
TV Oyten: Schiedsrichter sind im Zentrum der Kritik von Müller-Dormann
8. Februar 2026 | 1. Herren
Nicht einmal haben die Oberliga-Handballer des TV Oyten im Heimspiel gegen den TV Schiffdorf zurückgelegen. Dennoch entführte das Tabellenschlusslicht beim 31:31 (17:14) einen Punkt aus der Pestalozzihalle. Zumindest eine Teilschuld kreidete TVO-Coach Lars Müller-Dormann den Schiedsrichtern an.
Nach dem Abpfiff war die Stimmung bei Lars Müller-Dormann auf dem Gefrierpunkt. Der Übungsleiter der „Vampires“ redete nicht lange um den heißen Brei herum. Im Zentrum seiner Kritik: die Schiedsrichter. „Das war ein geklauter Sieg“, zürnte der Übungsleiter aus Bremen. Für Müller-Dormann war das Remis auch das Resultat einer einseitigen Spielleitung in der zweiten Hälfte: „Was da gepfiffen wurde, geht so einfach nicht!“
Lübbers muss verletzt raus
Tatsächlich sorgten vor allem in der entscheidenden Phase strittige Entscheidungen für Unverständnis unter den 150 Zuschauern und spielten den Gästen in die Karten. Müller-Dormann: „Obwohl wir personell immer wieder Rückschläge wegstecken müssen, machen es meine Jungs richtig gut. Natürlich lassen wir Chancen liegen, aber das macht Schiffdorf auch.“
Kreisläufer und Abwehrkante Ole Lübbers musste bereits in der 20. Minute mit einer blutenden Gesichtswunde ins Krankenhaus. Bis dahin war er kaum zu stoppen und mit drei Treffern maßgeblich an der 6:4-Führung (10.) des TVO beteiligt. Sebastian Heller schied im zweiten Abschnitt kurz nach seinem Treffer zum 21:18 (43.) nach einer Roten Karte vorzeitig aus. Der Ex-Habenhauser hatte Schiffdorfs Julian Langwucht bei einer Abwehraktion im Gesicht getroffen. Trotz der personellen Schwächungen segelten die Hausherren dank eines spielfreudigen Marc Lange (8/1 Tore) und eines starken Keepers Julius Timm lange auf Siegkurs. Der etatmäßige Rückraumspieler Max Sell markierte zudem vom Kreis sechs blitzsaubere Tore.
Die Gastgeber lagen im gesamten Spielverlauf nicht ein einziges Mal zurück. Nach dem 9:6 (14.) durch Malte Emigholz versäumten es die Gastgeber jedoch, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Lange scheiterte beim Stand von 12:10 mit einem Siebenmeter, Emigholz vergab im weiteren Verlauf einen Gegenstoß. Nach einer 17:14-Pausenführung behaupteten die „Vampires“ den Vorsprung bis zum 27:24 (50.). Als Rechtsaußen Emigholz 54 Sekunden vor dem Ende zum 31:29 traf, schien der Heimsieg perfekt.
Doch der TV Schiffdorf gab nicht auf. Ein zu früher Abschluss der Oytener sieben Sekunden vor Spielende ermöglichte den Gästen den erneuten Ballbesitz. Coach Michael Bollhöfer zog prompt seine letzte Auszeit, brachte den siebten Feldspieler – und Thies Heinecke rettete dem Regionalliga-Absteiger zwei Sekunden vor der Sirene vom Kreis den Punkt. „Natürlich dürfen wir da nicht den Abschluss suchen“, räumte Lars Müller-Dormann ein.
Völlig unverdient war der Punkt für die Gäste derweil nicht. Der TV Schiffdorf hielt mit Leidenschaft und wechselnden Deckungsformationen dagegen. Besonders Jannik Göbel (10/2) und Langwucht (8) waren kaum zu kontrollieren. „Mit Jannik Göbel hat Schiffdorf eine ganz andere Qualität, sie werden noch einige Punkte holen“, ordnete Lars Müller-Dormann das Ergebnis abschließend ein. Der junge Linkshänder kam gegen den TV Oyten erst zum zweiten Mal in dieser Saison zum Einsatz. Zuvor lief Göbel nur für die Reserve des TVS in der Landesliga auf.
Für den TV Oyten steht am kommenden Sonntag das schwere Auswärtsspiel beim starken Aufsteiger und Spitzenreiter VfL Horneburg an. Nach Timo Blau und Michel Schack droht nun auch noch Ole Lübbers für das Topspiel im Landkreis Stade auszufallen. Der VfL hat in dieser Saison in eigener Halle noch keinen Zähler abgegeben.
Quelle: Weser Kurier, Autor: Jürgen Prütt
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