Der erste Auswärtssieg

Die Drittliga-Frauen des TV Oyten gewinnen souverän in Köln und feiern damit ihren ersten Saisonsieg in der Fremde.

Köln. „Verdammt wichtig.“ So hat Jana Kokot den ersten Auswärtssieg der Drittliga-Frauen des TV Oyten betitelt. Die von Jörg Leyens gecoachten Handballerinnen siegten mit 26:23 (14:10) beim 1. FC Köln 01/07. Damit überholten die Oytenerinnen den rheinischen Kontrahenten in der Tabelle und belegen nun Rang sieben mit 6:6 Punkten.

In puncto Offensive war Jana Kokot eine der Hauptverantwortlichen für den ersten Erfolg in der Fremde. Die Kreisläuferin steuerte acht Treffer bei. „Drei davon hat sie aus 34 Metern erzielt. Ich weiß nicht, ob das die richtige Taktik von Köln war, die Torhüterin rauszunehmen. Aber Jana hat das eiskalt ausgenutzt“, berichtete ein zufriedener Jörg Leyens. Und zufrieden konnte der Trainer von Beginn an sein, stand es doch nach sechs Minuten 3:0 für seine Schützlinge. Zwar kam der Gastgeber im weiteren Verlauf des Spiels auf 8:9 heran, doch eine taktische Änderung von Leyens, die er in der Auszeit vornahm, machte sich bewährt.

Denise Engelke hatte sich frühzeitig zweimal zwei Minuten eingehandelt und wurde aus der Abwehr gezogen. Fortan spielten Patricia Lange und Lisa Goldschmidt zusammen in der Deckung – mit Erfolg. „Die Abwehr im Zusammenspiel mit Romi (Torhüterin Romina Kahler, Anm. d. Red.) hat sehr gut funktioniert. Sie war der Schlüssel zum Erfolg“, betonte Jana Kokot. Engelke zeigte sich derweil im Angriff torhungrig. Sieben Treffer wurden am Ende der Partie hinter ihrem Namen in der Statistik notiert.



Berüchtigt für ihr Spiel am Kreis, gegen Köln aber auch insbesondere aus der Ferne erfolgreich: Oytens Jana Kokot (am Ball).

Nach der taktischen Umstellung setzten sich die Gäste wieder ab und vergrößerten den Vorsprung bis zur Pause auf vier Tore. In der zweiten Hälfte bauten die Vampires ihre Führung sukzessive aus. Erst am Ende ereilte sie nochmals eine Schwächephase. „Wir haben es über die Zeit gebracht. Aber der Sieg geriet nie in Gefahr, auch ein Unentschieden war nie wirklich in Reichweite“, urteilte Kokot.  „Da war viel Schönes bei. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen und in der Woche trainiert hatten“, freute sich Coach Leyens. Für den war es ein besonderer Sieg, da er in Köln studierte. Apropos Köln: Feierlichkeiten gehören zur Stadt genauso wie der Dom. Entsprechend sind einige Spielerinnen noch geblieben. „Sie wollten feiern. Und das hatten sie sich auch verdient.“

Am kommenden Wochenende treten die Oytenerinnen wieder daheim in der Pestalozzihalle an. Dann heißt der Gegner TV Aldekerk 07, seines Zeichens aktueller Tabellenfünfter.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Patrick Hilmes

04.11.2018, 22:39 Uhr Presseberichte