Cordes-Team beraubt sich der eigenen Stärke – 21:32

Oytens A-Jugend lässt gegen Magdeburg die Grundtugenden vermissen

Oyten - Von Kai Caspers. Kampf, Leidenschaft, Emotionen – alles Attribute, die in den vergangenen Heimspielen stellvertretend für den Auftritt der männlichen A-Jugend des Handball-Bundesligisten TV Oyten Vampires standen. Doch ausgerechnet gegen den Tabellenzweiten SC Magdeburg war davon auf Seiten der Gastgeber nicht viel zu sehen. Daher war es auch kein Wunder, dass es letztlich eine deutliche 21:32 (7:12)-Klatsche setzte.

„Ich habe keine Ahnung, was da heute los war. Um gegen so einen Gegner zu bestehen, muss man anders auftreten. Dabei hatten wir uns nach dem ersten Saisonsieg einiges vorgenommen. Leider konnten wir das zu keiner Phase wirklich umsetzen“, machte TVO-Trainer Thomas Cordes keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. Dabei störte ihn gar nicht so sehr die Niederlage. Nein, vielmehr hatte Cordes an der fehlenden kämpferischen Einstellung zu knabbern: „Aber so ein Spiel hat jede Mannschaft einmal. Wir sind dann damit hoffentlich durch!“



 Die Vorentscheidung zugunsten der Gäste – sie war bereits nach 18 Minuten gefallen. Zu diesem Zeitpunkt sahen sich die Oytener einem 2:8 gegenüber. Dabei hätte das Ergebnis durchaus knapper sein können. Allerdings hätten die Gastgeber dafür etwas mehr Konzentration im Abschluss aufbringen müssen. Unter anderem scheiterten Max Borchert, der einen komplett gebrauchten Tag erwischt hatte, und Hannes Grittner jeweils mit einem Siebenmeter am starken SC-Keeper Janik Patzwald. Erst Geburtstagkind Niko Korda machte es im weiteren Verlauf besser und blieb dreimal ohne Fehlwurf vom Punkt. Nur gut, dass auch Oytens Torhüter Jonas Lüdersen einen guten Tag erwischt hatte und einen deutlicheren Rückstand als das 7:12 zur Pause mit einigen Glanzparaden zu verhindern wusste.

Der Auftakt der zweiten Halbzeit, er stand dann ganz im Schatten von Magdeburgs Dino Mustafic. Nahezu ohne Gegenwehr traf er aus dem Rückraum quasi nach Belieben und hatte bis zum 19:9 (40.) gleich fünfmal ohne große Gegenwehr eingenetzt. „Deckungsarbeit ist eine Mentalitätssache. Und da haben wir einfach nicht den nötigen Biss gezeigt“, befand Cordes, der es im Anschluss noch einmal mit einem Torhüterwechsel zu Mattis Köhlmoos versuchte. Aber auch der verpuffte wirkungslos.

TV Oyten Vampires: Lüdersen, Köhlmoos - Seliger, Brandt (2), Blau (1), Sibahi (2), Timmemann (1), Borchert, Fischer (1), Hencken (8), Korda (3/3), Tiller (1), Grittner (1), Brüns (1).

Quelle: Kreiszeitung - Autor: Kai Caspers

05.11.2018, 13:21 Uhr Presseberichte