Die Spiele stehen im Mittelpunkt

Oytens Drittliga-Frauen mit Sieg und Niederlage – Hygienekonzept getestet


Julia Reinefeld hat von ihrem Trainer Marc Winter Lob bekommen.

Für den TV Oyten standen am Sonntag die nächsten Testspiele im Rahmen der Vorbereitung an. In eigener Halle setzten sich die Drittliga-Handballerinnen gegen den MTV Peine mit 28:25 durch, das Duell gegen den BV Garrel ging hingegen mit 24:27 verloren. Insgesamt waren sechs Teams aus der Ober- und 3. Liga in die Pestalozzihalle gekommen. Zeitversetzt spielten diese in zwei Dreiergruppen nach dem Modus Jeder-gegen-jeden gegeneinander. Nichts zu holen gab es für die kurzfristig in das Teilnehmerfeld nachgerückte Zweitvertretung des TV Oyten. Gegen den TV Hannover-Badenstedt und SFN Vechta setzte es für die Sieben von Trainer Kai Flathmann zwei deutliche Niederlagen.

Für den TVO war es ein Test in doppelter Hinsicht. So wurde während der sechs Partien über die volle Spielzeit auch das Hygienekonzept getestet. Sportler und Zuschauer waren voneinander getrennt. Wer sich die Spiele von der Tribüne aus ansehen wollte, der musste die Pestalozzihalle durch den Hintereingang betreten. Hier stand für alle Zuschauer zunächst eine Registrierung an. Plätze wurden zugewiesen, zudem galt das Einbahnstraßenprinzip. Im Großen und Ganzen sei das Konzept aufgegangen, zeigte sich Oytens Handball-Abteilungsleiter Daniel Moos zufrieden. Nur wenige Besucher hätten sich mit dem Abstandsgebot und der Maskenpflicht bis zum Platz schwergetan. „Sitzen Gruppen aus einem Haushalt zusammen, dann könnten wir die Zahl der Zuschauer eventuell nach etwas oben anpassen. Allerdings müsste dann zu jedem Spiel im Vorfeld eine Anmeldung erfolgen und die Anordnung der Plätze auf der Tribüne zumindest teilweise von Spiel zu Spiel geändert werden“, erläutert Daniel Moos. Aktuell dürfen 56 Menschen die Spiele in der Pestalozzihalle besuchen.

Im Mittelpunkt standen am Sonntag aber die sportlichen Vergleiche. Nach der wenig überzeugenden Leistung im Testspiel gegen den TV Dinklage sei der Druck im Training etwas erhöht, hatte Marc Winter vor den Vergleichen gegen den MTV Peine aus der Oberliga Niedersachsen und dem BV Garrel aus der 3. Liga West  erklärt. Auf die Leistung seiner Sieben, stellte der Trainer des TV Oyten zerknirscht fest, habe dies allerdings keine Auswirkungen gehabt. „Wir müssen im Moment auch einfache Abläufe immer wieder erklären. Mal werden die Konter über die falsche Seite gelaufen, dann wird da, wo ein einfacher Parallelpass die richtige Lösung ist, ein Kreuzen angesetzt“, nannte der Trainer zwei Beispiele. Alles sei jedoch auch nicht schlecht gelaufen. „Hinten klappt es schon ganz gut, vorne ist noch kräftig der Wurm drin“, ergänzte der Lehrer aus Bremen. Aber es seien ja noch fünf Wochen Zeit bis zum Saisonauftakt, relativierte Marc Winter, der die Drittliga-Frauen aus dem Kreis Verden im Team mit Lars Müller-Dormann trainiert.

Nach dem Erfolg im ersten Spiel gegen den MTV Peine lieferte sich der TVO mit dem BV Garrel eine enge Partie. In der Schlussphase kämpften sich die „Vampires“ bis auf einen Treffer an den Gegner aus dem Oldenburger Münsterland heran. „Dann hält Theresa Beet einen Siebenmeter und auch noch den Nachwurf. Der Ball bleibt aber trotzdem beim Gegner, schlussendlich verlieren wir dann mit drei Toren Unterschied“, schilderte Marc Winter die spannende Schlussphase.

Aus Sicht des Trainers gab es aber auch positive Erkenntnisse. Marc Winter: „Julia Reinefeld wächst immer besser in den Mittelblock der 6:0-Abwehr hinein und Nathalie Meinke holt ihren Trainingsrückstand langsam auf.“ Die junge Rückraumlinke im Team von Winter und Müller-Dormann war verspätet in die Vorbereitung eingestiegen. Eine klaren Sieger hatte es in der Pestalozzihalle in der dritten Partie am Nachmittag gegeben: Mit 30:19 setzte sich der BV Garrel gegen dem MTV Peine durch.

Am Vormittag stand der TV Oyten II gegen den TV Hannover-Badenstedt und SFN Vechta erwartungsgemäß  auf verlorenen Posten. Nach dem 19:39 gegen Badenstedt hielt die Flathmann-Crew im ersten Durchgang gegen Vechta zunächst gut mit. Nach einem Treffer von Marie Schote und einem Siebemetertor durch Nina Schnaars leuchtete aus Sicht des TVO noch ein 9:12-Rückstand von der Anzeigetafel. Etwa 20 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. Den Anschluss verlor das junge Oberligateam der „Vampires“ zu Beginn der zweiten 30 Minuten. In Unterzahl setzte sich Vechta in dieser Phase auf 22:15 ab. Am Ende lautete das Resultat 40:27 für den Drittligisten. Ebenso wie der BV Garrel trat auch SFN Vechta die Heimreise ohne Niederlage an. Den Vergleich gegen den TV Hannover-Badenstedt entschied das Team von Coach Kai Freese mit 31:28 für sich.

Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Jürgen Prütt 

15.09.2020, 06:05 Uhr Presseberichte