
Die Vampires kämpfen tapfer, doch am Ende sind die Kräfte aufgebraucht
1. Februar 2026 | 1. Herren
Was für ein Kampf, was für ein Wille! Keine 24 Stunden nach dem 31:27-Erfolg über den TV Neerstedt waren die Oberliga-Handballer der TV Oyten Vampires im Heimspiel gegen die HSG Hunte-Aue Löwen erneut gefordert. Auch in dieser Partie rieben sich die Schützlinge von Lars Müller-Dormann komplett auf. Doch am Ende war der Tank einfach leer, setzte es eine 28:30 (16:15)-Niederlage.
Sinnbildlich für den nimmermüden Einsatz stand Ole Lübbers. Mangels Alternativen hatte sich der TVO-Kreisläufer, dem in beiden Spielen lediglich eine zweiminütige Pause aufgrund einer Zeitstrafe gegönnt war, direkt nach dem Abpfiff völlig entkräftet rücklings auf den Boden fallen lassen. Und wäre ihm von seinen Mitspielern nicht mit vereinten Kräften wieder auf die Beine geholfen worden – Lübbers wäre vermutlich am liebsten liegen geblieben. Daher hielt sich die Enttäuschung bei Lars Müller-Dormann dann auch in Grenzen. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Natürlich wäre deutlich mehr drin gewesen“, verwies der TVO-Coach auf etliche vergebene Hochkaräter. „Aber letztlich sind uns dann doch die Kräfte ausgegangen, sodass wir auch in der Deckung nicht mehr konsequent genug verschoben haben. Und das ist gegen die HSG, die schon den einen oder anderen Ochsen in der Mannschaft hat, natürlich fatal.“
Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Letztlich sind uns einfach die Kräfte ausgegangen.
Die Gastgeber hatten keinen guten Start erwischt – 1:4 (5.). Doch nachdem die erste Müdigkeit aus den Beinen geschüttelt war, übernahmen die Oytener dank der guten Deckungsarbeit und einem erneut glänzend aufgelegten Torhüter Julius Timm mehr und mehr das Zepter. War beim 7:7 (14.) durch Malte Emigholz der Ausgleich geschafft, sorgte Robin Hencken mit einem verwandelten Siebenmeter für die erste Führung – 9:8 (15.). Allerdings sollte das sein einziger Treffer bleiben, denn im weiteren Verlauf der Partie kam der beste TVO-Torschütze aufgrund Schulterproblemen nicht mehr zum Einsatz. Für den ohnehin schon dünn besetzten Kader der Gastgeber der nächste Nackenschlag. Dennoch gingen sie mit einer verdienten 16:15-Führung in die Pause. Und die hätte wesentlich deutlicher ausfallen können, wenn nicht müssen. Neben einigen freien Würfen scheiterte zudem Malte Emigholz gleich zweimal mit einem Siebenmeter. Für den Höhepunkt der ersten Halbzeit hatte zuvor unfreiwillig Julius Timm gesorgt. Nach einer Parade wollte er eigentlich den durchgestarteten Timo Precht bedienen. Doch nachdem dieser an seinem Pass vorbeigesprungen war, landete der Ball aus dem eigenen Kasten am verdutzten HSG-Keeper Maksym Leiba zum zwischenzeitlichen 13:11 im Tor der Gäste.
Robin Hencken muss schon in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt passen
Nach dem Wechsel traf Marc Lange per Siebenmeter zwar noch zum 19:18 (37.), doch das sollte die letzte Führung gewesen sein. Dennoch war vier Minuten vor dem Ende beim 28:28 noch alles drin, ehe die Löwen in der Schlussphase verständlicherweise etwas mehr zuzusetzen hatten und mit dem 30:28 für die erste Heimniederlage der Vampires sorgten. Müller-Dormann: „Wir müssen uns nichts vorwerfen!“
TV Oyten Vampires: Timm (1), van den Berg – M. Lange (8/5), Hencken (1/1), D. Lange, Brüns (3), Heller (2), Precht, Emigholz (5), Lübbers (5), Eilers (2), Sell (1).
Quelle: Kreiszeitung, Autor: Kai Caspers
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