Jetzt muss eine Siegesserie her

Nach der ersten Qualifikationsrunde zur Handball-Bundesliga haben sich die Chancen der „Vampires“ auf eine weitere erstklassige Saison eher verschlechtert



Pech für die Oytener A-Junioren: Ihr Spielmacher Niko Korda (mit Ball) musste in der zweiten Partie gegen Bissendorf-Holte nach einem Faustschlag ins Gesicht frühzeitig vom Feld.

Groß Lafferde. Für die A-Jugend-Handballer des TV Oyten ist der Weg zurück in die Jugend-Bundesliga ein ganz weiter geworden. Durch einen 17:10-Erfolg im abschließenden Gruppenspiel der ersten Qualifikationsrunde gegen die JSG Hainich/Nessetal schaffte die Mannschaft des neuen Trainers Marc Winter in Groß Lafferde (Landkreis Peine) zwar den Sprung in die zweite Runde und damit ihr Minimalziel – weh tun allerdings die beiden Niederlagen vom Sonnabend gegen den TSV Anderten (17:21) und den TV Bissendorf-Holte (12:20). Da die Ergebnisse gegen die beiden Konkurrenten am kommenden Sonnabend und Sonntag mit in die zweite Runde genommen werden, starteten die „Vampires“ mit null Zählern in die Vergleiche gegen die NSG EHV Nickelhütte Aue (4:0 Punkte) sowie den OHV Aurich und Eintracht Hildesheim (beide 1:3 Zähler).

„Am ersten Turniertag haben die Jungs zu verhalten gespielt, es hat an der nötigen Körpersprache gemangelt. Im Spiel gegen die JSG Hainich/Nessetal am Sonntag, hat es bei einigen dann aber klick gemacht“, resümierte Marc Winter. In der Auftaktpartie gegen den TSV Anderten waren die Seiten mit einem 6:10-Rückstand aus Sicht der Winter-Crew gewechselt worden. „Im zweiten Abschnitt kämpfen wir uns dann bis auf ein Tor heran und verpassen mit einem verworfenen Siebenmeter den Ausgleich“, schilderte Marc Winter die entscheidende Phase gegen den Nachwuchs des Männer-Drittligisten aus Hannover. Am Ende stand für den TV Oyten eine Niederlage mit vier Toren Rückstand zu Buche. In der zweiten Partie gegen den TV Bissendorf-Holte musste Spielmacher Niko Korda nach einem Faustschlag ins Gesicht frühzeitig vom Feld. Mit zunehmender Spieldauer hätten im Rückraum die Alternativen gefehlt, klagte Winter.
 Dem 52-jährigen Coach der „Vampires“ standen in Groß Lafferde lediglich neun Feldspieler zur Verfügung. Bis zuletzt hatte man im Lager des TVO auf den Einsatz von Fynn Menne gehofft. Die Passstelle des Handball-Verbandes-Niedersachsen (HVN) verweigerte dem ehemaligen Bundesligaspieler (Eintracht Hildesheim) jedoch ein sogenanntes Gastspielrecht. Aus anderem Grund fehlte Jonas Brandenburg: Der Linksaußen war mit seinem Ex-Verein, dem TSV Wietzendorf, auf Abschlussfahrt. Probleme mit der Spielberechtigung gibt es für den Flügelspieler indes keine. Brandenburg wird am kommenden Wochenende in der zweiten Runde sein Debüt im Oytener Trikot geben. Marc Winter: „Mit Fynn und Jonas wäre es vielleicht noch ein wenig anders gelaufen. Man muss schon bedenken, dass einige unserer Jungs in der vergangenen Saison noch in der B-Jugend-Verbandsliga unterwegs waren.“ Griffiger wären die beiden Auftaktgegner gewesen, meinte Marc Winter.  In der Partie gegen die JSG Hainich/Nessetal aus der Nähe von Eisenach ließ der TV Oyten am Sonntag dann nichts anbrennen. Nach ausgeglichenem Beginn (2:2) zog der Nachwuchs aus dem Kreis Verden auf 7:3 davon. Zur Halbzeitpause betrug der Vorsprung dann bereits sieben Tore (11:4).

Die Chancen auf ein Weiterkommen schätzt Marc Winter realistisch ein: „Bei uns muss schon alles passen. Wir brauchen drei Siege, dann kann es sogar noch mit einem Direktplatz klappen. Aber wer weiß, vielleicht hauen wir am Sonnabend ja zum Auftakt gegen Aue gleich einen raus.“ Der Unterbau des Zweitligisten aus Sachsen hat die erste Runde nach Siegen gegen den OHV Aurich (23:16) und Eintracht Hildesheim (20:12) – ebenso wie der TSV Anderten – mit einer makellosen Bilanz überstanden.

Man würde sich gewissenhaft auf die Partien gegen Aue und Aurich am Sonnabend sowie das Duell mit Hildesheim am Sonntag vorbereiten, versicherte Marc Winter. „Am Dienstag und Mittwoch wird noch einmal gemeinsam mit den Männern trainiert, und dann schauen wir, was geht

.Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Jürgen Prütt

26.05.2019, 22:09 Uhr Presseberichte