Handball-Region verschiebt Start

Die Handball-Region Mitte Niedersachsen schließt sich nicht dem Beschluss des HVN an, dass Vereine Spiele freiwillig verlegen dürfen. Alle Partien auf Regionsebene werden bis zum 22. November ausgesetzt.

Durch den Anstieg der Corona-Fallzahlen war der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) zum Handeln gezwungen worden. Punktspiele dürfen von den Vereinen freiwillig und unbürokratisch abgesetzt werden. Diesen Beschluss fasste der Verband am Mittwoch (wir berichteten). Die einzelnen Handball-Regionen sollten selbst entscheiden, wie sie mit ihren Ligen verfahren. Der HVN empfahl, seine Regelung zu übernehmen. Die Verantwortung den Vereinen überlassen – diesen Weg wollte der Vorstand der Region Mitte Niedersachsen um seinen Vorsitzenden Steffen Mundt jedoch nicht mitgehen. „Wir müssen eine klare Vorgabe machen. Wir tragen Verantwortung für Sportlerinnen, Sportler und die Gesellschaft“, erläuterte Friedhelm Gollnow, stellvertretender  Vorsitzender Spieltechnik. Alle Spiele werden zunächst bis zum 22. November ausgesetzt. Diesen Beschluss fasste der Vorstand der Region in seiner Videokonferenz am Freitag.

Der Spielplan bleibe bestehen, erklärt Mario Wittenberg. „Wenn die Situation besser wird, können wir sofort los spielen. Wird es wieder schlechter, unterbrechen wir. Sonst spielen wir vielleicht gar nicht mehr“, begründet der stellvertretende Vorsitzender Jugend die Entscheidung, am alten Spielplan festzuhalten, aber dennoch die Spiele auszusetzen. „Selbstverständlich werden die Vereine rechtzeitig informiert, wenn noch länger ausgesetzt werden muss. Aber wir terminieren nicht nochmal komplett neu, dann verpassen wir womöglich jede Chance zum Spielen.“ Ob die ausgesetzten Spiele nachgeholt würden, sei offen. Steffen Mundt: „Es geht auch im Menschenleben. Wir müssen sie mit Augenmaß schützen, aber so viel flexiblen Spielbetrieb wie möglich zulassen. Schließlich wollen wir alle Handball spielen.“ Auf Regionsebene hätte der Spielbetrieb in allen Ligen am kommenden Wochenende starten sollen.

Derweil hat der TV Oyten auch für seine höherklassigen Teams eine einheitliche Entscheidung getroffen. „Wir werden alle Heim- und  Auswärtsspiele absagen“, erklärt Spartenleiter Daniel Moos. „Die Gesundheit aller Beteiligten und die Eindämmung des Virus stehen im Vordergrund. Dafür muss der Spielbetrieb weichen, der Sport muss seinen Beitrag leisten.“ Wenn der Inzidenzwert im Landkreis Verden auf unter 50 sinkt, werde man die Situation neu bewerten. Ausgenommen von der Regelung seien die Drittliga-Frauen des TV Oyten.

Quelle: Achimer Kurier - Autor: Jürgen Prütt
 

25.10.2020, 16:31 Uhr Presseberichte