
TSV Intschede steigt ab und TV Oyten III verbucht einen Teilerfolg
13. April 2026 | 3. Damen
In der Handball-Verbandsliga der Frauen steht der TSV Intschede nach der 18. Niederlage im 19. Saisonspiel als Absteiger fest. Derweil sorgte der TV Oyten III mit einem Teilerfolg beim Vorjahresmeister für eine Überraschung.
HSG Unterweser – TSV Intschede 25:19 (13:8): Das Team von Trainer Niklas Bodenstab steht nach der Niederlage beim Vorletzten als Absteiger fest. Dabei war der Auftakt vielversprechend: Beeke Hermann, mit fünf Treffern erfolgreichste Schützin im Team der Gäste, sorgte für eine schnelle 2:0-Führung (2.). Doch die Freude währte nur kurz. Die Intschederinnen ließen sich von der körperbetonten Spielweise der HSG beeindrucken und gerieten über 4:8 (20.) bis zur Pause mit 8:13 ins Hintertreffen. Trotz des deutlichen Rückstands zur Halbzeit bewiesen die Gäste Moral. Das starke Torhüter-Duo Mina Kruse und Maja König-Selmikat verhinderte mit sehenswerten Paraden, dass die Partie vorzeitig entschieden wurde.
Angestachelt durch die Keeperinnen blies der TSV zur Aufholjagd: Theres Meisloh per Dreierpack sowie Paula Binder verkürzten für die Gäste auf 15:18 (45.). Als Natascha Lukovac in der 51. Minute das 17:19 erzielte, lag die Wende kurzzeitig wieder in der Luft. In der entscheidenden Phase machte sich jedoch der dünne Kader bemerkbar. Den nur mit zehn Spielerinnen angereisten Gästen fehlten am Ende die Körner. Die HSG Unterweser nutzte die schwindenden Kräfte des TSV konsequent aus und darf weiter auf den Ligaverbleib hoffen. Den Schlusspunkt der Partie setzte Cora Witzschke mit ihrem Treffer zum 19:25-Endstand.
HSG Bützfleth/Drochtersen – TV Oyten III 24:24 (12:12): 19 Sekunden vor der Schlusssirene nahm TVO-Coach Jannik Sievers seine letzte Auszeit. Tatsächlich landete der Ball wie geplant bei Kim Pleß, doch ihr Abschluss wurde von der Abwehr der Gastgeberinnen geblockt. So blieb es beim Unentschieden. Trotz der verpassten Chance auf den Lucky Punch zeigte sich Sievers hochzufrieden. Einen Teilerfolg hätte er im Vorfeld sofort unterschrieben. „Wir sind nach Spitzenreiter SV Werder Bremen II erst die zweite Mannschaft, die in dieser Saison bei der HSG punkten konnte. Das Resultat geht völlig in Ordnung, da wir dem Favoriten über die gesamte Dauer ein Duell auf Augenhöhe geliefert haben“, attestierte Sievers seinem Team eine starke Leistung.
Besonders die stabile 6:0-Deckung seiner Crew erwies sich als Erfolgsfaktor. Immer wieder erzwang der Aufsteiger Ballgewinne und münzte diese durch schnelles Umschaltspiel in einfache Tore um. Nach einer knappen 11:9-Führung (25.) ging es mit einem leistungsgerechten 12:12 in die Kabinen. Auch eine kritische Phase nach dem Seitenwechsel, als sich die HSG beim 16:13 (38.) erstmals auf drei Tore absetzen konnte, brachte das Sievers-Team nicht aus dem Konzept. Die Drittvertretung der „Vampires“ zeigte eine starke Reaktion und ging nach einem Doppelschlag von Julia Meyerdierks zum 21:20 (49.) sogar wieder in Führung. In der Schlussphase glich die HSG die 24:23-Führung (57.) für den TVO noch aus.
Quelle: Weser Kurier, Autor: Jürgen Prütt
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