TV Oyten: Befürchtung des Trainers wird zur Realität

8. Februar 2026 | 1. Damen

Sie hätten ihr Punktekonto ausgleichen können. Doch die Fahrt in die niedersächsische Landeshauptstadt endete für die Regionalliga-Handballerinnen des TV Oyten mit einer Enttäuschung. Die „Vampires“ verloren am Sonntagnachmittag beim akut abstiegsbedrohten TV Hannover-Badenstedt II mit 27:32 (12:16).

Hannover setzt auf Nationalspielerinnen

Oytens Trainer Thomas Cordes unterstrich nach der Begegnung, dass es als Team aus dem Tabellenmittelfeld nie schön sei, beim Vorletzten zu verlieren. „Allerdings gibt es auch Gründe für die Niederlage“, sagte Cordes. Denn in Hannover habe sich das bewahrheitet, was der Trainer des TVO im Vorfeld befürchtet hatte: Der TV Hannover-Badenstedt II lief mit Verstärkung aus dem Drittliga-Team auf. Mit Keeperin Lotta Willuhn sowie den beiden Feldspielerinnen Nele Kurok und Jule-Marie Jördens bot das gastgebende Team gleich drei Junioren-Nationalspielerinnen auf.

Jördens avancierte mit neun Toren zur besten Werferin beim Siegerteam. „Und an der Torhüterin haben wir uns teilweise die Zähne ausgebissen“, schilderte Cordes und erklärte weiter: „Die beiden Feldspielerinnen waren stets ein Unruheherd. Gefühlt mussten wir sie immer doppelt decken. Und das reißt natürlich Lücken für andere Spielerinnen.“

Viele Gegentore über Gegenstöße kassiert

Es sei schade, dass Hannover-Badenstedt nun ausgerechnet gegen sein Team mit einer verstärkten Truppe aufgelaufen ist. „Aber das ist nun einmal das Los, das man gegen zweite Mannschaften ziehen kann. Es ist so, wie es ist. Im Nachgang kann man das Spiel nun gut analysieren. Allerdings kann man sich eben auch schlecht darauf vorbereiten“, sagte Thomas Cordes.

In der ersten Halbzeit sei das Problem seiner Sieben gewesen, dass sie zu viele Tore per Gegenstoß kassiert hat. Cordes sprach von sechs bis sieben Treffern, die Hannover über das Tempospiel erzielt habe. „Das ist natürlich eine Sache des Angriffs“, meinte der Trainer, dessen Team in Halbzeit eins zweimal führte, beim Pausenpfiff aber mit 12:16 zurücklag.

Am Ende gibt es Ergebniskosmetik

Obwohl die Deckung gut stand, stellte Cordes mit Beginn des zweiten Durchgangs um. Die „Vampires“ deckten nun in einer 6:0-Variante und nicht mehr mit einer 5:1-Abwehr. „Das hat auch gut geklappt“, meinte Cordes. Beim 17:19 (41.) durch Anna-Lena Meyer war Oyten noch in Schlagdistanz.

Zur Wende kam es aber nicht mehr. Die Gäste mussten abreißen lassen und hatten das Spiel in der 54. Minute praktisch verloren. Hannover führte da mit 29:21. „Danach haben wir noch Ergebniskosmetik betrieben“, sagte Cordes mit einer Portion Enttäuschung in seiner Stimme.

Quelle: Weser Kurier, Autor: Florian Cordes

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