Oyten II: Rein- und durchgebissen

Der TV Oyten II hat sich vor heimischer Kulisse am späten Sonntagnachmittag gegen den TV Dinklage schlussendlich durchgesetzt. Dabei lagen die Vampires zur Pause noch zurück.

Oyten. Die Oberliga-Handballerinnen des TV Oyten II durften feiern. Und zwar „den geilsten Sieg überhaupt“, so Coach Jens Dove. Warum der 35:31 (18:20)-Heimerfolg so besonders war, lag am Spielverlauf. Denn dieser war ein reines Auf und Ab.

„Wir sind eigentlich ganz gut reingekommen“, erzählte Jens Dove. Doch nach und nach bekam der Gast Oberwasser. Der Grund: die starken Rückraum-Schützinnen des TV Dinklage. „Die waren wirklich sehr gut, haben hart und präzise geworfen“, war Dove beeindruckt. Doch seine Schützlinge steckten nicht auf und schlugen zurück. Eine offensivere Deckung verhalf zu mehr Sicherheit. Doch auf und ab bedeutet eben auf und ab. „Denn phasenweise funktionierte es dann doch wieder nicht.“


Sie war das „Experiment“ von Oytens Trainer Jens Dove: Jana Stoffel agierte gegen Dinklage im Rückraum und erhielt anschließend ein Sonderlob für ihre Leistung. (Hake)

Die Reaktion des Coaches war eine Umstellung, ein Experiment. Er stellte Jana Stoffel in den Rückraum. Und das sollte sich als Glücksgriff erweisen. „Sie hat wirklich 60 Minuten auf der Platte alles gegeben“, erhielt sie von ihrem Coach ein Sonderlob. Zudem spielte den Gastgeberinnen in die Karten, dass sich Anfang der zweiten Hälfte der TVD selbst schwächte. Eine der beiden Rückraum-Schützinnen handelte sich per Notbremse die Rote Karte ein. Fortan wurde die zweite im Bunde in Manndeckung genommen. Und ab dem 20:24 begann das Spiel zu kippen. „Wir haben immer mehr Zugriff bekommen, und Dinklage durchbrach unsere Deckung nicht mehr. Ich habe meinen Spielerinnen immer gesagt, sie sollen ruhig spielen, auf ihre Chancen warten. Denn die Deckung von Dinklage war sehr unbeweglich“, berichtete der Oytener Trainer.

Und seine Spielerinnen hörten auf ihn. Nach und nach verwandelte sich der Rückstand in einen Vorsprung, der dann auch nach Minute 60 Bestand hatte. „Ich bin sehr zufrieden. Die Mädels sagten auch, es sei der geilste Sieg, weil sie sich so reinbeißen mussten. Am Ende waren wir dann auch die bessere Mannschaft“ – daher verbuchte Jens Dove den Sieg als verdient. Das ist auch das Stichwort für Jacqueline Nowak, die 13 Treffer für sich verbuchen durfte, sechs davon erzielte sie per Siebenmeter.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Patrick Hilmes

05.11.2018, 13:14 Uhr Presseberichte