Rumpfteam verkauft sich teuer

Jörg Leyens war mächtig stolz auf seine Spielerinnen. Denn obwohl der TV Oyten mit einer Notsieben beim VfL Oldenburg II antreten musste, lag ein Derbysieg im Bereich des Möglichen

  

Jörg Leyens sah zwar eine Niederlage seiner Mannschaft, aber eben auch eine starke Leistung.

Oldenburg. Mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe haben die Handballerinnen des TV Oyten dem VfL Oldenburg II alles abverlangt. Fast hätte der Drittligist aus dem Landkreis Verden mit seiner Notsieben sogar für eine Überraschung gesorgt. Am Ende fehlten aber doch die personellen Alternativen: 28:32 lautete das Resultat an der Hunte nach 60 Minuten aus Sicht der „Vampires.“ Zur Halbzeit hatte der TV Oyten noch mit 13:12 geführt. 

Es war eine schwierige Mission für die Gäste. „Gefühlt sind wir mit sieben Linksaußen angetreten“, verwies Jörg Leyens auf die lange Ausfallliste. Neben Denise Engelke und Patricia Lange musste Oytens Trainer auch noch auf Jana Kokot, Lea Bertram und Lena Schulz verzichten. Zudem waren Lisa Bormann-Rajes und Wiebke Meyer mit einer Erkältung am Start.  Nachdem Oldenburgs Trainer Andreas Lampe den Wunsch der Oytener auf eine Spielverlegung abgelehnt hatte, musste sich Oytens Coach vor dem Derby zwangsläufig in anderen Teams des TVO nach Personal umsehen. Fündig wurde Jörg Leyens in der zweiten Mannschaft und in der A-Jugend. Aus der Reserve waren Susanne Tauke, Jana Stoffel und Nina Schnaars dabei, aus der A-Jugend Linkshänderin Marie Schote.

Am Ende durfte der TV Oyten die Sporthalle im Oldenburger Stadtteil Wechloy erhobenen Hauptes verlassen. „Es war sogar mehr drin. Wir haben uns super verkauft“, lobte Jörg Leyens seine Mannschaft nach dem Achtungserfolg. Entscheiden war die Partie erst sechs Minuten vor dem Ende. Nachdem Susanne Tauke mit ihrem insgesamt vierten Treffer auf 26:24 verkürzt hatte, traf der VfL zweimal in Folge. Bei dem Vier-Tore-Abstand blieb es bis zur Schlusssirene.„Anna-Lena Meyer hat viel Verantwortung übernommen“, lobte Jörg Leyens die neunfache Torschützin. Im ersten Durchgang habe sein Team aber auch  einige gute Chancen liegen gelassen. „Als Oldenburg die siebte Feldspielerin gebracht hat, haben wir mehrfach das leere Tore nicht getroffen“, schilderte der Coach, der mit dem TV Oyten trotz der Niederlage weiter auf Platz fünf steht.

Für die kommende Woche habe er seiner dezimierten Truppe trainingsfrei   gegeben, erklärte Jörg Leyens. Nach Ostern werde man sich dann auf die letzten beiden Partien der Saison vorbereiten. In diesen geht es für die „Vampires“ gegen zwei Absteiger. Am Sonntag, 28. April, kommt zunächst der TSV Bonn in die Pestalozzihalle. Am Mittwoch, 1. Mai, geht eine erfolgreiche Spielzeit für den TV Oyten mit einem Auswärtsspiel beim BV Garrel zu Ende.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Jürgen Prütt

14.04.2019, 19:37 Uhr Presseberichte