Immer wieder fasziniert

Vampires bei der 42. Auflage der Lundaspelen in Schweden mit vier Teams dabei


Gegen Teams aus vier verschiedenen Nationen spielten die Oytener Handballerinnen des Jahrganges 2006. Hier stehen sie neben dem Team  aus Hong Kong.

Lund. Jonas Lüdersen ist bei den Lundaspelen schon fast Stammgast. Dreimal war der 18-Jährige in den vergangenen Jahren als Spieler beim weltweit größten Handball-Jugendturnier dabei. Bei der 42. Auflage ist Lüdersen, der aktuell beim TV Oyten sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, nun erstmals als Betreuer mit nach Schweden gefahren.

Bei seinem Debüt auf der Bank blieb dem Achimer mit der männlichen Jugend B der „Vampires“ denkbar knapp der Einzug ins Endspiel der B-Playoffs verwehrt. Im Halbfinale lag die Oytener Nachwuchshandballer nach Ende der regulären Spielzeit gegen Ankaret mit 11:10 vorne. Durch einen direkt verwandelten Freiwurf musste der zukünftige Verbandsligist dann aber noch den Ausgleich hinnehmen. Über den Einzug in das Finale entschied schlussendlich das Penaltywerfen und dabei hatte der Kontrahent aus Dänemark mit 3:0 die Nase vorne.

Neben vier Nachwuchsteams des TV Oyten war erstmals auch die HSG Verden-Aller in Lund vertreten. Zwei männliche und zwei weibliche Mannschaften hatte Juri Wolkow gemeldet. Selber zeichnete der Jugendwart der HSG für die C-Mädchen verantwortlich. Vor dem abschließenden Gruppenspiel war für den Landesligisten sogar noch der Einzug in die A-Playoffs, die Runde für die besten Mannschaften, möglich. „Wir unterliegen dann aber gegen IK Saevehof mit vier Toren und landen in unserer ausgeglichenen Gruppe durch das schlechtere Torverhältnis nur in der Playoff C-Runde“, berichtete Wolkow. In dieser erreichte der Nachwuchs aus der Domstadt das Endspiel. Nach einer 11-15-Niederlage gegen den TSV Allach 09 aus der Oberliga Bayern musste sich die Wolkow-Sieben bei ihrer Premiere in Schweden schlussendlich mit Platz zwei begnügen. Jede seiner Spielerinnen habe sich in den vielen engen Vergleichen im Verlauf des Turniers gesteigert, zog Juri Wolkow ein positives Fazit.Mit den Jungen aus den Jahrgang 2004 der HSG Verden-Aller war Lars Blatt als einziges Team aus dem Landkreis Verden in die A-Playoffs eingezogen. Einige personelle Ausfälle ließen sich anschließend gegen IFK Skövde aber nicht mehr auffangen. „Mit Paul und Lukas Seliger sowie Lasse Metzing standen drei Spieler gar nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung“, nannte der Coach einen Grund für die 14:17-Niederlage im Achtelfinale gegen den Gegner aus Schweden.

Morgens ein 28:0-Kantersieg gegen das Team „NMCE“ aus Indien und zwei Stunden später durch eine 13:16-Niederlage der Knock-out in den C-Playoffs gegen Hong Kong. So gestaltete sich der abschließende Turniertag für die von Bea Junge trainierten Mädchen des TV Oyten aus dem Jahrgang 2006.  „Wir haben im Verlauf der Lundaspelen gegen vier verschiedene Nationen gespielt, das war schon cool“, blickt  Bea Junge auf erlebnisreiche Tage in Skandinavien zurück. Alleine in der Konkurrenz der „Girls 13“ waren 45 Mannschaften in acht Gruppen unterwegs. Vervollständigt wurde das TVO-Quartett in Lund durch eine weitere weibliche Jugend C und eine weibliche A-Jugend.

Insgesamt waren in den Tagen zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel etwas mehr als 700 Mannschaften aus 17 Nationen in die elftgrößte Stadt Schwedens gereist. Gespielt wurde von morgens 8.30 Uhr bis abends 22 Uhr in insgesamt 45 Sporthallen. Für die Fahrten zu den auswärtigen Hallen standen zwölf eigene Turnier-Buslinien zur Verfügung. Verpflegt wurden die rund 10000 Teilnehmer in zwei Schulkantinen. Für Jonas Lüdersen soll der vierte Besuch der Lundaspelen nicht der letzte gewesen sein: „Mit den Oytener B-Jungs war es sowohl auf als auch neben dem Spielfeld eine runde Sache. Kommt nichts dazwischen, dann bin ich im nächsten Jahr wieder dabei.“

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Jürgen Prütt

05.01.2020, 11:29 Uhr Presseberichte