
Handballer kehren nach der Osterpause auf die Felder zurück
9. April 2026 | 1. Herren
Die Osterpause ist vorbei. Die Handballer aus den Ober- und Verbandsligen greifen an diesem Wochenende wieder ins Spielgeschehen ein. Für die Mannschaften geht es nun endgültig auf die Zielgerade. Das ist das Programm am Wochenende nach Ostern.
Oberliga Nord Männer: Fünf Spiele hat der TV Oyten noch vor der Brust. Und ein wenig darf die Sieben von Trainer Lars Müller-Dormann noch auf die Vizemeisterschaft hoffen. Der Rückstand zur SG Bremen-Ost beträgt vier Punkte. Von hinten machen mit dem TV Dinklage und dem TV Neerstedt aber auch zwei Teams Druck, den TVO noch abzufangen.
Im Grunde können die „Vampires“ die kommenden Aufgaben aber entspannt angehen. Denn sie spielen eine gute Saison. Anders sieht es beim kommenden Gegner aus. Für Oyten geht es am Sonnabend (18 Uhr) zum TSV Bremervörde, der wiederum noch Punkte für den sicheren Klassenerhalt benötigt. „Daher wird es sicher auch ein heißer Tanz“, sagt Müller-Dormann vor dem Duell im Norden des Landkreises Rotenburg.
Er weist aber auch darauf hin, dass sein Team die Begegnung vollkommen befreit angehen kann. „Ich bin mal gespannt, wie die Jungs mit der nicht vorhandenen Drucksituation umgehen. Platz drei zu behalten, wäre aber durchaus schön“, schaut Müller-Dormann der Partie mit Interesse entgegen. Allerdings müssen die Oytener mal wieder mit einem schmalen Kader auskommen. Michel Schack und Mattis Brüns stehen nicht im Kader. Fraglich sind die Einsätze von Robin Hencken und Jarnis König.
Oberliga Nord Frauen: Der TV Oyten II war vor der Pause mit vier Siegen in Folge die Mannschaft der Stunde. Als Vierter des Klassements kehrt die Regionalliga-Reserve nun am Sonntag (15 Uhr) auf die Platte zurück – und zwar mit einem Auswärtsspiel beim Rangzehnten GW Mühlen. Bei aktuell vier Zählern Rückstand auf den zweitplatzierten HV Lüneburg gibt man sich im Lager der „Vampires“ entspannt. „Wir wollen unser Ding machen und dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt“, sagt Coach Sebastian Kohls. Den Druck hält er bewusst niedrig: „Aus eigener Kraft ist der Vizetitel ohnehin nicht mehr möglich.“
Trotz der klaren Tabellensituation warnt der Langwedeler vor der anstehenden Auswärtsaufgabe. Mühlen sei ein „extrem unangenehmes Pflaster“. Der Grund: „Mühlen agiert mit einer extrem offensiven 5:1-Abwehr, und das in einer sehr engen Halle“, erläutert Kohls. Die Favoritenrolle nimmt er dennoch an: „Natürlich kennen wir die Tabelle. Wir wollen es besser machen als in der Vorsaison, als wir hinten heraus sechsmal in Folge verloren haben.“
Personell müssen die Gäste den einen oder anderen Ausfall kompensieren. Keeperin Manuela Kirst ist verhindert. Kreisläuferin Mareen Köster (Fußverletzung) muss weiterhin passen. Linksaußen Dietke Gronewold fehlt aus privaten Gründen. Carlotta Hohaus und die junge Cathleen Hütten aus der A-Jugend bilden das Duo zwischen den Pfosten.
Verbandsliga Nord Männer: Mit einem Polster von fünf Punkten auf die Abstiegsplätze geht die SG Achim/Baden II in die letzten vier Saisonspiele. Dennoch mahnt Thorben Schmidt-Bonheur zur Wachsamkeit: „Wir dürfen uns nicht ausruhen“, warnt der Coach vor dem Heimspiel gegen den HC Bremen am Sonnabend (16.30 Uhr, Gymnasiumhalle).
Nach der Rechnung des 35-Jährigen benötigt die SG-Reserve noch mindestens einen Sieg, um den Klassenerhalt endgültig abzusichern. Die Erinnerungen an das erste Aufeinandertreffen mit dem HC sind beim Tabellenneunten schmerzhaft. Mit 20:39 kam die SG im Hinspiel unter die Räder. „Das war eine ziemliche Katastrophe“, blickt Schmidt-Bonheur auf die Abfuhr in der Hansestadt zurück.
Dass der HC Bremen bereits vier Spieltage vor Schluss den Titel perfekt gemacht hat, nötigt ihm Respekt ab: „Ich habe erwartet, dass die mehr Punkte liegen lassen.“ Verzichten muss die SG-Reserve im vorletzten Heimspiel der Saison auf Steffen Fastenau. Unterstützung aus der ersten Mannschaft wird es nicht geben. „Das Spiel der Ersten gegen Himmelsthür hat Vorrang“, erklärt Schmidt-Bonheur.
Auch für den TSV Daverden biegt die Saison 2025/2026 auf die Zielgerade ein – und das überwiegend vor heimischer Kulisse: Drei der letzten vier Partien bestreitet der Fünfte des Klassements in der Goldbachhalle. Den Auftakt bildet am Sonnabend ab 17.30 Uhr das Duell gegen den SVGO Bremen. „Mal sehen, wie die Jungs so aus der Osterpause kommen. Wir wollen die Spielzeit nicht einfach austrudeln lassen“, betont TSV-Coach Henning Meyer.
Nach dem SVGO kommen noch Meister HC Bremen und der Dritte HSG Schwanewede/Neuenkirchen in den Kreis Verden. „In beiden Duellen sahen wir im Hinspiel nicht gut aus. Wir wollen zeigen, dass wir es besser können“, gibt sich Meyer kämpferisch.
Zunächst liegt das Augenmerk jedoch auf dem Tabellenachten aus Bremen. Das Hinspiel entschieden die Daverdener deutlich mit 33:25 für sich. „Beim SVGO sind die Leistungsträger schon im reifen Handballalter. Wir werden das Gaspedal ordentlich durchtreten“, kündigt Henning Meyer an. Personell kann der Trainer der Grün-Weißen fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig der beruflich verhinderte Uli Mattfeldt muss passen.
Verbandsliga Nord Frauen: Theoretisch kann der TSV Intschede, der in der kommenden Saison mit dem TSV Morsum zur HSG MoIn fusioniert, den Klassenerhalt noch packen. Sieben Punkte beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer. Fakt ist aber auch: Gewinnt Intschede am Wochenende das Kellerduell gegen die HSG Unterweser (Anpfiff: Sonnabend um 16.30 Uhr), ist der Abstieg besiegelt.
Für den TV Oyten III ist die Saison hingegen gelaufen. Der Aufsteiger kann die Saison austrudeln lassen. Am Sonntag stellt sich der TVO ab 16 Uhr beim Tabellenvierten HSG Bützfleth/Drochtersen vor.
Quelle: Weser Kurier, Autor: Florian Cordes und Jürgen Prütt
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