"Vampires" feiern Derbysieg

Handball-Verbandsliga: TV Oyten fährt einen ungefährdeten 32:26-Erfolg über den TSV Daverden ein


Leonard Fischer (am Ball) traf für den TV Oyten sechsmal und war damit zweitbester Torschütze der "Vampires". (Foto: Björn Hake)

Unmittelbar nach der Schlusssirene erhoben sich die Zuschauer in der Langwedeler Schulsporthalle von ihren Sitzen. Sie spendeten den Handballern des TSV Daverden und des TV Oyten Applaus. Und das aus gutem Grund: Beide Mannschaften zeigten eine ansprechende Leistung, die das Verbandsliga-Derby zu einem ansehnlichen Spiel machten. Das bessere Ende hatten aber die "Vampires". Die von Lars Müller-Dormann und Marc Winter trainierte Sieben bezwang den TSV Daverden mit 32:26. Zur Halbzeit führten die Gäste mit 14:10. Durch den Sieg übernahm der TVO wieder die Tabellenführung in der Verbandsliga Nordsee.

Lars Müller-Dormann war trotz der zwei eingefahrenen Punkte nicht zu 100 Prozent einverstanden mit dem Auftritt seiner Sieben. "Wir haben verpasst, frühzeitig den Sack zuzumachen", bemängelte der TVO-Coach die Chancenverwertung. Die "Vampires" führten in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich bereits mit neun Toren Vorsprung. In der 54. Minute schmolz dieser Vorsprung auf fünf Treffer, als Erik Beuße zum 24:29 getroffen hatte. Doch Mattis Brüns stellte umgehend auf 30:24. Daverdens Coach Ingo Ehlers nahm eine Auszeit, die aber nicht den gewünschten Erfolg brachte. Noah Dreyer machte per Siebenmeter in der 57. Minute den Sack zu.

Ehlers lobt seine Mannschaft

Dass seine Sieben die Gäste über weite Strecken ärgerte, stimmte Ingo Ehlers zuversichtlich für die kommenden Wochen. "Wenn wir die Moral wie heute an den Tag legen, ist mir nicht bange. Das war ein gutes Spiel von uns", verteilte der Daverdener Trainer Lob an sein Team. Die Gastgeber hielten die Begegnung vor allem in der ersten Halbzeit offen. Nach dem ersten Tor durch Noah Dreyer (2.) drehte die Ehlers-Sieben mit zwei schnellen Treffern die Begegnung. Auch nach dem erneuten Rückstand ließen sich die Daverdener nicht entmutigen und glichen durch Jonah Klimach zum 5:5 (8.) aus.

Bis zur Halbzeit setzten sich die Gäste jedoch ab. Das lag auch daran, dass die Ehlers-Sieben ihre Angriffe nicht konsequent zu Ende spielte. Aber auch das Spiel der "Vampires" war fehlerbehaftet. "Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel verballert", stellte Müller-Dormann fest. Nachdem Erik Beuße zum 10:14 (30.) getroffen hatte, warf Lennat Fettin in der gleichen Minute den Ball an die Latte und verpasste es damit, seine Mannschaft auf drei Tore heranzubringen.

In der zweiten Hälfte wuchs der Vorsprung des TV Oyten sukzessive an. Noah Dreyer, der mit zehn Treffern wieder einmal bester Torschütze der "Vampires" war, verwandelte einen Siebenmeter zum 26:18 (46.). Als Anton Zitnikov mit zwei Toren hintereinander auf 28:19 (48.) stellte, schien die Messe gelesen. Die Daverdener kämpften sich noch einmal heran, doch es sollte nicht reichen, um die Partie zu drehen. So durften die Gäste über den Derbysieg jubeln, während die Mannschaft von Ingo Ehlers trotz einer ansprechenden Leistung am Ende mit leeren Händen dastand.

Quelle: Achimer Kurier  -  Autor: Maurice Reding

16.11.2021, 20:46 Uhr Presseberichte