Logische Konsequenz

Kommentar über die Handball-Pause in der 3. Liga

In den 3. Ligen wird in diesem Jahr nicht mehr gespielt. Dass der Deutsche Handballbund so entschieden hat, ist wegen der Pandemie-Lage das einzig Richtige, findet unser Redakteur Florian Cordes.

In der vergangenen Woche hatte der Deutsche Handballbund (DHB) Stellung bezogen. Die Vereine in den 3. Ligen würden die Voraussetzungen „unstrittig“ erfüllen, um unter die Definition „Profisport“ zu fallen. Ein Weiterspielen wäre demnach im November möglich. Schließlich trifft der aktuelle Sport-Lockdown lediglich die Amateure. Doch sind Drittliga-Handballer wirklich Profis? So mancher Verein hatte da seine Zweifel. Und das auch zu recht. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Der Großteil der Drittligisten sind Amateure. Das trifft besonders auf die Frauen zu.

Wir befinden uns in einer Zeit, in der dazu aufgerufen wird, möglichst wenige Kontakte zu anderen Menschen zu haben. Es ist nur schwer verständlich, wenn als Profis bezeichnete Amateursportler quer durch die Republik zu ihren Spielen reisen sollen – und das mit einem mulmigen Gefühl im Bauch. Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei, auch wenn durch die fortgeschrittene Entwicklung eines Impfstoffs zumindest ein ganz kleines Licht am Ende des Tunnels flackert.

Dass sich der DHB nun dazu entschieden hat, den Spielbetrieb in den dritten Ligen bis zum Jahresende ruhen zu lassen, ist die einzig logische Konsequenz. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass sich die Pandemie-Lage bessert, aus dem kleinen Flackern ein helles Licht wird. Denn trotz des Unverständnisses, das einige Klubs zuletzt dem DHB entgegengebracht haben, hegen doch alle Beteiligten denselben Wunsch: Handball spielen mit der größtmöglichen Sicherheit.

  Quelle: Achimer Kurier

12.11.2020, 17:34 Uhr Presseberichte