den TV Neerstedt. Nicht einmal 24 Stunden später wird am Sonntag in der Pestalozzihalle das Nachholspiel gegen die HSG Hunte-Aue Löwen angepfiffen – und zwar um 16 Uhr.

Holen die Oytener aus den beiden Partien mindestens drei Punkte, lösen sie die SG Bremen-Ost als Tabellenzweiter ab und wären erster Verfolger von Spitzenreiter VfL Horneburg. So weit denkt Müller-Dormann, der auch in der kommenden Saison den TVO coacht, aber noch nicht. „Wir werden erst einmal im ersten Spiel ordentlich Gas geben. Und dann werden wir sehen, wie viele Kräfte noch vorhanden sind“, sagte Oytens Trainer.

Dass sein Team an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gefordert ist, haben sich die Oytener auch ein wenig selbst zuzuschreiben. Denn die Partie gegen die Aue-Löwen aus Diepholz sollte eigentlich am 18. Januar steigen. Aufgrund der großen Personalsorgen bat der TVO um eine Spielverlegung. „Nun müssen wir die Kröte schlucken“, sagt Müller-Dormann hinsichtlich des HSG-Vorschlags, das Spiel am 1. Februar nachzuholen.

Immerhin hat sich die Personalsituation im TVO-Lager ein wenig entspannt. Dies ist eben auch dem Entschluss von Sebastian Heller zu verdanken, der sich kurzfristig dazu entschieden hat, in den kommenden Monaten das Trikot der „Vampires“ überzustreifen. „Und natürlich möchte ich in dieser Zeit mit Oyten den größtmöglichen Erfolg haben“, hofft Heller, dass er mit seinem Team viele Punkte einsammelt.

Quelle: Weser Kurier, Autor: Florian Cordes

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