
Der TV Oyten verabschiedet zwei Leistungsträgerinnen
9. April 2026 | 1. Damen
Zwei Spiele müssen die Regionalliga-Handballerinnen des TV Oyten noch absolvieren, dann werden sie sich von der Saison 2025/2026 verabschieden. Vor dem Duell beim BV Garrel zum Abschluss steht das letzte Heimspiel an. Die als Absteiger feststehende HSG Hunte-Aue Löwen ist am Sonntag (Anpfiff um 14.30 Uhr) zu Gast. Während der Abschied von der Saison dann noch eine Woche auf sich warten lässt, dürfte nach Spielende gegen die „Lion Ladys“ die eine oder andere Träne kullern. Denn mit Anna-Lena Meyer und Larissa Gärdes laufen zwei Leistungsträgerinnen in der Pestalozzihalle zum letzten Mal im TVO-Trikot auf.
Pause aus verschiedenen Gründen
Rückraumspielerin Meyer und Keeperin Gärdes haben sich beide dazu entschlossen, eine Pause einzulegen. Oytens Coach Thomas Cordes weiß, dass ihm in der Saison 2026/2027 zwei wichtige Spielerinnen nicht zur Verfügung stehen. Jedoch kann er die Entscheidung der beiden auch verstehen. „Bei Schlanni (Spitzname Anna-Lena Meyer, Anm. d. Red.) stand vor dieser Saison ein Fragezeichen“, erzählt Thomas Cordes. Damals habe sie sich dazu entschieden, noch eine Spielzeit dranzuhängen. „Jetzt will sie aber auch mal raus aus dem Handball-Konstrukt und eine andere Freizeitgestaltung. Eins zu eins ist sie nicht zu ersetzen.“
Für Gärdes sind hingegen berufliche Verpflichtungen der ausschlaggebende Punkt, eine Pause einzulegen. Hinter der Keeperin liegt eine aufregende Saison: Im September gewann sie mit der Polizei-Nationalmannschaft den EM-Titel. „Wir wissen natürlich, dass wir von der Qualität zwei sehr wichtige Spielerinnen verlieren“, verdeutlicht Cordes, dass er in der neuen Spielzeit auf zwei echte Stützen verzichten muss. Insbesondere eine TVO-Mannschaft ohne Anna-Lena Meyer ist nur schwer vorstellbar. Schließlich war sie seit Jahren eines der Gesichter bei den „Vampires“.
Schengalz mit Kreuzbandriss
Cordes betont aber auch, dass der TVO ein Ausbildungsverein sei. Es sollen also jüngere Spielerinnen nachrücken. Und für Larissa Gärdes steht quasi Fenja Land in den Startlöchern. Die Keeperin plagte sich lange mit einer Verletzung herum, ist nun aber zurückgekehrt. Auf eine Rückkehr von Isabel Schengalz muss Cordes hingegen noch lange warten. Die Knieverletzung, die sie sich im März beim Sieg in Rosdorf zugezogen hat, entpuppte sich als Kreuzbandriss. „Gepaart mit Schlannis Abgang tut das natürlich richtig weh“, sagt Cordes hinsichtlich der langen Verletzungspause, die die Rückraumspielerin einlegen muss.
Neben Schengalz wird gegen die Löwen auch Marie Majewski fehlen. Sie ist beruflich für eine längere Zeit im Ausland unterwegs. Sie wird vom TVO im Herbst zurückerwartet. Jana Lüdersen muss ebenso passen.
Gegner nicht unterschätzen
Das Ziel, das Cordes und Co. im letzten Heimspiel haben, ist hingegen klar: Ein Sieg soll her. „Von einem Schaulaufen will ich nichts hören. Wir haben den klaren Anspruch, dieses Spiel zu gewinnen und unseren achten Tabellenplatz zu behalten“, kündigt der Coach an. Zudem wolle man nicht die Mannschaft sein, die im Endspurt gegen einen Absteiger verliert.
Dass die Hunte-Aue Löwen die Regionalliga nach unten verlassen müssen, hatte Cordes indes vor der Saison nicht erwartet. „Die Mannschaft hat in vielen Spielen ja auch lange mitgehalten. Zudem hatten die Löwen großes Verletzungspech. Ich gehe davon aus, dass die HSG gegen uns sehr motiviert ist. Daher dürfen wir den Gegner auf keinen Fall unterschätzen“, sagt Cordes, dessen Sieben aber ebenso motiviert sein dürfte. Immerhin geht es auch darum, zwei absolute Leistungsträgerinnen gebührend zu verabschieden.
Quelle: Weser Kurier, Autor: Florian Cordes
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