Ruhe bewahren

Die männliche A-Jugend des TV Oyten hat in der Handball-Bundesliga in drei Spielen keinen Punkt geholt. Kein Grund, um in Panik zu verfallen, meint Redakteur Florian Cordes

Drei Niederlagen in den ersten drei Saisonspielen. Das liest sich wie eine niederschmetternde Bilanz. Genau solch einen Start legte der TV Oyten in der Jugendhandball-Bundesliga hin. Doch im Falle des TVO darf nicht von einer niederschmetternden Bilanz gesprochen werden. Und das aus ganz einfachen Gründen.

Da ist zum einen die Tatsache, dass die von Thomas Cordes gecoachten „Vampires“ mit einem undankbaren Auftaktprogramm leben mussten. Dreimal musste der TVO zu Beginn seines zweiten Bundesligajahres auswärts antreten. Die Gegner waren zudem schwierige: In Spiel Nummer eins erwies sich der VfL Potsdam am Ende doch als stärker, als Cordes ihn zunächst eingeschätzt hatte. Danach ging es zur SG Flensburg-Handewitt. Ein Erfolg beim Bundesliga-Nachwuchs aus dem hohen Norden wäre einer Sensation gleichgekommen. Zu guter Letzt stand das Duell gegen die SG HC Bremen/Hastedt an. Bei der knappen Niederlage beim Nachbarn zeigte sich einmal mehr, dass in einem Derby alles passieren kann. Und so ist Oyten mit 0:6 Punkten gestartet. Damit war durchaus zu rechnen. Das weiß auch Thomas Cordes.

Der wichtigste Grund dafür, dass die Bilanz nicht niederschmetternd ist, ist aber ein anderer. Es darf nicht vergessen werden, dass Oytens Bundesliga-Zugehörigkeit noch immer etwas ganz Besonderes und keinesfalls alltäglich ist. Die Cordes-Sieben ist noch immer einer der kleinen Klubs unter den ganz großen. Daher ist es völlig richtig, wenn der Trainer davon spricht, die Ruhe zu bewahren. Oyten wird seine Punkte in dieser Saison noch holen und das ohnehin schon Besondere noch besonderer machen.Florian Cordes (Achimer Kurier)

28.09.2018, 09:27 Uhr Presseberichte