Das Minimalziel erreicht

Männliche A-Jugend des TV Oyten qualifiziert sich für die Vorrunde der Oberliga



Johannes Seliger (am Ball) hat mit dem TV Oyten am Sonntag beide Spiele gewonnen.

Oyten. Noch ein letztes Mal strecken, noch einmal alles aus sich herausholen – das galt am Sonntag für die männliche A-Jugend des TV Oyten. Denn nach der verpassten Bundesliga-Qualifikation wollten die Handballer des TVO zumindest das Minimalziel namens Oberliga-Vorrunde erreichen. Dafür musste das Team von Trainer Marc Winter die vierte Relegationsrunde, die in Oyten ausgetragen wurde, erfolgreich überstehen. In zwei Dreiergruppen wurden insgesamt drei Plätze für die höchste Liga des Handball-Verbands Niedersachsen verteilt.

Um es vorweg zu nehmen: Die Winter-Sieben hat ihr Ziel erreicht. Allerdings mussten die Oytener in ihren beiden Spielen – der TVO traf in seiner Gruppe auf den TV Cloppenburg und die JSG Weserbergland – voll konzentriert zur Sache gehen. „Man hat gemerkt, dass wenn die Köpfe nicht richtig mitspielen, es schwierig für uns geworden ist“, sagte Winter. Damit sprach er vor allem zwei Situationen an. Die erste ereignete sich im ersten Spiel gegen Cloppenburg. Die Oytener zeigten zunächst, dass sie nach der verpatzten Bundesliga-Relegation die Oberliga-Vorrunde mit aller Macht erreichen wollten. Schnell ging die Winter-Sieben mit 5:1 in Führung. Doch in der Folge ließen die Gastgeber nach, sodass Cloppenburg eine erfolgreiche Aufholjagd hinlegte. Der TVO berappelte sich aber schnell und zog bis zur Pause auf 15:8 davon.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber längst nicht mehr so treffsicher: In Durchgang zwei trafen sie nur noch viermal. Dafür stand aber die Deckung recht sicher, sodass der erste Schritt in Richtung Oberliga mit Erfolg gemeistert wurde. Der Oberliga-Nachwuchs wurde mit 19:13 besiegt.Der entscheidende Schritt sollte dann gegen die JSG Weserbergland gemacht werden. Der zweite Gegner des TV Oyten hatte zuvor mit 17:26 gegen den TV Cloppenburg verloren. Oyten traf somit auf den vermeintlich leichteren Gegner in dieser Gruppe. Doch in der Anfangsphase war der Favorit überhaupt nicht auf der Höhe. Daher legte Marc Winter in der 14. Minute die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch.
 Als der TVO-Coach die Auszeit nahm, lag sein Team gegen den Außenseiter mit 6:7 zurück. Doch die Auszeit sollte den erwünschten Effekt bringen: Winter rüttelte seine Schützlinge wach, die der JSG fortan keine Chance mehr gaben. Bis zum Pausenpfiff trafen nur noch die „Vampires“, sodass die Seiten beim Stand von 11:7 gewechselt wurden. Nach Wiederanpfiff nahm das Oytener Tempospiel richtig Fahrt auf und die Gastgeber steuerten einem lockeren Sieg entgegen. Beim Schlusspfiff stand es 26:11 – das Minimalziel Oberliga-Vorrunde war erreicht.

Zu überzeugen wusste im zweiten Spiel unter anderem Torhüter Dimo Möller. Er gab am Sonntag allerdings seine Abschiedsvorstellung. „Er kehrt zu seinem Heimatverein HSG Heidmark zurück“, sagte Winter. Zudem gebe es hinter zwei, drei Spielern noch Fragezeichen, ob sie in Oyten bleiben. „Wir werden aber eine starke Mannschaft haben. Die Jungs haben viel Potenzial. Und wenn die Köpfe mitspielen, können wir in der Oberliga ein Wörtchen mitreden. Einfach wird es aber nicht. Denn auf uns warten starke Gegner“, blickte der Trainer voraus.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Florian Cordes

24.06.2019, 09:50 Uhr Presseberichte