Fehlerminimierung ist das oberste Ziel

Der TV Oyten bestreitet am Sonntag das zweite Heimspiel in Folge. Zu Gast ist die junge Mannschaft von Borussia Dortmund II.

Oyten. Die Südtribüne im Signal-Iduna-Park ist legendär. Mehr als 20 000 Fans des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund finden dort Platz und bilden bei jedem Heimspiel des BVB die „Gelbe Wand“. So imposant wie im Stadion der Dortmunder wird es am Sonntag in der Oytener Pestalozzihalle nicht werden. Dennoch rechnet Jörg Leyens damit, dass sich die Tribüne ein wenig in Schwarz-Gelb hüllt. Der Trainer des TV Oyten trifft mit seinem Team in der 3. Liga West auf Borussia Dortmund II, das Nachwuchsteam der Bundesliga-Handballerinnen (Anpfiff: Sonntag um 17 Uhr). „Dortmund hat immer einen kleinen Fanblock dabei. Daher sind auch unsere Zuschauer gefordert“, sagt Leyens vor dem zweiten Heimspiel in Folge.

Dem Trainer des TVO ist jedoch bewusst, dass es auch auf die Leistung seiner Mannschaft ankommt, damit die zwei Punkte in der Pestalozzihalle bleiben. Laut Jörg Leyens müssen seinem Team zwei Dinge besonders gelingen, damit nach dem ungefährdeten Heimsieg gegen den TVE Netphen auch der zweite Auftritt vor den eigenen Zuschauern ein erfolgreiches Ende nimmt. „Ziel Nummer eins muss die Fehlerminimierung sein“, fordert Leyens von seinen „Vampires“. Zweite Voraussetzung, um Dortmund zu besiegen, sei eine gute Defensive. „In der Abwehr wird sicherlich sehr viel Arbeit auf uns zukommen“, meint Jörg Leyens.



Gegen den TVE Netphen legte Lena Schulz mit dem TV Oyten eine erfolgreiche Heimpremiere in der Saison 2018/2019 hin

.Die Ergebnisse der beiden ersten Saisonspiele scheinen die Einschätzung des TVO-Trainers zu bestätigen. Denn die Bundesliga-Reserve des BVB hat zu diesem frühen Zeitpunkt der Serie 2018/2019 den besten Angriff. In 120 gespielten Minuten trafen die jungen Dortmunderinnen 63-mal. Gleichzeitig kassierten die Schwarz-Gelben mit 64 Toren aber auch die meisten Gegentreffer.  Laut Jörg Leyens sollte seine Deckung besonders zwei Spielerinnen im Blick behalten: Mariel Wulf, die beim BVB im linken Rückraum für Torgefahr sorgt, sowie Spielgestalterin Hannah Kriese. Beide sind erst 17 Jahre alt. „Vom Leistungsniveau her sind die Dortmunderinnen deutlich höher einzuschätzen als Netphen“, sagt Jörg Leyens. „Dortmund nutzt jeden Fehler konsequent aus. Wir müssen daher so ruhig und besonnen auftreten wie in unserem ersten Auswärtsspiel in Solingen.“ Nervosität möchte er von seiner Sieben nicht sehen – damit rechnet Leyens jedoch auch nicht: „Die sollten die Mädels eigentlich schon im ersten Heimspiel gegen Netphen abgelegt haben.“

Er ist sich jedoch sicher, dass seine Mannschaft das Zeug dazu hat, die Gäste aus der westfälischen Großstadt zu bezwingen. „Notfalls muss es auf unseren guten Block im Tor ankommen“, sagt Leyens und hebt damit die Wichtigkeit seines Torhüter-Duos hervor. Bereits am vergangenen Sonntag stellten Bryana Newbern und Romina Kahler unter Beweis, dass sie ein entscheidender Faktor sein können. Leyens: „Und auch gegen Dortmund könnten die Torhüterinnen das Zünglein an der Waage sein.“

Ein weiteres Plus für sein Team sieht Coach Leyens darin, dass es älter als der Gegner aus Dortmund ist und dementsprechend über Spielerinnen verfügt, die wesentlich mehr Routine in der 3. Liga haben. „Ich hoffe natürlich darauf, dass unsere größere Erfahrung dazu beiträgt, dass wir auch unser zweites Heimspiel in dieser Saison gewinnen“, sagt Jörg Leyens.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

28.09.2018, 09:29 Uhr Presseberichte