Der TV Oyten III rettet den knappen Derbysieg gegen Intschede über die Zeit

19. März 2026 | 3. Damen

Ein Herzschlagfinale lieferten sich die Verbandsliga-Handballerinnen des TV Oyten III in eigener Halle gegen den TSV Intschede. Mit einem knappen 29:28 (18:13) sicherten sich die Gastgeberinnen den Sieg, mussten aber bis zur letzten Sekunde um ihn bangen, als die beeindruckende Aufholjagd des Tabellenletzten jäh gestoppt wurde.

Die Gäste aus Intschede, stark ersatzgeschwächt und ohne die Haupttorschützinnen Beeke Hermann und Lili Kopmann angereist, zeigten eine starke Moral. Keeperin Mina Kruse glänzte mit beachtlichen 15 Paraden in 40 Minuten. „Es hat nicht viel gefehlt, um hier mindestens einen Punkt mitzunehmen", resümierte Kruse nach dem Spiel. Auch Trainer Niklas Bodenstab zeigte sich trotz der knappen Niederlage zufrieden: „Der Anfang war etwas stolperig. Wir haben uns vernünftig präsentiert und letztlich haben uns die vielen Gegenstöße der Oytener um mehr gebracht."

Nach einem anfänglichen 2:2 (5.) übernahm der Favorit aus Oyten das Kommando. Nachdem Intschedes Aktivposten Paula Binder auf 7:9 (14.) verkürzt hatte, zündeten die Vampires einen 6:1-Lauf. Über ein 15:8, erzielt durch Amelie Nienabers einzigen Treffer, setzten sich die Oytenerinnen zunächst komfortabel ab. Doch Intschede gab sich nicht geschlagen: Die achtfache Torschützin Cora Witzschke verkürzte auf 13:17 (29.). Auf Oytener Seite hielt Lina Bartsch mit sieben Paraden die Führung fest.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Außenseiter hartnäckig. Bis zum 22:18 (43.) nach einem Treffer von Natascha Lukovac hielten die Gäste den Rückstand in Grenzen. Dann aber zeigten die Vampires ihre Krallen: Durch schnelle Gegenstöße und konsequent ausgespielte Angriffe bauten sie die Führung durch Katharina Steinsträter auf 28:20 aus.

Doch das Drama war noch nicht vorbei. Die Gäste starteten eine furiose Aufholjagd. Wäre die nervenstarke Cora Witzschke beim Stand von 24:28 (54.) nicht mit ihrem achten Siebenmeter gescheitert, „hätte mehr drin gelegen", so der Tenor aus Intschede. Jaane Buschmann markierte das 29:25. In einer packenden Schlussphase verkürzte der TSV zwar noch auf 28:29, doch der Ausgleich blieb ihnen verwehrt. Trotz des hart erkämpften Erfolgs zeigte sich Oytens Coach Jannik Sievers selbstkritisch: „Uns fehlte am Ende einfach der Druck und die Bereitschaft. Wir müssen jedes Spiel über 60 Minuten mit letzter Konsequenz angehen."

Tore TV Oyten III: Steinsträter (6), Wilkens (6/1), T. Otten (4), Meyerdierks (3), Junge (3/1), Pohlmann (2), Pleß (2), Nienaber (1), Martens (1), Buschmann (1). Tore TSV Intschede: C. Witzschke (8/7), Binder (6), Schwittek (5), Wahlers (5), M. Witzschke (2), Lukovac (2).

Quelle: Kreiszeitung, Autor: Jürgen Prütt

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