Intensiv und abwechslungsreich

Die Drittliga-Frauen des TV Oyten sind mit ihrem neuen Trainer Jörg Leyens in die Saisonvorbereitung gestartet.

Oyten. Das Bild ist momentan noch ein wenig ungewohnt: Die Drittliga-Handballerinnen des TV Oyten sind in die Vorbereitung auf die Saison 2018/2019 gestartet. Allerdings sind sie das erstmals seit sieben Jahren nicht unter Sebastian Kohls. Der langjährige Coach der Oytenerinnen hat sich bekanntlich in den Jugendbereich des TVO zurückgezogen. Jetzt hat Trainer Jörg Leyens bei den „Vampires“ das Zepter in der Hand.

Das Gesicht des Trainers hat sich verändert, nicht aber die Fülle des Trainingsplans der kommenden Wochen. Der ist auch unter Jörg Leyens ziemlich voll. Bis Ende Juli bittet Leyens sein neues Team dreimal in der Woche zum Training. Und auch danach werden sich die Handballerinnen und ihr Coach fast täglich sehen. Gespickt ist der Vorbereitungsplan aber auch mit Trainingsspielen – und die Gegner in den Testbegegnungen sind durchaus attraktive. Wenn der Juli zu Ende geht, kommt zum Beispiel die Nationalmannschaft der Vereinigten Staaten in die Pestalozzihalle. Die Leyens-Sieben trifft am 31. Juli ab 20.30 Uhr auf das Team USA.

Bis dieser Vergleich, der so etwas wie der Höhepunkt der Vorbereitung ist, ansteht, will Leyens sein neues Team jedoch für die Saison, in der der TV Oyten in der Weststaffel der 3. Liga antritt, fit machen. Die ersten Einheiten seien schon einmal gut verlaufen, meint Jörg Leyens: „Zudem waren wir zum Auftakt erfreulicherweise komplett.“ Den Schwerpunkt will der neue Coach in den kommenden Wochen unter anderem auf die Athletik legen. „Die Fitnesswerte der Spielerinnen sehen schon ganz gut aus“, lobt Leyens. „Ausbaufähig sind sie aber noch. Das ist ja auch für die Mädels eine Motivation, wenn sie sehen, dass sie sich stetig verbessern.“

 

Bislang ist Jörg Leyens (links) sehr zufrieden mit dem, was seine Spielerinnen im Training zeigen. Ernst wird es für die „Vampires“ aber erst Mitte September.

Beeindruckt ist der neue „Vampires“-Coach aber auch von dem Einsatz seiner Spielerinnen und dem starken Zusammenhalt. „Es ist toll zu beobachten, wie sich die Mannschaft gegenseitig anfeuert. Diese tolle Gruppendynamik ist für uns auch sehr wichtig. Denn auf uns wartet eine sehr schwierige Saison. Daher ist die Vorbereitung sehr intensiv, aber auch abwechslungsreich“, erzählt Leyens. Der Trainer will immer wieder Unternehmungen einstreuen, die die Stimmung auflockern sollen. So haben die Oytenerinnen nicht mit einer klassischen Trainingseinheit die Vorbereitung eingeläutet, sondern mit einem speziellen Fotoshooting. „Die Ergebnisse werden wir demnächst veröffentlichen“, verrät Leyens.

Doch nicht nur die Arbeit mit den Spielerinnen gefällt Leyens bislang. „Die Zusammenarbeit mit Sören Boettcher (Co-Trainer des TV Oyten, Anm. d. Red.) klappt richtig gut“, meint der Nachfolger von Sebastian Kohls. „Wir liegen komplett auf einer Wellenlänge.“

Leyens und Boettcher trainieren aktuell einen leicht veränderten Kader: Mit Jacqueline Nowak und Kea Drewes stehen zwei Rückraumspielerinnen bekanntlich nicht mehr zur Verfügung. „Zudem werden Pia Franke und Franka Jacob jeweils eine halbe Saison wegen Auslandsaufenthalten fehlen“, bedauert Leyens. Darüber hinaus steht mit Rückkehrerin Bryana Newburn lediglich eine Spielerin auf der Liste der externen Zugänge. „Als neue Spielerin kann aber Lena Schulz bezeichnet werden“, findet Leyens. „Sie hat vergangene Saison kaum gespielt, will jetzt aber wieder angreifen.“ Die Vorbereitung absolviert aktuell auch Theresa Otten. Und dann ist da ja noch das Toptalent Wiebke Meyer. Sie soll in dieser Saison Drittliga-Luft schnuppern. „Wunderdinge darf man von einer 17-Jährigen aber nicht erwarten“, will Leyens eine zu große Erwartungshaltung an die Jugend-Nationalspielerin vermeiden.

Ernst wird es für die „Vampires“ am 16. September. Dann startet der TVO mit einem Auswärtsspiel gegen den HSV Solingen-Gräfrath in die Weststaffel der 3. Liga

. Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Florian Cordes

13.07.2018, 19:31 Uhr Presseberichte