Alles muss passen

Der TV Oyten will an diesem Wochenende seine kleine Chance auf ein weiteres Jahr in der Bundesliga nutzen



Marc Winter hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er mit dem TV Oyten in die Bundesliga einzieht.

Groß Lafferde. SG Flensburg/Handewitt, SC Magdeburg, Füchse Berlin oder auch der THW Kiel: Diese Vereine waren in den vergangenen beiden Jahren allesamt zu Gast im Landkreis Verden. Genauer gesagt bei der A-Jugend des TV Oyten in der Handball-Bundesliga. Ob diese klangvollen Namen des deutschen Handballs auch in der kommenden Spielzeit wieder in der Pestalozzihalle auflaufen, hängt seit dem vergangenen Wochenende allerdings am seidenen Faden.

Wollen die „Vampires“ sich noch das Ticket für ein weiteres Jahr im Oberhaus schnappen, dann muss an diesem Sonnabend und Sonntag in der zweiten Relegationsrunde in Groß Lafferde (Landkreis Peine) alles passen. Da der TV Oyten in Runde eins nämlich die Partien gegen den TSV Anderten und den TV Bissendorf-Holte verloren hat, geht die Sieben von Trainer Marc Winter mit null Zählern auf der Habenseite in die Vergleiche gegen die NSG  EHV Nickelhütte Aue, den OHV Aurich und Eintracht Hildesheim.„Wir haben nichts mehr zu verlieren, das kann sogar ein kleiner Vorteil sein“, sagt Marc Winter. Der Nachfolger von Thomas Cordes schickt seine derzeit stärkste Formation auf die Platte. Vor seinem Debüt bei den Blau-Roten steht Jonas Brandenburg. Der vom TSV Wietzendorf zum TV Oyten gewechselte Linksaußen hatte die erste Relegationsrunde aufgrund der Abschlussfahrt seiner ehemaligen Truppe verpasst. Auch Spielmacher Niko Korda hat sich nach einem rüden Foul in der Partie gegen den TV Bissendorf-Holte wieder erholt und ist einsatzbereit.In personeller Hinsicht sieht es beim TVO also schon einmal besser aus. Fakt ist dennoch: Soll der Traum von einem weiteren Jahr in der Bundesliga nicht früh platzen, dann muss am Sonnabend um 10 Uhr gleich in der ersten Partie gegen die NSG EHV Nickelhütte Aue ein Sieg her. Der Zweitliga-Nachwuchs aus Sachsen hat sich mit zwei souveränen Erfolgen gegen den OHV Aurich (23:16) und Eintracht Hildesheim (20:12) eine optimale Ausgangsposition verschafft. Mit einem Sieg wäre Platz drei, der zu weiteren Qualifikationsspielen auf Bundesebene berechtigt, für die Winter-Crew wieder in Reichweite. Der TV Oyten dürfte sich allerdings im zweiten Spiel des Tages gegen den OHV Aurich (12.30 Uhr) sowie am Sonntag (9.30 Uhr) gegen Eintracht Hildesheim keinen Patzer mehr erlauben. „Wir brauchen eine gute Deckungsleistung und das eine oder andere Gegenstoßtor, dann könnte noch etwas gehen“, meint Marc Winter. Der 52-jährige Lehrer aus Bremen wird  auf der Bank erneut von Sören Blumenthal, Lars Müller-Dormann und Physiotherapeutin Livia Vogt unterstützt.

Qualifiziert hat sich der TV Oyten für die zweite Runde mit einem 17:10-Erfolg gegen die JSG Hainich/Nessetal. In der Partie habe es bei einigen Spielern klick gemacht, sagte Marc Winter. Durch den Sieg gegen den Nachwuchs aus Thüringen nehmen die Jungs aus dem Landkreis Verden ein positives Gefühl mit  in das entscheidende Wochenende.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Jürgen Prütt

31.05.2019, 13:28 Uhr Presseberichte