Ein (fast) schwarzer Sonntag

Diese Auswärtsfahrt hatten sich die A-Jugend-Handballer des TV Oyten anders vorgestellt: Beim BSV 93 Magdeburg sind sie mit 23:33 untergegangen.

Magdeburg. So war das nicht geplant: Eigentlich hatten sich die A-Jugend-Handballer des TV Oyten etwas ausgemalt für ihre Auswärtspartie beim BSV 93 Magdeburg. Doch daraus wurde nichts. Die Partie der Bundesliga Nord-Ost endete mit einem deutlichen 33:23 (16:9)-Erfolg der Gastgeber.

Thomas Cordes hatte es schon geahnt, dass dieser Tag nicht der Tag des TVO werden würde. Der Grund war die angespannte Personallage. So musste der Coach unter anderem auf Robin Hencken und Max Borchert verzichten. Ebenfalls angeschlagen mit Rückenproblemen reiste Niko Korda mit. Dieser avancierte unverhofft mit fünf Toren aber noch zum besten Schützen der Oytener binnen einer Viertelstunde. Korda kam erst 15 Minuten vor Schluss in die Partie, da Chris Ole Brandt ab diesem Zeitpunkt nicht mehr mitwirken konnte. Er hatte die Rote Karte gesehen. „Bei einem Tempogegenstoß läuft er in den Gegenspieler und foult ihn damit, Rot war gerechtfertigt“, schilderte Thomas Cordes.

Zu diesem Zeitpunkt war die Partie aber bereits entscheiden und Magdeburg schaltete einen Gang runter. „Natürlich hatten wir uns das anders vorgestellt, aber die personelle Hypothek war einfach zu groß“, merkte Oytens Coach an. Ihm fehlten schlichtweg die Alternativen in der Offensive. „Manchmal hat man diese Spiele, in denen es nicht läuft und dann brauchst du frischen Input. Den hatten wir einfach nicht.“ Auch die Spieler, die zur Verfügung standen, machten nicht den frischesten Eindruck, was auch für den gegen Bremen/Hastedt noch so starken Mohamed-Aljawaaha Sibahi galt. „Er hatte auch nicht so den Dampf.“



Trotz Rückenschmerzen avancierte Niko Korda zum besten Oytener Schützen binnen einer Viertelstunde


Einzig die Anfangsphase konnte der Gast ausgeglichen gestalten. Doch nach dem 4:4 in Minute 15 sagte der Gastgeber Adios und setzte sich mit einem 4:0-Lauf ab. Peu á peu wurde dieser Vorsprung im Laufe der Partie weiter aufgestockt. Gegenwehr war kaum noch zu beobachten, weshalb Thomas Cordes die personelle Lage auch nicht gänzlich als Grund der Niederlage gelten lassen wollte. „Wir müssen natürlich mehr Kampf an den Tag legen“, monierte er. „Die Niederlage war zurecht so deutlich. Es war kein ganz schwarzer Sonntag, aber sicherlich war er auch nicht hell.“ Nun baut der Coach darauf, dass seine Schützlinge aus der Pleite Motivation schöpfen und es am kommenden Sonntag vor heimischer Kulisse in der Oytener Pestalozzihalle besser machen. Dann heißt der Gegner THW Kiel, seines Zeichens Tabellenzweiter.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Patrick Hilmes

10.02.2019, 21:57 Uhr Presseberichte