Oyten III gewinnt und Trainer Sievers bleibt – Intschede verliert

4. Mai 2026 | 3. Damen

Die Handballerinnen des TV Oyten III beenden ihre Premierensaison in der Verbandsliga auf Rang sechs. Weniger gut ist die Spielzeit für den TSV Intschede gelaufen. Mit dem Ziel obere Tabellenhälfte gestartet, bildet das Team vom Weserstrand das abgeschlagene Schlusslicht. 3:41 Punkte – so lautet die nüchterne Bilanz nach 22 Spielen.

TV Oyten III – HSG Unterweser 32:17 (13:10): Ein runder Abschluss für den Aufsteiger: Nach dem Abpfiff verkündete Jannik Sievers, dass er dem Team auch in der kommenden Spielzeit als Coach erhalten bleibt. Dabei sah es in der Anfangsphase keineswegs nach einer einseitigen Angelegenheit aus. Die Gäste aus der Wesermarsch warfen alles in die Waagschale und führten bis zur 16. Minute mit 6:5. Sievers sah den Grund für den holprigen Start vor allem in der mangelnden Chancenverwertung seiner Sieben. „Wir haben die gegnerische Torhüterin zur Heldin geworfen“, haderte der 30-Jährige.

Erst als Lykka Pohlmann die „Vampires“ beim 7:6 erstmals in Führung brachte, wendete sich das Blatt. Zwar blieb die Partie bis zum 13:10-Pausenstand noch einigermaßen offen, doch nach dem Seitenwechsel spielte nur noch eine Mannschaft – der TV Oyten III. Bis zur 50. Minute ließen die Gastgeberinnen lediglich drei weitere Gegentreffer zu und waren selber 15-mal erfolgreich. „Wir sind konsequent bei uns geblieben. Daher geht das Ergebnis auch in dieser Höhe völlig in Ordnung“, bilanzierte ein zufriedener Jannik Sievers nach dem gelungenen Saisonfinale.

ATSV Habenhausen – TSV Intschede 29:25 (16:10): Trotz der Niederlage verließ der TSV Intschede das Parkett erhobenen Hauptes. Trainer Niklas Bodenstab bescheinigte seinem Team eine „erstaunlich gute“ Leistung. Die Personallage beim Absteiger war zum Kehraus mehr als angespannt: Lediglich sieben Feldspielerinnen standen Bodenstab zur Verfügung. „In Anbetracht dieser Tatsache haben wir den Favoriten schon ordentlich geärgert“, bilanzierte der Coach. Am Ende seien seiner Sieben dann jedoch „die Körner ausgegangen“.

Zur Pause deutete alles auf einen deutlichen Heimsieg der Bremerinnen hin. Zwar hatte Paula Binder die Gäste mit 1:0 in Führung gebracht, doch der ATSV konterte prompt. Über ein schnelles 6:1 (5.) erspielte sich Habenhausen bis zum Seitenwechsel ein komfortables Sechs-Tore-Polster. „Mangels personeller Alternativen auf der Bank haben wir das Tempo im zweiten Durchgang extrem verschleppt. Habenhausen hat sich angepasst, was uns natürlich in die Karten gespielt hat“, erklärte Bodenstab. Als Natascha Lukovac in der 51. Minute zum 21:24 traf, schnupperten die Gäste plötzlich sogar an einer Überraschung.

In der Schlussphase machte sich der Kräfteverschleiß dann jedoch bemerkbar und der ATSV brachte den Sieg letztlich über die Zeit. Beim TSV Intschede beginnt nun eine neue Ära – gemeinsam mit dem Nachbarn TSV Morsum als HSG MoIn.

Quelle: Weser Kurier, Autor: Jürgen Prütt

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